gerne möchte ich mit euch meine Geschichte teilen. Seit Mitte Dezember lese ich hier viel mit und konnte einiges mitnehmen. Zur Info: bin 25 Jahre jung, Nichtraucherin, führe ein ganz aktives und gesundes Leben. Ich wohne in Frankfurt am Main. Ich freue mich, wenn ihr mir vA bei der Facharzt Suche helfen könnt.
Im Oktober 2019 wurde ich plötzlich sehr krank, eine kräftige Grippe. Zum Arzt ging ich nicht, da die Zeit durch einen Trauerfall überschattet war und ich in zwei Projektabgaben steckte. Das war blöd, da es mir Mitte November nochmals schlechter ging. Ich hatte zwar kein Fieber o.Ä., war aber extrem matt, abgeschlagen. Meine Hausärztin vermutete ein Pfeiffersches Drüsenfieber, der Verdacht wurde aber mittels Blutabnahme widerlegt. Dennoch schrieb sie mich zwei Wochen krank, damit ich mich erholen kann. Das half sehr.
Mitte Dezember entdeckt ich dann plötzlich einen seltsamen Ausschlag an den Fußknöcheln. Erst nicht beachtet, nach einer Woche wurde es aber mehr, und erstreckte sich komplett über die Waden, vereinzelt bis zum Po hoch. Meine Hausärztin wies mich sofort in die Dermatologie der Uniklinik Frankfurt ein, mit Verdacht auf Gefäßkrankheit. Der Verdacht wurde dort bestätigt, mir wurde wieder Blut abgenommen, Urinprobe, Gewebeprobe. Ich wurde nach Hause geschickt mit Kortison und Magenschutz. Laut der dort behandelten Ärztin durfte ich alles machen - arbeiten, Sport - und wurde nicht krankgeschrieben.
Das Kortison verschaffte Besserung. Der Ausschlag ging zurück, es kamen zwar vereinzelt Punkte, aber nicht viele. Die Nachkontrolle am 2. Januar war auch fein. Die Vaskulitis schien bei mir Infektbedingt ausgelöst zu sein, da der Antistreptolysin Wert im Dezember bei 800 lag. (Ref <200)
Am 3. Januar ging dann schlagartig bergab. Ich war den Tag über unterwegs. Meine Beine sind extrem angeschwollen, der Ausschlag war so massiv da, dass man keine normale Haut mehr sah, wurden heiß und taten extrem weh, Schmerzen in den Gelenken. Wieder zur Dermatologie in der Uniklinik, dort wurde ich dann sofort stationär aufgenommen. Es gab wieder Kortison (100-70-3x50-3x30), tägliche Wickel mit anfänglich Kortisonsalbe. Der Zustand verbesserte sich rapide. Seit Donnerstag bin ich wieder daheim, mit Kortison (bin jetzt bei 20mg) und Kompressionsstrümpfen (bis zur Kniekehle). Auch wenn es hieß, dass ich alles machen dürfe, liege ich grad viel. Mich belastet die Diagnose.
Seit gestern sind sie wieder da: die Pünktchen. An den Oberschenkel und am Gesäß, auch nicht wenige. Nicht so schlimm wie beim letzten Schub, aber ja. Ich will ungerne wieder in die Uniklinik, da ich mich dort nicht allzu gut beraten fühlte seitens der Ärzte. Auch wurde der Antistreptolysin Wert bei meinem jetzigen stationären Aufenthalt nicht nochmal geprüft, obwohl das die Empfehlung seitens der anderen Fachärzte war.
Ich würde gerne einen kompenten Facharzt aufsuchen. Ich verstehe nicht, warum ich grad wieder einen Schub habe und wie das ganze überhaupt weitergehen wird. Bei meiner Recherche bin ich auf die Praxis Endokrinologen Dr. Santen, Dr. Engelbach gestoßen, die auch eine Rheumatologische Fachabteilung haben. Hat jemand Erfahrungswerte mit dieser Praxis? Leider habe ich kein Auto, bin also nicht allzu flexibel.
Ich freue mich über eure Kommentare und Antworten. Das Forum hat mir schon sehr viel gebracht im Verständnis um die Krankheit.