Moin,
habe heute mal in meine Laborwerte schauen können und dabei ist mir aufgefallen dass da erhebliche Schwankungen bei den cANCA Werten sind: Zwischen 1:80 bis zu 1:320.
Weiss einer, was das bedeutet?
Ich habe immer wieder den Eindruck dass bei gewissen Anlässen (Stress z.B.) Krankheitsaktivitäten verstärkt auftreten (Gelenkschmerzen und Blut aus der Nase), aber nach einiger Zeit normalisiert sich das wieder...
Übrigends auch eine gute Nachricht: Bei der heutigen Visite habe ich mal nach der Behandlungsgenehmigung der Südstadtklinik gefragt, die sollte ja Ende des Monats auslaufen.
Die Ambulanz darf eingeschränkt weiter behandeln, vor allem Kollagenosen und Vasculitiden.
In einem Vierteljahr beginnt dann das Spielchen mit der Genehmigung von Neuem.
Wenigstens kann ich erstmal bei den Rheumatologen meines Vertrauens bleiben!
LG aus der Tagesklinik
Ralf
Wer kennt sich mit cANCA's aus?
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Ralf N (Archiv)
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Ingeborg
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Re: Wer kennt sich mit cANCA's aus?
Lieber Ralf,
auch wenn ich nicht sagen kann, mich mit Anca auszukennen, so möchte ich doch sagen: wenn sich der c-Anca-Titer bei Dir im Rahmen von 1:80 bis 1:320 bewegt, halte ich das nicht für sehr dramatisch. Wahrscheinlich wird der Normwert <1:80 lauten, somit wäre der Titer um das 2- 3-fache erhöht (es wird immer verdoppelt, also 1:80, 1:160, 1:320, 1:640 usw.). Es gibt Meinungen, dass der Titer mit der Krankheitsaktivität korreliert. Lt. Prof. Reinhold-Keller soll dies bei 1/3 der Patienten der Fall sein bzw. eine Steigerung einer Krankheitsaktivität um Wochen oder Monate vorangehen.
schau auch bei: www.labor-enders.de/164.html
Wenn auch Schwankungen höchstwahrscheinlich immer vorkommen, so würde ich an Deiner Stelle aber doch fortlaufende Steigerungen oder gar Steigerungssprünge im Auge behalten, um schnell reagieren zu können. Bei mir meine ich festgestellt zu haben, dass nach einer stärkeren Steigerung dann doch ein Schub folgte. Der machte dann wieder hohes Corti erforderlich, was aber auch nicht so gesund sein soll:-)
Und übrigens: Streß ist überhaupt NICHT gut, kann ebenfalls einen Schub triggern. Das stelle ich auch bei mir fest. Also, am besten schön gemütlich, positiv im Teflon-Modus, so etwa: Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeiffen lassen (Don Bosco).
Danke für die Info zur Ambulanz, wo Du gut aufgehoben bist.
Alles Gute,
Ingeborg
auch wenn ich nicht sagen kann, mich mit Anca auszukennen, so möchte ich doch sagen: wenn sich der c-Anca-Titer bei Dir im Rahmen von 1:80 bis 1:320 bewegt, halte ich das nicht für sehr dramatisch. Wahrscheinlich wird der Normwert <1:80 lauten, somit wäre der Titer um das 2- 3-fache erhöht (es wird immer verdoppelt, also 1:80, 1:160, 1:320, 1:640 usw.). Es gibt Meinungen, dass der Titer mit der Krankheitsaktivität korreliert. Lt. Prof. Reinhold-Keller soll dies bei 1/3 der Patienten der Fall sein bzw. eine Steigerung einer Krankheitsaktivität um Wochen oder Monate vorangehen.
schau auch bei: www.labor-enders.de/164.html
Wenn auch Schwankungen höchstwahrscheinlich immer vorkommen, so würde ich an Deiner Stelle aber doch fortlaufende Steigerungen oder gar Steigerungssprünge im Auge behalten, um schnell reagieren zu können. Bei mir meine ich festgestellt zu haben, dass nach einer stärkeren Steigerung dann doch ein Schub folgte. Der machte dann wieder hohes Corti erforderlich, was aber auch nicht so gesund sein soll:-)
Und übrigens: Streß ist überhaupt NICHT gut, kann ebenfalls einen Schub triggern. Das stelle ich auch bei mir fest. Also, am besten schön gemütlich, positiv im Teflon-Modus, so etwa: Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeiffen lassen (Don Bosco).
Danke für die Info zur Ambulanz, wo Du gut aufgehoben bist.
Alles Gute,
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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jens (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Wer kennt sich mit cANCA's aus?
