Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Stephanie (Archiv)
Beiträge: 5
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von Stephanie (Archiv) »

Hallo,

ich schreibe heute hier zum ersten Mal.

Ich bin seit 30 Jahren am Churg-Strauss-Syndrom erkrankt und war mit immunstärkenten Vitaminen immer etwas zurück gehalten. Weil ich von verschieden Ärzten wegen ihrer immunstärkenden Wirkung, gewarnt wurde. Nun liest man immer wieder von Vitamin C Infusionen bei Autoimmunerkrankungen, hat irgendwer damit Erfahrungen damit.
Frosch (Archiv)
Beiträge: 416
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von Frosch (Archiv) »

Churg Strauss hat als Auslöser vermutlich eine Allergie

http://berlin.immanuel.de/abteilungen/innere-medizin-rheumatologie-und-klinische-immunologie/leistungen/krankheitsbilder/churg-strauss-syndrom/



Ich habe nicht Churg Strauss - Eosinophile sind bei mir ok. - aber der Auslöser ist klar allergisch.



Ich bilde mir ein, dass antihistamin, antioxidanz Ernährung bei mir hilft - da gehört Vitamin C mit dazu.



Da gehört aber auch ganz einfach viel Trinken mit dazu - das verdünnt das Histamin.



http://www.histaminfreileben.de/natuerliche-antihistaminika/



Das mit der Vitamin C Infusion würde ich allerdings nicht machen - was soll der Körper mit einer Menge anfangen, die er nicht verarbeiten kann.
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von Ingeborg »

Hallo Stephanie,

also, ich habe noch nirgendwo davon gelesen, dass man bei Autoimmunerkrankungen Vitamin C Infusionen gibt. Doch muß ich zugeben, dass ich mich mit meiner GPA (Wegener´s) nicht vorrangig mit Vitaminen beschäftige, um der Erkrankung 'beizukommen'. Es gibt wohl neben dem schulmedizinischen Ansatz, der eben besagt, dass ein überschießendes Immunsystem gedämpft werden muß, um die aufflammenden Entzündungen zu mindern, keinen plausiblen Ansatz, mit nur natürlichen Mitteln diesen Erkrankungen wirkungsvoll zu begegnen. Das hätte sich herumgesprochen. Wenn Du der Ansicht bist, mit Vitamin C Infusionen die Krankheit in Schach halten zu können, rate ich davon ab.



Etwas anderes ist, dass "wir", so denke ich, durch Streß infolge der Erkrankung und der Medikamente, mehr auf eine Ausgewogenheit des Stoffwechsels pp. angewiesen sind. Heißt in diesem Zusammenhang: auf ein Mehr an Antioxidantien angewiesen sind als Gesunde. Dazu gehört eben auch Vitamin C, es also in einer verträglichen Dosis zu nehmen, so dass es nicht das Immunsystem unerwünscht in Fahrt bringt, jedoch mithilft, das Gift im Körper zu mildern. Dabei ist wahrscheinlich die Aufnahme direkt ins Blut besser.



Ich nehme täglich -neben Gemüse und Obst- etwas Ascorbinsäure als Nahrungsergänzung hinzu. Gleichzeitig bewirkt dies, dass Eisen, das ich zeitweise auffüllen muß, besser aufgenommen werden kann.

LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Frosch (Archiv)
Beiträge: 416
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von Frosch (Archiv) »

Es lohnt sich schon, mit Ernährung zu experimentieren, allerdings ist das sehr schwierig und sehr individuell.



z.B. wird Gluten mit Autoimmunkrankheiten und Rheuma in Verbindung gebracht.



Nahrungsergänzungsmittel können Nebenwirkungen haben. Ich lasse daher die Finger davon.



Das Problem mit den Studien zu Vaskulitis ist, dass die Zahl der untersuchten Patienten meist sehr gering und nicht unbedingt vergleichbar ist. Es ist eben eine relativ seltende Erkrankung. Die Klassifikationen stimmen z.T. auch nicht, sind einfach historisch entstanden - der Herr Wegener kannte ANCA nicht, d.h. was heute als GPA diagnostiziert wird ist nicht unbedingt das, was Wegener beschrieben hat und C-ANCA assoziiert und GPA sind nicht ungedingt dasselbe. Empfehlungen sind daher statistisch - wirkt bei der Mehrzahl der Patienten - im Einzelfall kann aber etwas völlig anderes passieren.



