ich weiß nicht recht wie ich anfangen soll, aber zurzeit hilft mir glaube ich nichts mehr als die Meinung/der Vergleich/die Erfahrungswerte Gleichgesinnter und ich hoffe, der ein oder die andere kann mir auf meinem Weg ein paar Tipps geben.
Ich bin 23 Jahre alt und vor ein paar Wochen hat man endlich nach 16 Jahren festgestellt, dass ich TA habe. Jahre lang zu wissen, dass etwas mit dem eigenen Körper nicht stimmt, hat mich über die Jahre schon beunruhigt, aber man lernt damit zu leben und verdrängt Symptome oftmals. Auch im Nachhinein ist mir aufgefallen wie ich mir mein Leben die ganzen Jahre so gedreht habe, dass es passt. Bis es jetzt herausgekommen ist, ich therapiert werde und mit den Nebenwirkungen so gar nicht klar komme.
Zu Beginn der Therapie habe ich 250mg Cortison in Infusionsform bekommen, erst ein paar Tage lang, dann hat man begonnen das Teufelszeug langsam wieder zu reduzieren. Die ersten Tage und Wochen waren super, mir ging es blendend. Und nun, nach fast 8 Wochen komm ich gar nicht mehr richtig mit der Situation klar. Vielleicht zum einen weil ich nicht erkennen wollte, dass ich krank bin, einfach so weiter machen wollte wie zuvor und nun am Scheitern bin, zum anderen komm ich einfach mit den ganzen Nebenwirkungen nicht klar und ich weiß nicht mehr was ich machen soll.
Zu dem Cortison (bin jetzt bei 25 mg/tgl.), neben ganz vielen anderen Vitaminen, ASS, Antibiotika und Blutdrucksenkungsmittel werde ich mit einer leichten Chemo (Cyclophosphamid) bis November therapiert und bekomme zeitgleich aufgrund meines Alters Enantone zum Schutz der Eierstöcke injiziert. Auch wenn ich unendlich dankbar bin, dass ich nun weiß was es ist und wie man dagegen angeht, komm ich nicht weiter.
Seit ein paar Wochen habe ich total die Wassereinlagerungen im Gesicht, Hals und Bauch. Davon mal ab, versuche ich krampfhaft nicht zuzunehmen, was mir bisher gelang, obwohl ich kein Sättigungsgefühl mehr habe und die ganze Zeit essen könnte. Nur seit dieser Woche gelang mir das nicht mehr und mir hat die Waage doch einige Kilos hinzuaddiert. Mein Mondgesicht, der permanente Hunger, die Gewichtszunahme, oftmalige Übelkeit mit dem ein oder anderen Mal erbrechen, Migräneanfälle und nächtliche Beinkrämpfe, starke Konzentrationsschwächen machen mich richtig wahnsinnig und depressiv. Schlaf Fehlanzeige, Antriebslosigkeit 100 % ... und mein Bluthochdruck ist wieder da, was ich nächste Woche mal mit dem Arzt abklären muss. (Nehme auch ganz minimal Ramipril)
Mit Ablauf der Chemotherapie, soll dann weiterhin ein Immunsuppressivum wie Azathioprin gegeben werden.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir berichten?
Nehmen die Nebenwirkungen mit dem reduzieren des Cortisons wieder ab?
Habt ihr irgendwelche Tipps was man dagegen tun kann?
Habe es schon mit Sport (zügiges Bahnenschwimmen) versucht, aber finde nicht den richtigen Ausgleich.
Welcher Sport ist denn noch zu empfehlen, bei dem man auf seine Knochen achten und große Menschenmengen vermeiden kann?
Hat jemand einen guten Ausgleich gefunden?
Ich weiß es gibt schlimmere Krankheiten und Abläufe, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist mir das zu viel.