Hallo zusammen,
mal wieder ein kleines Update. Meine Arbeitsdiagnose ist mittlerweile "unklare rheumatologische Grunderkrankung". Bin jetzt komplett aus der Immunsupression raus. CRP (max. 6,2mg) und BSG zeigen sich davon gänzlichst unbeeindruckt. Die Schmerzen aber nicht. Kann laut Klinik auch wieder NSAR nehmen, was ich angesichts der Schmerzen auch dankbar angenommen habe. Sobald ich das Etoricoxib absetze, kommen nach zwei, drei Tagen die Schmerzen, erst leicht und nach 6-7 Tagen dann erreichen sie ihren Höhepunkt, in der Lokalisation deutlich variabel. Beim letzten "Schub" massiv vor allem im Bereich der Hände (erste drei Finger) und des Handgelenkes im Bereich der Speiche. Konnte schlichtweg nichts mehr damit machen, keine Getränkeflaschen öffnen, Kindersicherungen (z.B. bei der Mundspülung) waren unüberwindbar, selbst das Öffnen einer Käseverpackung ging nicht mehr. Weiterhin betroffen die Beine mit Myalgien, die Lendenwirbelsäule und die Nackenmuskulatur.
Mit Etoricoxib aber alles auszuhalten, 2 bis max. 4 auf der Skala. Ohne geht es auf 8, beim "letzten mal" auch ne klare 9 bei den Händen und Handgelenken.
Vorstellung in der Infektiologie war auch ohne Befund.
Auffällig sind auch "nach Kortison" grenzwertige bis erhöhte Leukos (bis 14.000) bei ansonsten unauffälligem Blutbild.
Zweite Meinung im Rheuma-MVZ HH eingeholt. Dort würde man es nicht anders machen als im KBB.
Warum ich schreibe? Habe eben in einem anderen Thread vom Mastzellaktivierungssysndrom gelesen und wollte mal zur Diskussion stellen, ob meine Problematik vielleicht in die Richtung bzw. eine allergisch/immunologische Richtung gehen könnte. Dazu die folgende Anekdote:
Meine Beschwerden kamen nicht schleichend, sondern plötzlich. Am 15.05.2020 ging es los mit den muskelkaterähnlichen Schmerzen im Bereich der Oberarme und Oberschenkel.
Zwei Tage zuvor wurde mir Bienen- und Wespengift in verschiedenen Dosierungen unter die Haut gespritzt. 2012 hatte ich direkt nach einem Wespenstich (also innerhalb weniger Sekunden) eine zweitgradige Anaphylaxie mit Notarzt und allem Drum und dran. 2020 wollte ich dann im UKE eine Desensibilisierung machen. Dazu musste erst der Allergienachweis geführt werden. Interessanterweise hat das nicht funktioniert. Weder die Pricktests noch die Blutuntersuchungen ließen eine Allergie erkennen. Also dann am 13.05.20 die Injektionen unter die Haut. Auch ohne erkennbare Reaktion. So eine Allergie wächst sich nicht raus und ich bin für's "rauswachsen" auch zu alt

Im Arztbrief stand sinngemäß, dass trotz fehlenden Allergienachweises anhand der Deutlichkeit der Anaphylaxie 2012 davon ausgegangen werden muss, dass ich eine entsprechende Allergie habe und ein Notfallset mitführen muss. Und wie gesagt: Die Anaphylaxie begann innerhalb von 10 Sekunden nach dem Stich, ich habe ansonsten keinerlei Allergien oder Unverträglichkeiten.
Und nun frage ich mich natürlich, ob es da vielleicht einen Zusammenhang geben kann? Ein grundsätzlicher Fehler im Immunsystem oder vielleicht etwas, was durch die Injektion getriggert wurde und nun quasi im rheumatologischen Umhang daher kommt?
Was meint ihr?