Was eine Vitamin-C Infusion im Einzelfall auslöst, weiß keiner.
slenny (Archiv)
Beiträge: 436
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von slenny (Archiv) »

Liebe Fories,

über Vitamin C Gaben als Prophylaxe gegen Grippe und Erkältung hat es doch hier im Forum Posts gegeben. Vielleicht ist das gemeint, dass Menschen mit Autoimmunerkrankungen mit Vitamin-C-Infusionen sich gegen Grippe schützen sollten. Gegen die rheumatische Erkrankung wird es wohl nicht helfen, da stimme ich Ingeborg zu.

Alles Gute euch wünscht slenny
Stephanie (Archiv)
Beiträge: 5
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von Stephanie (Archiv) »

Vielen Dank für die Antworten,

sie bestätigen meine Vorsicht, wenn es um zu gesunde Sachen geht.

Gibt es denn einen genauen Richtwert, wieviel an immunstärkenten Vitaminen ich, mit einer Autoimmunerkrankung, zu mir nehmen darf. Wenn ich mich nämlich gesund ernähre, wie es für den "normal Bürger" empfohlen wird, gehen immer gleich die Eosinophilen hoch und ich fühle mich wieder krank.

Darum war ich so erstaunt wie das über die Vitamin C Infusionen gelesen habe, hatte aber die Hoffnung dadurch irgendwelche Dosisempfehlungen für Vitamin C rauszufinden.



Ich habe im Februar angefangen wenigstens Brot durch Glutenfreies zu ersetze und ich fühle mich gut damit.

Durch das Kortison und Immunsuppressiva spielte mein Darm oft total verrückt, das ist nun nicht mehr der Fall.
Frosch (Archiv)
Beiträge: 416
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von Frosch (Archiv) »

Du kannst eine Eliminationsdiät ausprobieren.



Aber mach es - wie hier beschrieben - nur mit einem Arzt



http://www.praxis-dr-hess.de/therapie/eli-all.htm
slenny (Archiv)
Beiträge: 436
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von slenny (Archiv) »

Ich habe kürzlich einen Artikel über begleitende Maßnahmen bei Chemotherapien gelesen. Eine Betroffene erzählte, dass sie viel von einem speziellen Tee getrunken hat. Sie verlor ihre Haare nicht. Da wir auch mit Zytostatika -MTX- behandelt werden, hab ich es mal ausprobiert und dazu noch eine bestimmte Heilerde als Leberschutz. Ich trinke seither 1l tgl. und spüre weniger NW vom MTX. Wenn ihr es ausprobieren wollt, schicke ich euch Einzelheiten per PN. Alles Gute wünscht slenny
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von Ingeborg »

Hi Stephanie,

nein, mir ist ein genauer Richtwert, wieviel Immunstärkung unter Immunsuppression man sich zumuten kann/darf, nicht bekannt. Ich glaube auch nicht, dass eine fundierte Aussage dazu irgendwo zu lesen sein wird. Das wird meiner Meinung nach davon abhängig sein, in welchem Maß das Immmunsystem heruntergefahren ist, das wiederum davon, welches Medikament auf welchen (individuellen) Körper trifft, aber vor allem auch, wie aktiv die Erkrankung ist. Nach meinem Dafürhalten ist die Erkrankung die große, unberechenbare Unbekannte.

Es gibt ein ForumMitglied, welches u.a. mit Vit. C-Infusionen sich behandeln ließ/läßt. Sie hat lange nicht mehr hier geschrieben.

Wenn bei Dir unter ausgewogener, gesunder Ernährung die Eosiniphilen (und Entzündungsparameter?) steigen und Du im Gefolge ein Krankheitsgefühl bekommst, wäre eine Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln wohl nicht so gut. Ich persönlich nehme Omega 3 Kapseln, Curcuma, Selen, Silymarin, Vit. C und manchmal B, meist kurmäßig, also zeitlich begrenzt. Eine Wirkung merke ich allerdings nicht. Was ich noch üben muß, ist, mehr zu trinken. Wichtig wäre vielleicht, ab und zu den Vitaminspiegel einschl. Folsäure vom Arzt überprüfen zu lassen und bei einem Mangel aufzufüllen.

Alles Gute Dir

Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
slenny (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Churg-Stauss-Syndrom und Vitamin C

Beitrag von slenny (Archiv) »

Hallo Stephanie, ich habe mal ein bisschen gesurft und bin auf folgende Internetseiten gestossen:

http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/v/Vitamin_C.htm

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=32243

http://www.vaskulitis.org/dtsch/berichte/nordlichter04/ernaehrung.html



Vielleicht helfen dir diese Infos bei deiner Entscheidung. Wenn du in die SUFU "Grippeschutzimpfung" eingibst, findest du einen Chat vom letzten Jahr zum Thema Vitamin-C- Infusionen. Mich interessiert die Quelle, aus der sich deine Info speist.

Bekommt dir die Hitze? Mir läuft die Suppe in die Ohren;)
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