Cardiolipid IgM-AK erhöht

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Herzogin (Archiv)
Beiträge: 51
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von Herzogin (Archiv) »

Guten Abend zusammen,



Hat jemand von euch eine Ahnung warum man diesen Cardiolipid wert erhöht hat?

Ich war ja vor drei Monaten in BB , habe keine besonderen Neuigkeiten mitgebracht außer komische Herde im MRT Kopf mit aber uneindeutigen Liquor Werten, diesem Cardiolipid Wert erhöht und erhöhte CK Wert. Sonst nix eindeutiges.

Ich bekam den Rat das meine Vaskulitis zur Zeit nicht aktiv ist ( leucocytoklastisch) und man mir geraten hat in ca 3 Monaten zu kontrollieren wenn nichts besonderes sich ändert. Man vermutet das es Neurologische Ursachen haben könnte (auch meine PNP)

Jetzt war ich am 2.2. bei einem neuen Rheumatologen/Endokrinologie Praxis die auch Vaskulitis im " Repertoire " haben. Heute habe ich die gesamten Blutwerte abgeholt weil ich am Mittwoch in die Neurologie in die Uniklinik Düsseldorf stationär gehe.

Jetzt hab ich mir das natürlich genau angeschaut und dieser Cardiolipid Wert ist immer noch erhöht, auch der CK Wert, ebenso im Urin immer noch Leucos , Eiweiß Glucose Nitrit.

Weiß jemand was dieser Wert aussagen kann?

Ich würde mich über eure Antworten freuen.

Vielen Dank und einen schönen Abend von der Herzogin 😊
sasumi (Archiv)
Beiträge: 71
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von sasumi (Archiv) »

Hallo Herzogin,

diese Werte wurden bei mir im letzten Jahr kontrolliert, als der Verdacht Lupus, bzw. Kollagenose im Raum stand. Vielleicht ist das ein Anhaltspunkt? Die Rheumatologie der Uni Düsseldorf ist auf so was ja auch spezialisiert.

Wünsche Dir alles Gute für Deinen Aufenthalt!

Sasumi
Herzogin (Archiv)
Beiträge: 51
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von Herzogin (Archiv) »

Hallo sasumi,



Ja der Rheumatologe fragte mich ob schon mal über Kollagenosen nachgedacht wurde. Ich habe seit über einer Woche eine Mega dickes warmes rechtes Knie ( hatte ich ab und an schon mal, ohne Grund). Bis dato hat man mir dann mal bolusmässig cortison gegeben und dann ging es wieder weg. Aber keine Entzündungsparameter erhöht. Jetzt habe ich darauf mal verzichtet wegen dem geplanten Krankenhaus Aufenthalt

Kann denn von Kollagenosen auch "Herde" im Gehirn sein ❓🤔

Naja, ich hoffe mal das ich von der Neurologie wenn nötig "weitergereicht" werde.
kletterrose (Archiv)
Beiträge: 322
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von kletterrose (Archiv) »

