Arbeitszeitreduzierung

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Sonnenschein74 (Archiv)
Beiträge: 180
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Arbeitszeitreduzierung

Beitrag von Sonnenschein74 (Archiv) »

Da es mir seit einiger Zeit recht mies geht, habe mehrere Baustellen hier, überlege ich ernsthaft, mit der Arbeitszeit runterzufahren. Eigentlich will ich das nicht, möchte schon meine 30 Stunden arbeiten, merke aber, dass es mir immer schlechter geht irgendwo, die Kraft immer weniger wird. Ich komme mir dann wieder FAUL vor und ich habe schlechtes Gewissen zusätzlich...



Woher soll dann auch Rente kommen??? Mache´s mir gerade echt nicht einfach, weiß nicht, was machen, wie mich entscheiden.
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Arbeitszeitreduzierung

Beitrag von Ingeborg »

Hi Sonnenschein,

also, Rente gibt es nicht wegen gutem oder schlechtem Gewissen;-)). Aber Spaß beiseite. Diese Leistungsminderung findet sich bei vielen Autoimmunerkrankungen und ist in der Literatur belegt. Wer ehrlich zu sich ist, wird auch unterscheiden können, wann er tatsächlich nicht mehr kann und wann er/sie die Krankheit als Ausrede benutzt, um dies oder jenes nicht tun zu müssen. Aber das, was nicht geht, geht nunmal halt nicht. Bescheidenheit und schlechtes Gewissen bringen Dich hier überhaupt nicht weiter. Und allein bist Du damit auch nicht. Eine permanente Überforderung kann allerdings eine Verschlechterung der Krankheit mit sich führen.

Es kommt häufig vor, dass wegen des Leistungsknicks nicht nur Einbußen im der sozialen Teilhabe eintreten, sondern auch Einbußen bei den Finanzen, weil man nicht mehr so viele Stunden arbeiten kann. Da kann zumindest eine Teil-ErwerbsminderungsRente das Einkommen wieder auffüllen.

Ich würde Dir raten, für Dich selbst aufzuschreiben, was nicht mehr geht, wie lange es geht usw. Damit gehst Du zu Deinen Ärzten und fragst, was sie von einem Rentenantrag halten. Gleichzeitig läßt Du Dich von einem Sozialverband, z.B. VDK, beraten sowie von dem Schwerbehindertenbeauftragten Deines Arbeitgebers, sofern dort einer ist. Er hat Schweigepflicht.

Ansonsten lies mal den Thread von Theresia, der gerade in der Übersicht erscheint, von Anfang an und/oder gib das Stichwort Rente in die Suchfunktion ein.

LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Sonnenschein74 (Archiv)
Beiträge: 180
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Arbeitszeitreduzierung

Beitrag von Sonnenschein74 (Archiv) »

Hallo Ingeborg!



Hadere hier schon länger mit mir herum und ich habe mich auch lange genug gesträubt, mir hier Gedanken zu machen, wie es weitergehen soll. Habe´s auf die Seite geschoben/,verdrängt, ich aber merke immer mehr, dass ich an einem Punkt angekommen bin, wo´s nicht mehr geht, ich am Ende bin. Hätte nie gedacht, dass es mal so weit kommt. Für die Psyche dieses auch gar nicht gut.



Gut zu wissen aber, wie ich vorgehen kann, habe ja auch Schwerbehindertenausweis (50 %). Werde nächste Woche auf jeden Fall mal zu Hausärzten gehen, ist Ehepaar, kaufen bei mir ein. An VDK ich mich nur wenden kann aber, wenn ich Mitglied oder so oder habe ich da jetzt was falsch im Kopf?



Möchte mich an dieser Stelle dann auch mal bedanken bei Dir liebe Ingeborg, hast mir schon oft geholfen mit Deinen Ratschlägen, echt gut daher, dass es solch Foren gibt!!! Dank Dir!



Gruß!



Sonnenschein74
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Arbeitszeitreduzierung

Beitrag von Ingeborg »

ja, Sonnenschein, da muß man dann Mitglied sein. Das ist besonders wichtig und Voraussetzung, wenn der Verband dann für Dich gegen einen fehlerhaften Bescheid klagen wird. Es gibt übrigens auch den Sozialverband Deutschland e.V. -und vielleicht noch andere?? Kostet etwa 50-60 €(?) im Jahr je nach Bundesland.

Wenn ich Dir helfen konnte, nun, dann ist das meine Abicht. Im übrigen habe ich viel aus diesem Forum gelernt und geb´s halt nur weiter.

LG Ingeborg
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(Viktor Frankl, 1905-1997)
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