Das, wie hier bereits berichtet, von saarländischen Forschern entdeckte Antibiotikum, das aus Myxobakterien-Kulturen gewonnen wird, ist von der Helmholtz-Gesellschaft an den US-Biotech-Startup Spero Therapeutics in Cambridge bei Boston, Massachusetts, lizensiert worden. Die Firma will den Wirkstoff gemeinsam mit den Saarländern weiterentwickeln, um es schnellstmöglich auf den Markt zu bringen.
Vermittelt wurde der Lizenzvertrag über die Technologietransferplattform Ascenion. Partner von Spero Therapeutics ist der Pharmariese Roche, Basel, Schweiz. Roche hatte sich vor 10 Jahren aus der Entwicklung von Antibiotika zurückgezogen, sucht aber seit kurzer Zeit über Partnerschaften mit kleinen, innovativen Unternehmen den Weg zurück in dieses, aufgrund der wetlweiten Zunahme von Menschen, die von multiresistenten Keimen infiziert sind, wachsende, Gewinn versprechende Geschäft.
In den USA werden jährlich, soweit bekannt, 2 Millionen Patienten infiziert, 23.000 Menschen sterben dort jährlich an einem multiresistenen Erreger.
Der Verlauf der Entwicklung des Myxobakterien-Antibiotikums ist ein Paradebeispiel dafür, wie international heutzutage Medikamentenentwicklung verlaufen muss. Daher ist es von großer Wichtigkeit, dass das Thema der internationalen Zusammenarbeit bei der Entwicklung von neuen Antibiotika Thema auf dem G7-Gipfel, d.h. auf höchster politischer Ebene ist.
Mehr Info:
www.sperotherapeutics.com
http://medcitynews.com/2014/04/spero-therapeutics/
Saarländ. Antibiotikum an US-Firma lizensiert
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