Hallo Herzogin



ich kopiere dir das mal rein



Quelle http://www.neuro24.de/



Antiphospholipidantikörper kommen beim Lupus häufig vor, sie gehen oft mit einer Thromboseneigung, Thrombozytopenie sowie Fehlgeburten bei Patientinnen mit systemischem Lupus erythematodes einher. Auch ohne dass ein systemischer Lupus erythematodes vorliegt können krankmachende Antiphospholipidantikörper vorliegen, deshalb wurde das Antiphospholipid-Syndroms (APS) als eigenständige Erkrankung definiert. Das Antiphospholipid-Syndrom (APS) ist definiert als arterielle und/oder venöse Thrombosen und Schwangerschaftserkrankungen bei Vorhandensein von Anticardiolipin- Antikörpern und /oder Lupusantikoagulantien. Der Verlauf ist sehr unterschiedlich. APS kann primär oder sekundär zu einer anderen Bindegewebserkankung auftreten, am häufigsten aber als Begleiterscheinung eines systemischen Lupus erythematodes. Häufig sind tiefe Venenthrombosen, Thrombozytopenien, Livedo Reticularis, oberflächliche Venenthrombose, als Komplikation der tiefen Venenthrombosen auch Lungenembolien. Die Antiphospholipid- Antikörper finden sich bei einer Vielzahl neuropsychiatrischer Erkrankungen, bzw. sie können auch die Ursache einer Vielzahl neuropsychiatrischer Erkrankungen oder Syndrome auslösen oder imitieren. Beschrieben ist dies bei cerebrovaskulären Erkrankungen wie Transitorischen ischäemischen Attacken, Schlaganfällen, akute ischämische Enzephalopathie, cerebrale Venenthrombosen, Epilepsie, Kopfschmerzen, Chorea, Multipler Sklerose, Transverser Myelitis, Hörsturz, Guillain–Barré Syndrom, Transienter globaler Amnesie, Dystonie, M. Parkinson, Minimaler kognitiver Dysfunktion, Demenz, Depressionen und Psychosen. Die Art der immunsuppressiven Behandlung richtet sich nach der Schwere der Symptome. Nicht-steroidale Antirheumatika, Glukokortikoide, Hydroxychloroquin, Azathioprin und Cyclophosphamid, Cyclosporin A werden am häufigsten eingesetzt. Beim Antiphospholipid-Syndrom ist manchmal auch eine gerinnungshemmende Behandlung (Antikoagulation und Thrombozytenaggregationshemmung) erforderlich. Die Unterscheidung zwischen den Medikamentennebenwirkungen und der Erkrankung an sich kann Probleme bereiten, Kortison kann zu psychopathologischen Auffälligkeiten führen, eine Chloroquindauertherapie kann eine Polyneuropathie bedingen.

Neuropsychiatrische Symptome des systemischen Lupus erythematodes

Zentralnervensystem

Aseptische Meningitis, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Demyelinisierendes Syndrom, Kopfschmerzen (einschließlich Migräne und idiopathische intrakranielle

Hypertension), Bewegungsstörungen (Chorea, Parkinson ähnliche Bewegungsstörungen), Myelopathie, Epilepsie, akute Verwirrtheitszustände oder Delieren,

Angststörungen, Kognitive Störungen, Affektive Störungen, Psychosen

Peripheres Nervensystem

Akute entzündliche demyelinisierende Polyradikulitis (Guillain–Barre- Syndrom),

Störungen des vegetativen Nervenssystems, Mononeuropathie, einfach oder multiplex, Myasthenia gravis, Plexopathie, Polyneuropathie



Cardiolipin Antikörper kommen bei verschiedenen rheumatischen Erkrankungen vor und da du ja jetzt ohnehin stationär gehst kannst du dir dazu auch deine Fragen beantworten lassen.



ich habe nun den systemischen Lupus genommen , weil ich damit am besten vertraut bin ,es ist nur ein Beispiel -erklären muss dir das ein Arzt.



Liebe Grüße
Herzogin (Archiv)
Beiträge: 51
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von Herzogin (Archiv) »

Vielen Dank Kletterrose,



Das beantwortet schon einiges und erklärt einige für mich völlig zusammenhanglose Symtome . Ich hoffe mal das nun ENDLICH mal etwas etwas konkreteres dabei heraus kommt. So langsam geht es mir etwas an die Nieren das es mir immer öfter immer schlechter geht.

Ich danke euch für die Nachrichten und die guten Wünsche

Ich melde mich wieder wenn es etwas Neues gibt

Gute Nacht 🌙
GeNeRaL (Archiv)
Beiträge: 63
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Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von GeNeRaL (Archiv) »

mich würde dieses thema, vorallem zu diesen antikörpern ohne thrombose und männlich auch weitergehend interessieren. was hat es damit auf sich, wenn man nie thrombosen hatte und ein männchen ist?
Herzogin (Archiv)
Beiträge: 51
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von Herzogin (Archiv) »

Hallo General,



Ich werde berichten wenn es etwas zu berichten gibt. Bin nun in der Neurologie in der Uniklinik Düsseldorf. Mal schauen was die so meinen.