Hallo Ralf,
mir wurde mal erklärt, dass allein der Anca-Wert nicht unbedingt mit der Krankheitsaktivität zusammen hängen muss. Der Normwert im Südstadtklinikum liegt bei 1/10 soweit ich weiß. Schwankungen sind nicht so dramatisch solange sie nur eine Stufe steigt. Wenn er z.b von 1/20 auf 1/80 also um zwei Stufen steigt, sollte man es wohl beobachten.
Ich selber hatte über Jahre immer Ancas zwischen 1/640 und 1/1280 und mir ging es gut damit. Also keine Panik....
Was Stress betrifft da hat Ingeborg sicherlich Recht. Hilfreich ist er sicher nicht.
Zur Rheumaambulanz, da dachte ich das die Einzelermächtigungen über 2 Jahre gehen. Danke für die Info mit den 3 Monaten. Hoffe der Spuk hat da endlich mal ein Ende, so dass sich die Ärzte mit ihrer eigentlichen Arbeit beschäftigen können.
LG Jens
mir wurde mal erklärt, dass allein der Anca-Wert nicht unbedingt mit der Krankheitsaktivität zusammen hängen muss. Der Normwert im Südstadtklinikum liegt bei 1/10 soweit ich weiß. Schwankungen sind nicht so dramatisch solange sie nur eine Stufe steigt. Wenn er z.b von 1/20 auf 1/80 also um zwei Stufen steigt, sollte man es wohl beobachten.
Ich selber hatte über Jahre immer Ancas zwischen 1/640 und 1/1280 und mir ging es gut damit. Also keine Panik....
Was Stress betrifft da hat Ingeborg sicherlich Recht. Hilfreich ist er sicher nicht.
Zur Rheumaambulanz, da dachte ich das die Einzelermächtigungen über 2 Jahre gehen. Danke für die Info mit den 3 Monaten. Hoffe der Spuk hat da endlich mal ein Ende, so dass sich die Ärzte mit ihrer eigentlichen Arbeit beschäftigen können.
LG Jens
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Ralf N (Archiv)
- Beiträge: 435
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Wer kennt sich mit cANCA's aus?
Danke für Eure Informationen.
Mal schauen, was die Diagnostik noch bringt - heute war MRT Nasennebenhöhlen. Morgen wird dann hoffentlich bei der Visite ein Ergebnis vorliegen.
LG
Ralf
Mal schauen, was die Diagnostik noch bringt - heute war MRT Nasennebenhöhlen. Morgen wird dann hoffentlich bei der Visite ein Ergebnis vorliegen.
LG
Ralf
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Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Wer kennt sich mit cANCA's aus?
Hi Ralf,
habe zufällig gestern noch dies gelesen:
"Bei ANCA-assoziierten Vaskultiden muss ein Anstieg des ANCA-Titers um mehr als 2 Titerstufen als Warnhinweis auf eine möglicherweise zunehmende Krankheitsaktivtät gesehen werden. Ob ein hochsignifkanter Anstieg des ANCA-Titers auch bei asymptomatischen Patienten eine prophylaktische Intensivierung der Therapie rechtfertigt, wird derzeit kontrovers diskutiert."
Quelle: http://dgrh.de/?id=1664
-zu lesen unter Aktivitäts-assoziierte Laborparameter
Grüße
habe zufällig gestern noch dies gelesen:
"Bei ANCA-assoziierten Vaskultiden muss ein Anstieg des ANCA-Titers um mehr als 2 Titerstufen als Warnhinweis auf eine möglicherweise zunehmende Krankheitsaktivtät gesehen werden. Ob ein hochsignifkanter Anstieg des ANCA-Titers auch bei asymptomatischen Patienten eine prophylaktische Intensivierung der Therapie rechtfertigt, wird derzeit kontrovers diskutiert."
Quelle: http://dgrh.de/?id=1664
-zu lesen unter Aktivitäts-assoziierte Laborparameter
Grüße
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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Kati (Archiv)
- Beiträge: 54
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Wer kennt sich mit cANCA's aus?
Hallo Ralf,
also ich hatte schon bei gleicher Diagnose wie Du extrem hohe Ancas und war dabei in Vollremission, genauso auch umgekehrt niedrige Ancas und trotzdem einen Schub.
Bei mir machen sich da eher der CRP und die Leukos mit ansteigenden Werten bemerkbar..
Gruß
Kati
also ich hatte schon bei gleicher Diagnose wie Du extrem hohe Ancas und war dabei in Vollremission, genauso auch umgekehrt niedrige Ancas und trotzdem einen Schub.
Bei mir machen sich da eher der CRP und die Leukos mit ansteigenden Werten bemerkbar..
Gruß
Kati