bei mir ist schon seit Covid Feierabend, das war und ist nicht kompatibel mit meinen Ängsten.
Ich bin seit dem, wenn überhaupt mal draußen, dann nur mit FFP2. Covid hatte ich 0x.
Ich hatte von Anfang an mit Menschen zu tun, die daran verstorben sind und auch jetzt noch mit den Folgen davon, Menschen mit ME/CFS, die vor sich hin vegetieren und bettlägerig sind, oft den Freitod wählen, weil sie wie lebendig begraben sind.
Ich hatte grad das Thema mit einer Freundin, die ganz entsetzt war, dass wir unsere Töchter nicht sehen, nicht mit ihnen grillen oder zu Weihnachten zusammen essen oder wir uns mal umarmen.
Mir ist das zu gefährlich, die eine ist Lehrerin, da ist immer ein Kind krank oder gleich mal die ganze Klasse.
Ich hab so schon kaum Kraft und wenn ich mir vorstelle, krank noch mehr rumzuschleichen - ich möchte das nicht.
Als ich aus dem KH kam 12/23 kam ich nicht mal die Treppe hoch. Wenn ich zur Toilette musste, bin ich hingekrochen, hab mich am Waschbecken hochziehen müssen und danach auf den Boden sinken lassen um dort 10 min. zu liegen, weil das so anstrengend war.
Ich möchte das nie mehr erleben und dafür betreibe ich mehr Aufwand.
Ganz zu schweigen von dem RSV Virus was ich aus dem Krankenhaus hatte. 3 Monate Husten, nicht schlafen, Kehlkopfentzündung, das Gefühl gewürgt zu werden, kaum Essen schlucken konnte, sogar Trinken war furchtbar.
Ich bin einfach zu oft krank gewesen in meinem Leben und ich möchte es nicht mehr aushalten müssen, einfach nicht noch mehr.
Ich hatte 2019 die Sommergrippe, mit anschließenden Herzproblemen - will ich nicht mehr.
So und das waren dann ab da 7 Jahre und ich hab seit ich Maske trage quasi nix (außer RSV, hab es nicht geschafft 3 Wochen im KH Maske zu tragen, da ich zu geschwächt war um alle paar Stunden an die frische Luft zu können). 7 Tage hab ich gepackt, dann Kopfschmerzen aus der Hölle. Musste die eh oft kurz abnehmen, da ich in der Anfangszeit der Erkrankung ganz viel Erbrechen musste.
Da ich durch die Panikattacken eh schon Jahrzehntelang nicht am sozialen Leben teilnehmen konnte, ist das für mich jetzt nicht sooo neu. Ich komme auch alleine gut klar.
Natürlich habe ich Sehnsüchte - schon immer gehabt - so leben zu können wie alle anderen.
Essen gehen, Urlaub, Konzerte, Kino, tanzen - es ging nur mit viel Anspannung und Stress und hatte so keinen Mehrwehrt für mich.
Und ja, ich habe jedes Mal Ängste, wenn ich zu Ärzten muss, die einen als Patienten nicht mehr schützen wollen. Die haben mal nen Eid geschworen, alles zum Besten für die Patienten, das haben einige vergessen.
Muss auch viel Häme ertragen wegen meinen Schutzmaßnahmen, wohlgemerkt von Medizinern!!!
Haarsträubende Thesen zu "Immunsystem trainieren" (nein, Studien beweisen, dass viel krank nicht zu einem besseren Immunsystem führt, im Gegenteil).
Wenn ich dann sage: "Danke, bin bedient, hab schon genug, brauche nicht noch mehr.", geben sie meist Ruhe.
Gerne frage ich dann auch noch, ob sie mit mir tauschen wollen, das will dann keiner.
Samson, da wirst du deinen eigenen Weg finden müssen, wie jeder hier.
Wir haben alle unterschiedliche Erfahrungen, Charaktere und Erwartungen vom Leben.
Du wirst deinen Weg sicher finden.
Für mich bleibt Schutz oberstes Gebot, vor allem wo jetzt noch andere Viren aus aller Herren Länder unterwegs sind und die Menschen kreuz und quer alles in der Welt verteilen.
Gesegnet seien die, die sich über gar nix Gedanken machen - zu denen gehöre ich leider nicht.
Dialog letztens, ein wohlgemeinter Rat an mich:
"Angst ist kein guter Ratgeber."
Ich: "Doofheit und Ignoranz auch nicht."