Herzlichen Gruß sendet die Herzogin
Herzogin (Archiv)
Beiträge: 51
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von Herzogin (Archiv) »

Guten Morgen zusammen,



Da bin ich wieder, gestern aus der Neurologie Uniklinik Düsseldorf entlassen. Mit ...... eine V.a. Diagnose! 😄

Mal besser wie nix. Im vorläufigen Entlassungsbericht steht: V.a. Leukenzephalopathie bei leucocytoklastischer Vaskulitis ,DD Methotrexat induziert

Also, meine empfundene Muskelschwäche in Oberarmen und Oberschenkeln konnte als vorhanden bestätigt werden. Die Missempfindungen in den Armen Beinen und manchmal im Gesicht sind sensorischer Art und nicht aufgrund von Denervierung. Also auf deutsch messbar sind sie nicht werden aber empfunden . Ich kann in den Füßen auf der Haut kalt und warm nicht unterscheiden. Meine Muskelschmerzen ausgehend vom Becken ausstrahlend in die Oberschenkel und ebenso vom Schultergürtel ausstrahlend in die Oberarme sind nicht messbar aber bei Tests ganz klar zu spüren.



Der Stationsarzt hat mit mir ein ☝🏼30 minütiges Abschlussgespräch geführt. Aktuell wie auch schon in BB könnten keine entzündungszeichen festgestellt werden (obwohl ich mit einem dicken warmen re. Knie im Krankenhaus ausgeschlagen bin) Leicht erhöht Eiweiß im Liquor aber nicht besorgniserregend. Er meinte für meine Symtome gibt es keinen Anhalt für eine neurologische Ursache. Vielmehr glaubt er das bei Diagnose Stellung 2009 der Vaskulitis hätte man nicht sorgfältig nach der Ursache geforscht würde und evtl die Vaskulitis nicht wie vermutet primär sondern doch sekundär aufgetreten wäre. Den Verdacht meines Rheumatologen (vielleicht doch eine Kollagenose auch wenn BB sagt sieht nicht danach aus) sieht er ähnlich, obwohl er sagt das sei ja nun mal nicht sein Fachgebiet 😊

Im KH habe ich dann auf dem rechten Unterarm eine "Sonnenallergie" bekommen. Die natürlich am KarnevalsWE keine Beachtung fand und am Veilchendienstag wie von Zauberhand verschwunden waren.

Meine Nachfrage ob der Cardiolipid AK immer noch erhöht ist sagte man mir nein, ABER in der Neurologie machen die nur einen gesamten und nicht wie beim Rheumatologen IgM und IgG getrennt.



Ich weiß nicht wie ihr das ganze so seht, ich für meinen Teil bin völlig verunsichert . 1. ist meine angebliche Narkolepsie wirklich eine oder nur die Auswirkung der Vaskulitis / Kollagenose 2. ist meine "untypische Psoriasis" vielleicht auch keine 3. ist die seit 6 Jahren vollzogene Behandlung mit MTX richtig gewesen



Momentan weiß ich nicht so recht was ich denken soll. Seit 2 Tagen habe ich wieder mit stärksten Schmerzen in den Oberarmen und Oberschenkeln zu kämpfen, komme nur mit Mühe die Treppe hoch, bin echt schlapp und fühle mich krank. Aber laut Laborwerten besteht keine Aktivität ❓🤔



Am 23.3. habe ich jetzt wieder einen Termin beim Rheumatologen und bin gespannt was der so sagt. Montag schleppe ich mich wieder ins Büro und versuche möglichst gut mein Tagwerk zu verrichten.

