Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Ralf N (Archiv)
Beiträge: 435
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Beitrag von Ralf N (Archiv) »

Moin moin allerseits,



je mehr ich mich mit dem Thema Ernährung befasse desto unsicherer werde ich...

Ist einfach zu widersprüchlich:

- Cholestrin vermeiden ('böses')

- Zucker vermeiden (wegen Hebung des Blutzuckers durch Prednisolon/Kortison)

- Eiweiss wegen Niereninsuffizienz nur geringe Mengen

- ...

unterm Strich finden sich da kaum noch Lebensmittel die alle Kriterien erfüllen, es sei denn man kaut Stroh (oder so).

Dabei ist die Lebensqualität durch den Wegener sowieso schon im Eimer.

Zu allem Überfluss ist meine GöGa auf Abnehmen (schlankr.de) und ihr selbstgebackenes Brot (mit 5 Eiern!) ist auch nix für meine Nieren...

Daher habe ich mich vegetarisch orientiert - ein Dampfgarer musste her fürs Gemüse, Kartoffeln und Gemüse würden zum Mittag schon reichen - aber GöGa kann keine Kartoffeln...

Ingwer und Grapefruit habe ich generell gestrichen (auch meine geliebten YOGI-Tees :(( ) wehen der Immunstärkung. Damit wird die Streichliste nöch größer.

Wenn man sich die Inhaltsangaben auf den Packungen ansieht fehlen auch wieder viele genaue Angaben (Stichwort Gewürze und Gewürzextrakte oder Aromen).

Somit landen wir bei den teuren BIO - Waren.

Fleischersatz ist auch nicht einfach: Soja meide ich wegen der Genveränderungen, Tofu schmeckt nach gar nix - bleiben dann nur noch Lupine, Saitan und CousCous etc.

Wenigstens die Nudeln gehen noch (leckeres Hüftgold!).

Daher einfach nicht zu bärbeissig rangehen, einmal die Woche Fleisch (wenn möglich nicht vom Schwein, aber die Industrie haut das sogar in Hirschsalami und Gemüsefrikadellen massig mit rein) ist immer drin und zweimal Fisch geht auch gut.

Bewegung ist toll, aber nur wenn man das kann - der Tip aus dem Adminlink 'Treppensteigen' ist super - wenns noch geht. Früher bin ich Gebirgsmarathon gelaufen, noch im November konnte ich die 4 Etagen zum Büro flott nehmen, doch jetzt keuche ich schon nach 6 Stufen wie ein Blasebalg...

Gartenarbeit geht auch kaum noch - ist ja schon alles fein gemacht und die Schönwetterperide ist vorbei, selbst die Katze will derzeit nicht nach draussen.

Positiv: Gestern habe ich nach langer Zeit eine Fahrradtour gemacht und das geht besser als das Laufen mit den tauben Beinen (PNP vom Endoxan oder der Vasku?).

In den letzten 3 Tagen schwankte mein Gewicht um 2 Kilos - war wohl wieder wegen des Wassers. Aber nachdem ich über 10 Kilo in der Klinik abgenommen hatte habe ich nur 2 Kilo mehr (heute 87,5 bei 1,8 Grösse!).

Irgendwo haben wir alle das gleiche Problem - der eine mehr davon der andere mehr vom anderen...

Also macht so gut Ihr könnt und verliert nicht die Freude am (noch irgendwie) Leben...

LG

Ralf
Ferranova (Archiv)
Beiträge: 106
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Beitrag von Ferranova (Archiv) »

Hallo Marc,

vielen Dank, ja, das Weizenmehl sollte ich auch mal aufgeben. Ich glaube das mit Vollkorn und Dinkel ist eine gute Idee.

Mein größtes Problem ist leider immer noch das Rauchen und das, obwohl ich eine Manifestation der Krankheit in der Lunge hatte.

Ich muss einfach aufhören damit.

Ich glaube was mich immer noch etwas abschreckt ist die ( vermutliche ) Gewichtszunahme.

Auch wenn ich in einem Jahr wahrscheinlich wieder abnehme, das ist momentan kein großer Trost.

Fisch esse ich auch sehr gerne, allerdings ist es nicht ganz so leicht und auch nicht gerade günstig, frischen Fisch zu organisieren.

Das Vitamin D 3ist ja im eigentlichen Sinne auch nicht wirklich ein Vitamin, da es im Körper physiologisch als Vorstufe vorhanden ist und durch die UVB Strahlung in Cholecalciferol, oder Vitamin D3 umgewandelt wird.

