Hallo ihr Lieben!
Bin im Zuge meiens Leidensweges auf euer Forum gestoßen und hoffe hier auf Tipps und Information, ob meine "Beschwerden" von einer Vaskulitis herrühren könnten bzw. was ich tun kann ...
Zur Vorgeschichte:
Ich habe eine diagnostizierte heterozygote APC-Resistenz und hatte im Dezember 2002 eine Thrombose im rechten Bein. - Musste dann ein halbes Jahr Marcoumar nehmen, dann war alles rekanalisiert und ich konnte mit Marcoumar wieder aufhören.
Aber es begannen diffuse Schmerzen. Kribbeln in den Beinen, Depressionen, Rückenschmerzen, Kpfschmerzen ... und dann im Oktober 2004 der Verdacht eines Herzinfarktes, der sich aber zum Glück nicht bestätigte. Kontrolluntersuchungen (insbesondere eine MR die Läsionen im Gehirn hervorbrachte) ließ erstmals den Verdacht auf Vasculitis in einem Befund auftauchen.
Psychisch ging es mir ja sowoeso schlecht (Angst, Schmerzen in Gliedmaßen, Muskeln, Gelenken, vor allem aber im Bereich Leiste bis Hoden und überhaupt: besonders die rechte Körperhälfte von oben bis unten ...)
Dutzende Ärtzte und Untersuchngen habe ich hinter mir. Meine Rheumafaktoren sind in Ordung, die Schilddrüse auch, eine PET Untersuchung wurde sogar gemacht, alles mehr oder weniger ohne Befund. Einzig und allein: Ich habe im letzen Jahr immer weniger Neutrophile Granuli im Blut
Vor eine Monat etwa waren die Werte bei:
Neutrophile Gran. ..................... 36% (Norm: 48 - 75%)
Neutroph. Gran. absolut ........... 1872 (Norm: 1920 - 7500)
hingegen:
Lymphozyten ........................... 54% (Norm: 20 - 47%)
Lymphozyten absolut .............. 2808 (Norm: 800 - 4700)
Nun einen Monat später sind die neutrophilen weiter dramatisch gesunken:
Neutrophile ................... 32% (von 5.150 Leukos)
Lymphozyten ................ 58% (von 5.150 Leukos)
Die FACS Analyse zeigt keinen pathologischen Befund.
Und ich habe zu viel Bilirubin im Blut (2,48)
Meine Frage ist nun: Können alle meine Voruntersuchungen (inkl. Rheuma und negative Autoimmuninformationen "Auto AK Profil inkl. aller muskelspezifischen Parameter sowie die Immunglob. quant. sind unauffällig") eine Vaskulitis ausschließen oder könnte das immer noch zutreffen.
Bin sehr ratlos und würde gerne meine Schmerzen (die "aushaltbar" aber unglaublich lebenseinschränkend sind und immer mal wo anders auftreten), meine negative Stimmung, mein Ohrensausen usw. usw. gerne wieder los werden.
Zwei Anmerkungen noch:
1) Sorry für diesen langen Beitrag
2) Ich habe die Seite aufmerksam durchgelesen (insbesondere die Berichte der Betroffenen) und ich habe dazu im Vergleich ja fast ein schlechtes Gewissen, weil es mir schlussendlich nicht sooo schlecht geht. Und ich hoffe, ihr habt dennoch Verständis und ein offenes Ohr für meine Probleme. - Ich denke aber ganz fest an euch und schicke euch ein Licht, das euer Leben erhellen möge, bis ihr alle eure Krankheit besiegt habt.
Herzlichst
Midlife
Könnte ich an Vaskulitis leiden?
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Midlife (Archiv)
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Könnte ich an Vaskulitis leiden?
Hallo, also so einen konkreten Hinweis auf eine Vaskulitis kann ich zumindest auf die Ferne nicht erkennen....Die wechselnden Werte für die Untergruppen der Leukozyten sind nicht ungewöhnlich, bis hin zur Tageszeit der Blutentnahme spielt da rein. Wichtig ist, dass die sog. Facs-Analyse, also eine weitere Unterdifferenzierung weißer Blutzellen in Ordnung ist.
Alles Gute!
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Alles Gute!
