meine Name ist Tatjana, ich bin 37 Jahre alt und komme aus Freiburg im Breisgau. Seit einer Woche habe ich die Diagnose der anca-positiven Vaskulitis. Derzeit wundern sich alle Ärzte noch, dass es sowohl Antikörper des Wegeners als auch das CSS gibt. Aber ich rechne eher mit dem Wegener, da auch die Lunge - zum Glück nur - minimal beteiligt ist, die Niere nicht, toitoitoi.
Ich möchte mich zunächst einmal bedanken für diese Webseite und dieses Forum!
Eure Aussagen zu lesen, die Patientenberichte zu lesen, macht bei aller Angst vor der Krankheit und dem Lernen, damit umzugehen, vor allem Mut und Zuversicht. Und von letzteren möchte ich mir so viel wie möglich behalten
So viele Fragen schwirren mir seit einer Woche durch den Kopf. Sie haben mich jetzt erst einmal auf MTX 15mg/Woche s.c. und ausschleichende Kortison-Therapie gesetzt, das reduziere ich jetzt wöchtentlich um 2,5 mg.
Bei mir haben sich zwei Vaskulitisschübe auf der Haut mit Einblutungen und Hämatomen (erst Oberschenkel, dann Oberarme) bemerkbar gemacht neben hochaktiver Sinusitis, bevor ich dann nach der Biopsie-Ergebnisse ins Uniklinikum Freiburg kam und die Ärzte sagen, das sei gut, da ich es auf der Haut ja dann schnell merke. Ich habe das Glück, eine großartige Internistin zur Hausärztin zu haben, die mich drei Wochen nach Auftreten der ersten klareren Vaskulitis-Symptomen sofort in die Uniklinik stationär geschickt hat. Dort war ich 8 Tage. Ich bin sehr froh, dass alle so schnell reagiert haben. An der Diagnose ändert das zwar nichts, aber dennoch. Dafür bin ich dankbar.
Gibt es hier noch jemanden, der auch Schübe über die Haut hat? Das scheint eher ungewöhnlich, aber ich bin ja auch noch "neu im Business".
Bisher fühle ich mich sehr gut behandelt im Vaskulitis-Zentrum Freiburg, aber ich habe auch keinen Vergleich.
Ansonsten fühle ich mich eigentlich ganz ok, aber ich habe große Angst, ob und wann meine Nieren beteiligt sein werden und wann der nächste Schub kommt. Gibt es jemanden hier, der Erfahrungen mit mir teilen möchte? Oder ist es, wie es so oft beim Wegener zu sein scheint, dass man das einfach nicht sagen kann, wie die Krankheit weiter verläuft?
Vielleicht gibt es ja auch jemanden aus dem Raum Freiburg mit ähnlicher Diagnose? Über den Kontakt zu MitstreiterInnen gegen diese Krankheit würde ich mich sehr freuen!
Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
Tatjana