Dann erfolgt eine Umwandlung in der Leber und letztendlich wird es in der Niere dann zum aktiven Calcitriol umgewandelt, welches den Calcium Haushalt und damit indirekt auch die Phosphat Ausscheidung steuert.

Und Du hast natürlich völlig Recht, Zivilisationskrankheit, früher waren die Menschen viel mehr an der Sonne.

Alkohol trinke ich schon seit 2 1/2 Jahren keinen Tropfen mehr, weil ich Schmerzpatient bin und der Alkohol sich gar nicht mit den Opioiden verträgt.

Beim letzten Mal wurde mir so schlecht, dass ich seitdem nie wieder etwas getrunken habe....sonst hätte ich das wahrscheinlich schon....

Lieben Gruß und Danke schön,

Ferrad
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Ich denke, man kann sich da ganz schön in was reinsteigern. Manche Ernährungsempfehlungen in den Medien finde ich schon grenzwertig fundamentalistisch.

Meine kleine private Meinung ist, nach reichlicher Recherche und dem Verdauen immer neuerer Nachrichten (letzte Woche berichtete die Süddeutsche Zeitung von mehreren wiss. Studien, die den angeblichen Nutzen von Omega 3 Fettsäuren nicht bestätigen konnten: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/fischoel-zur-infarkt-vorbeugung-maer-aus-dem-meer-1.1948697), dass die Nahrung allein kein gravierendes Heilmittel sein kann, sondern eher was mit Wohlbefinden an sich zu tun hat.

Aber um dem gröbsten Missbrauch vorzubeugen, halte ich mich an diese Grundsätze (aus "Lebensmittel" von Michael Pollan, Goldmann 2013)



Iss frische Lebensmittel!

Iss nicht zu viel!

Iss immer an einem Tisch!

Vermeide Nahrungsmittel mit Inhaltsstoffen die

a) dir selbst unbekannt sind!

b) unaussprechbar sind!

c) mehr als fünf an der Zahl sind!

Vermeide Nahrungsmittel, die gesundheitsbezogene Versprechen machen!

Zahle mehr, iss weniger!

Vermeide Lebensmittel, die du aus der Fernsehwerbung kennst!
kalle (Archiv)
Beiträge: 211
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Beitrag von kalle (Archiv) »

Hallo, ich habe bestimmt 4-5 Jahre auf alles geachtet, wenig Salz, weinig Eiweis, null Alkohol usw.... seit über 2 Jahren esse ich alles und trinke abends auch mal ein Bier. Meine Blutwerte haben sich nicht verschlechtert im Gegenteil.
Christine (Archiv)
Beiträge: 758
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Beitrag von Christine (Archiv) »

... wenn man ein bißchen bewußt isst und das Genießen nicht vergißt, kann man doch nicht soo falsch liegen, oder?

Man kann natürlich auch auf alles verzichten- und was bleibt dann an Lebensqualität?

Hab ich keine Lust drauf-

Gute Nacht, schlaft gut!

Christine
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Beitrag von S. (Archiv) »

Neulich in einer TV-Sendung mit Ernährungswissenschaftlern:



Ein größerer Teil der Menschen in Deutschland können Vollkorn garnicht adäquat verstoffwechseln. Ihnen nützt es also garnichts, darauf umzustellen. Sie können besser bei Weizenmehl, und dann auch noch Nicht-Vollkorn-Weizenmehl bleiben, weil es ihren Körper weniger belastet.



So, und nu sind wir alle ein Stück weiser und wissen noch weniger, was tun, oder? ;-))))
Ralf N (Archiv)
Beiträge: 435
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Beitrag von Ralf N (Archiv) »

:)) heute morgen war ich mit meiner Zahnbürste auf der Waage - die Zahnbürste (das fette Schwein) hatte schon wieder drei Kilo zugenommen ;))

Also nicht alles zu ernst nehmen, wenn ich dem dicken alten Sack morgends im Spiegel zulaechle lächelt der doch glatt zurück...

LG Ralf
Meerschwester (Archiv)
Beiträge: 744
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Vaskulitis/ Autoimmunerkrankungen und Ernährung

Beitrag von Meerschwester (Archiv) »

Ahhh, die Zahnbürste ist es! Hab ich mir's doch gedacht. Die darf demnächst nicht mehr auf die Waage. Ich habe bei mir allerdings die Brille im Verdacht. Die wird auch jeden Tag schwerer :-))))

LG Meerschwester
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