PD Dr Eva Reinhold-Keller
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midlife (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Könnte ich an Vaskulitis leiden?
Liebe Frau PD Dr Reinhold-Kelle!
Vielen, herzlichen Dank für Ihre rasche - und doch auch erleichternde - Information.
Wie Sie wohl aus meinen Zeilen herausgelesen haben, regiert einwenig die Verzweiflung in mir und in meinem Umfeld, weil ich schlicht nicht mehr der bin, der ich mal war.
Haben Sie einen rat an welche Art von Mediziner/in ich mich wenden kann, damit ich endlich rausfinde ob ich mich mit mir körperlich oder psychisch oder beides auseinadesetzen muss, um wieder "in Tritt" zu kommen und wieder Lebensfreude zu haben. (Die körperlichen Symptome sind wirklich unerträglich und lähmend ...)
Beim Therapeuten war ich schon und eine Ärtzerally habe ich schon deit 1 1 /2 Jahren. Irgendwie "reicht" es mir, aber zugleich finde ich auch kein Ufer, wo ich mich anhalten und aufrichten kann (da jeder Arzt - und selbst das nur in seinem Fachbereich - auf Symptomsuche aber nicht auf Lösungssuche ist).
Verzeihen Sie einmal mehr diesen langen Beitrag, der tatsächlich lächerlich wirkt im Vergleich zu dem Leidensdruck, den die anderen Forenmitlgieder haben. Jedoch subjektiv leide ich ebenso lebensbeeinträchtigend.
Herzlichst & und schon sehr verzweifelt & ebenso ratlos
Midlife
Vielen, herzlichen Dank für Ihre rasche - und doch auch erleichternde - Information.
Wie Sie wohl aus meinen Zeilen herausgelesen haben, regiert einwenig die Verzweiflung in mir und in meinem Umfeld, weil ich schlicht nicht mehr der bin, der ich mal war.
Haben Sie einen rat an welche Art von Mediziner/in ich mich wenden kann, damit ich endlich rausfinde ob ich mich mit mir körperlich oder psychisch oder beides auseinadesetzen muss, um wieder "in Tritt" zu kommen und wieder Lebensfreude zu haben. (Die körperlichen Symptome sind wirklich unerträglich und lähmend ...)
Beim Therapeuten war ich schon und eine Ärtzerally habe ich schon deit 1 1 /2 Jahren. Irgendwie "reicht" es mir, aber zugleich finde ich auch kein Ufer, wo ich mich anhalten und aufrichten kann (da jeder Arzt - und selbst das nur in seinem Fachbereich - auf Symptomsuche aber nicht auf Lösungssuche ist).
Verzeihen Sie einmal mehr diesen langen Beitrag, der tatsächlich lächerlich wirkt im Vergleich zu dem Leidensdruck, den die anderen Forenmitlgieder haben. Jedoch subjektiv leide ich ebenso lebensbeeinträchtigend.
Herzlichst & und schon sehr verzweifelt & ebenso ratlos
Midlife
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Stefan (Archiv)
- Beiträge: 45
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Könnte ich an Vaskulitis leiden?
Hi Midlife,
jedes leiden ist mies und versuche erst gar nicht Deine Leiden mit denen andere zu vergleichen,denn DU leidest damit und deswegen muß schnellst möglich eine Lösung her.Wie immer diese auch aussieht.Leider kann ich Dir nur ein paar tröstenden Worte zu Seite stellen,doch bin icvh mir sicher,das Duauch die richtige Antwort auf Deine Fragen bekommst.Also, nicht den Kopf hängen lassen,denn dann gewinnt Deine Krankheit und das wollen weder DU noch Deine Freunde,oder??
Liebe Grüße Stefan
jedes leiden ist mies und versuche erst gar nicht Deine Leiden mit denen andere zu vergleichen,denn DU leidest damit und deswegen muß schnellst möglich eine Lösung her.Wie immer diese auch aussieht.Leider kann ich Dir nur ein paar tröstenden Worte zu Seite stellen,doch bin icvh mir sicher,das Duauch die richtige Antwort auf Deine Fragen bekommst.Also, nicht den Kopf hängen lassen,denn dann gewinnt Deine Krankheit und das wollen weder DU noch Deine Freunde,oder??
Liebe Grüße Stefan