Ernährung bei Übergewicht und Takayasu-Arteriitis

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M-Sk. (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Ernährung bei Übergewicht und Takayasu-Arteriitis

Beitrag von M-Sk. (Archiv) »

Hallo ihr Lieben,

ich suche dringend nach Hilfe in Bezug auf Ernährung bei einer Takayasu-Arteriitis UND Übergewicht.



Als bei mir Ende 2009 die Diagnose Takayasu-Arteriitis gestellt wurde, war ich bereits übergewichtig (~107 Kg). Durch das Kortison, das bei mir regelrechte Fressattacken ausgelöst hat und die die Depressionen, PLUS die Schmerzen in meinen Beinen,die ich durch die TA hatte und mich dadurch kaum noch bewegen konnte, kam noch mal ordentlich was an Gewicht obendrauf.

Im Frühjahr 2010 hatte ich mein absolutes Höchstgewicht von ~125Kg erreicht und mir ging es hundsmiserabel. Die Depressionen wurden immer schlimmer, ich mochte nicht mehr unter Menschen gehen und auch mein Verlobter musste extrem unter meinem geschrumpften Selbstwertgefüht und meinen Eifersuchtsdramen leiden ...

Meinen Beinen ging es dank der Behandlung der TA rasch wieder besser, aber das Gewicht blieb.



Letztes Jahr, habe ich mir endlich einen Ruck gegeben und dank einer Mischung aus Weight Watchers (so habe ich die NORM wieder gelernt), Sport (Zumba und Muskelaufbau) und seit Januar mache ich Low Carb, sprich erhöhter Eiweißbedarf, kaum Kohlenhydrate.

Seit einem halben Jahr nehme ich nun auch kein Kortison mehr und habe jetzt in dem letzten halben Jahr 32KG abgenommen :)

Jedes Kilo das auf der Waage weniger ist, ist ein Kilo Selbswertgefühl mehr in meinem Kopf.



Ich bin unsicher, ob der erhöhte Eiweißanteil der Nahrung vielleicht nicht gut ist für meine TA und diese begünstigt!? (ich esse allerdings kaum Fleisch, mag es nicht mehr).



Bisher sind meine Blutwerte in der Norm geblieben,

aber jeder sagt mir was anderes und die Leute verunsichern mich!



Seit ein paar Tagen kribbeln mir hin un wieder die Hände, und ich habe immer wieder mal Kopfschmerzen.

Das kann jetzt auch vom Wetter kommen oder so, aber ich habe Angst, dass ich mir sozusagen gerade mein eigenes Grab schaufel und meine TA "füttere".



Ich fühle mich super :) und möchte (und MUSS !!!) noch 20KG abnehmen, denn dieser Prozess gehört für mich auch zum "gesund werden".



Habt ihr vielleicht Erfahrungen?

Tipps?



Danke & liebe Grüße,

Mimi
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Ernährung bei Übergewicht und Takayasu-Arteriitis

Beitrag von S. (Archiv) »

M-Sk., hi,

gerade vor kurzem habe ich versucht, einmal eine Ernährungsberaterin zum Thema Eiweißzufuhr, wenn ja, wie, in welcher Form und wieviel zu befragen. Schnell war die Dame aber am Ende mit ihrem Latein und riet, eine(n) speziellen Ernährungsberater, der sich mit Vaskulitis auskennt, aufzusuchen. Den gibt es aber nach meinem Wissen nur in BB.

Darüberhinaus gibt es aber schon für Gesunde so viel widersprüchliche Aussagen zur Ernährung generell, so viele Mythen oder Forschungsergebnisse, die mittlerweile wieder entkräftet wurden, dass ich sowieso etwas skeptisch geworden bin.

Soweit ich bisher gehört habe, spricht nichts gegen Eiweiß, solange es nicht tierisches Eiweiß, vor allem rotes Fleisch oder Innereien ist, und möglichst frisch (ältere und verarbeitete Lebensmittel, wie Schinken, Hartkäse, älterer Fisch enthalten mehr Histamine, die Entzündungen fördern können). Menschen mit einer eingeschränkten Nierenfunktion sollten mit der Eiweißzufuhr etwas gedrosselt umgehen, aber das ist ja bei Dir wohl nicht der Fall.
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Ernährung bei Übergewicht und Takayasu-Arteriitis

Beitrag von Ingeborg »

Hallo Mimi,

für das von Dir angesprochene Problem bin ich sicher nicht die richtige Ansprechpartnerin. Mir ist auch keine spezielle Ernährung bei TA bekannt.

Allerdings hatte ich infolge der hohen Cortison-Therapie ca. 16 kg zugenommen, was mich sehr verunsichert hat, weil ich das Gefühl hatte, es nicht mehr in der Hand zu haben. Bei mir reichte es aber aus, bei jeder Mahlzeit, über Monate, weniger als gewöhnlich zu essen. Das Wissen, es so in der Hand zu haben, hat mich sehr erleichtert.

Was Dein Problem mit Übergewicht angeht, ist jedoch das etwas ganz anderes.

Ich gehe mal davon aus, dass Du anlagemäßig schon übergewichtig bist. Dann kommt Cortison hinzu -und evtl. Psychopharmaka- und führt zu noch höherem Gewicht. Schmerzen, Bewegungsmangel -und schon sitzt man in der Falle, aus der man einen Ausweg sucht. Bei jeglichen Diäten vermute ich allerdings Einseitigkeiten, die der Körper wieder mühsam auszugleichen sucht (u.a. Drehtüreffekt), unterstelle mehr Versprechen als Halten. Mißerfolge sind damit vorprogrammiert und machen nur noch unglücklicher -und wiederum anfällig für das nächste Diät-Versprechen.

Neben einer ganz wichtigen Akzeptanz der von Natur aus mitgegebenen Anlage(?), erschiene mir eine ausgewogene Ernährung, auch unter Einbeziehung von Kohlehydraten, und die mit Disziplin auszuführen, erfolgversprechender. Ich nehme Dir aber auch ab, dass der Weg schwierig ist.

Aber wie gesagt, ich bin von Deinem Problem viel zu weit weg, um hierzu etwas Fundiertes oder Selbst-Erfahrenes sagen zu können. Vielleicht verraten Dir andere aus dem Forum etwas von ihren Diät-Erfahrungen. Oder bemühe die Suchfunktion oben, um das bisher dazu Geschriebene zu lesen.

Ich wünsche Dir alles Gute

Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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