Hi Michi,
eine geringere Leistungsfähigkeit... ja, das kennen wohl die allermeisten hier. Auch ich. Da kann mit der Entzündungstätigkeit zusammenhängen oder auch von den Medis kommen ((oder beidem) und tritt bei vielen Autoimmunerkrankungen auf. Für Vaskulitis gibt es übrigens eine beschreibende Studie aus 2011, wonach 79% der Betroffenen mit fatigue bzw energy loss oder reduced energy belastet sind.
Bei mir hat sich mangelnde Kraft und Energie langsam eingeschlichen; zwischendurch waren am Anfang noch normale Tätigkeiten möglich. Manchmal aber war es so schlimm, dass nichts mehr ging, z.B. konnte ich den (leichten) Telefonhörer nicht mehr halten. Wobei ich das nie als fehlende Muskelkraft erlebt hab, sondern als fehlende Energie, die jedoch wiederum keine Antriebslosigkeit war/ist. Wenn das gemeint wäre, hätte ich kein Problem, denn: wenn ich nicht mehr kann, was ich nicht erstrebe, ergibt sich kein Problem für mich. Die Erhöhung von Corti kann das Problem beseitigen, ist aber keine Dauerlösung. Nach meiner Erfahrung haben manche Ärzte fatigue nicht "auf dem Schirm".
Es gilt halt, seine Kräfte gut einzuteilen und nicht die Grenze der Leistungsfähigkeit zu überschreiten. Besser: nur 50 -70% zu nutzen. Damit hab ich leider oft Schwierigkeiten, denn dann geht ja grad noch was... Dafür lieg ich dann ein oder mehrere Tage.
Es ist in etwa so: von der Überholspur auf die Standspur. Sich daran zu gewöhnen, ist nicht einfach, es zu akzeptieren aber wichtig.
Über die SuFu (Sternchen nicht vergessen) wirst Du sicher einiges hierzu finden
LG Ingeborg