Ach , noch eins ...... meine Schilderung des Gefühls das mir manchmal Dinge einfach "fehlen" also ich die letzten 5 Minuten nicht mehr in mein Gedächnis zurück holen kann , wurde nicht bewertet. ( zur Erklärung : ich traf beim einkaufen eine Bekannte die ich schon Jahre nicht gesehen habe und wir haben uns unterhalten. Dann kam wie ein Filmriss, ich weiß bis heute nicht , habe ich mich von ihr verabschiedet, habe ich sie stehen gelassen. Als bei mir der Film wieder lief stand ich einen Gang weiter und sie war nicht mehr zu sehen) das finde ich doch etwas beängstigend .



Eigentlich bin ich gestern ersteinmal glücklich nach Hause gefahren :"Hurra kein MS oder sonstige neurologische Pest" . Heute nach dem ich den Bericht mal gelesen habe bin ich nicht mehr so sicher was ich denken soll. Vielleicht bis zum 23. erstmal möglichst wenig, was manchmal leichter gesagt als getan ist.

Das war mein Bericht nach dem Abstecher in die Neurologie

Ich wünsche allen ein schönes erholsames Wochenende🌺
GeNeRaL (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von GeNeRaL (Archiv) »

hallo herzogin,



ja so fing es bei mir auch an, zumindest so ähnlich. die erste, auch die zweite LP zeigte nur eine sog. schrankenstörung an, dann scahute keiner mehr drauf!

nun habe ich einen entzündlichen liquor und eine myelitis :(



PS: lt. meinem arztbrief war nur der b2-glykoprotein-1 AK erhöht, was das zu bedeuten hat entzieht sich allerdings meiner kenntnis.
kletterrose (Archiv)
Beiträge: 322
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cardiolipid IgM-AK erhöht

Beitrag von kletterrose (Archiv) »

Hallo Herzogin



schön dass du zurück bist , nun versuch erst einmal zur Ruhe zu kommen. Dein Verdacht auf.... ist auch erst einmal zu verdauen und vielleicht ist deine empfundene Schwäche auch so zu begründen .

Die Cardiolipin AK kannst du aber auch einmal unabhängig noch vom Hämatologen kontrollieren lassen . Zum Rheumatologen gehst du ja bald. Hauptsache es wird gut im Auge behalten . Manchmal sind nicht immer gleich Laborwerte parat . Für mich ein Zeichen dass der empfundene IST Zustand nicht immer mit den passenden Laborwerten einhergeht, leider.... Alle Medis haben ja nicht nur eine Wirkung sondern eben auch Nebenwirkungen und es ist leider oft nicht vorhersehbar was daraus wird .

dir mun noch alles Gute



@ GeNeRaL





für dich noch etwas

Wann hat man Beta-2-Glykoprotein Antikörper im Blut und warum bestimmt man sie?

Beta-2-Glykoprotein Antikörper werden bei verschiedenen Erkrankungen im Blut gefunden (siehe weiter unten), am wichtigsten ist ihr Auftreten beim sogenannten Anti-Phospholipid-Syndrom (APS).

Und um dieses APS zu erkennen und zu beurteilen, bestimmt man Beta-2-Glykoprotein Antikörper im Blut.

Aber auch beim Vorliegen anderer Autoimmunerkrankungen (z.B. einem Lupus Erythematodes) kann die Bestimmung von Beta-2-Glykoprotein Antikörpern helfen, das Risiko einer Blutgefäßverstopfung abzuschätzen oder die Ursache einer bereits eingetretenen Verstopfung abzuklären.



dann kann ja deine Myelitis auch aus einer anderen Erkrankung entstanden sein ?? aber das müssen deine Ärzte herausfinden , alles andere wäre jetzt Spekulation.



auch dir einen schönen Tag informierst du dich auch im Myelitisforum ?
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