Rentenantrag abgelehn?

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Antworten
Patricia (Archiv)
Beiträge: 46
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von Patricia (Archiv) »

Hallo zusammen

Ich habe heute meine Ablehnung von der Erwerbminderungsrente bekommen!Meine Frage ,habe gelesen das Sie das immer machen??Wie verhalte ich mich jetzt? Zum Anwalt in einen vdk eintretten oder wie habt ihr die Rente bekommen??Hat das überhaupt Sinn im Moment geht es mir gut, medi wirken und sonst ist auch alles gut.

Was muss ich jetzt als erstes machen ??
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von Ingeborg »

Hallo Patricia,

erst einmal Ruhe bewahren. Ob sie das immer machen, weiß man nicht, aber man könnte es vielleicht vermuten.

Mit Erhalt des Bescheides hast Du 1 Monat Zeit (wichtig!), Widerspruch einzulegen. Die Begründung kannst Du später nachreichen. Man muß für eine volle Rente weniger als 3 Stunden tgl. arbeiten können. Bei 6 Stunden Arbeitsfähigkeit bekommst Du keine Rente. Dabei kommt es nicht auf die Diagnosen an, sondern auf das tatsächliche Leistungsvermögen.

Laß Dir die Unterlagen schicken, die zu der Entscheidung geführt haben. Sie geben Dir vielleicht schon Auskunft, warum die Rente abgelehnt wurde. Sollten Deines Erachtens die ärztlichen Ergebnisse unrichtig oder unvollständig sein, ist es in diesem schwierigen Rechtsgebiet ratsam, einen Anwalt oder einen Sozialverband, z.B. VdK einzuschalten.

LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von S. (Archiv) »

Patricia,hi,

frage von Ingeborg doch ihre Broschüre zum Schwerbehindertenantrag an. Obwohl es ein anderes Thema ist, sind die Kriterien, die relevant sind für die Zuerkennung einer Schwerbehinderung doch ähnlich zu denen für eine Erwerbsminderungsrente. Ingeborgs Broschüre erklärt alles sehr verständlich und gibt etliche Tipps.
Patricia (Archiv)
Beiträge: 46
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von Patricia (Archiv) »

Den Schwerbehindertenausweis habe ich ohne Probleme bekommem(60%) da gab es kein hin und her.Wie lege ich den einspruch ein? Also wie formuliere ich den _ Einspruch??
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Als erstes schreibst Du, dass du Widerspruch einlegst und die Begründung nach Beratung nachreichen wirst. Du forderst die ausführliche schriftliche Begründung der Ablehnung und dass Du eine schriftliche Bestätigung zu deinem Widerspruch haben willst. Das schickst Du per Einschreiben (!!!) ab.



Dann rate ich Dir, umgehend Mitglied beim örtlichen VdK zu werden.



http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/5624/mitgliedschaft



Der Monatsbeitrag ist 4,80. Du kannst das direkt online machen. Du machst beim zuständigen Ortsverband umgehend einen Termin zur Rentenberatung mit dem VdK und dann wirst Du mehr wissen.



Oder: Bist du berufstätig und es gibt an deinem Arbeitsplatz einen Schwerbehindertenbeauftragten? Dann dort einen Termin ausmachen.
Daniela_sh (Archiv)
Beiträge: 354
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von Daniela_sh (Archiv) »

Hallo Patricia,



zuerst muss ich sabine verbessern/ergänzen.Der Monatsbeitrag des Vdk ist nicht in jedem Bundesland gleich.Ich zahle ZB 5,60 Euronen monatlich.Mein Rentenantrag läuft mehr als 2,5 Jahre.Zuerst abgelehnt.Widerspruch nach mehreren Amtsarztuntersuchungen der RV,Reha, erneute Amtsarztuntersuchungen, nun auch der Widerspruch abgelehnt, obwohl sie die Verminderung des Arbeitsvermögens bestätigen und das Restvermögen gefährdet sehen.Ich habe nun mit dem Vdk zusammen Klage eingereicht.Es ist ein weiter Weg, der viel Durchhaltevermögen und gute Ärzte auf deiner Seite braucht.Leider ist unsere Erkrankung keine die Jeder kennt und mit der Jeder etwas anfangen kann.Desweiteren verläuft sie oft sehr unterschiedlich bei den einzelnen Patienten.



Ich empfehle Dir das anlegen einer genauen Krankenakte von Dir selbst, mit mrt, ct usw.Desweiteren sind auch Begleiterkrankungen und andere Erkrankungen wichtig.



Suche Dir Hilfe, denn der Stress ist alles Andere als gut für uns.Für widerspruch oder Klage kommen nochmal kleine finanzielle Beträge ausser dem Mitgliedsbeitrag auf dich zu.



LG Daniela
Xanny (Archiv)
Beiträge: 113
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von Xanny (Archiv) »

Hallo Patricia,

Du allein hast absolut keine Chance,nimm Dir einen Anwalt der sich damit auskennt,wenn Du Dir das finaziell nicht leisten kannst dann steht Dir Prozesskostenbeihilfe zu!

Nimm alle Unterlagen zum Anwalt mit,der legt Wiederspruch ein,den wird die RV auch ablehnen,dann geht es weiter zum Sozialgericht.

Ich bin gerade dabei und mache alles mit,habe letztes Jahr damit angefangen,trotz der Chemobehandlungen die ich letztes Jahr bekam habe ich mich zu den drei Untersuchungen geschleppt die von der RV angeordnet waren.Die haben gesehen das es mir nicht gut ging,die ziehen ihre Untersuchungen durch und gut ist es.

Ich habe mich auch vorher erkundigt,jeder hat mir geraten einen Anwalt zu nehmen denn die RV lehnt grundsätzlich ab!

Glaube mir Du allein hast keine Chance!

Was ich bei den Untersuchungen erlebt habe kann ich hier nicht schreiben,wenn Du noch mehr wissen möchtest schick mir bitte eine private Mail.

Mfg.Xanny
linchen (Archiv)
Beiträge: 402
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von linchen (Archiv) »

Bei mir haben sie lange (9monate) geprüft aber es kam dann im ersten Anlauf zu einer 2,5 jährigen EU Rente.

Daher kann ich nicht sagen ob die das oft so machen

Ich drücke dir aufjedenfall die Daumen. Wird sicherlich ein steinger Weg, also nimm Dir jemanden zur Seite



alles liebe
Patricia (Archiv)
Beiträge: 46
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von Patricia (Archiv) »

Hallo Leute

Danke für die Ratschläge, habe mich jetzt entschieden gegen anzugehen mit Anwätlicher Hilfe.Wollen wir mal schauen wie es weiter geht,habe ja Zeit.....Der VDK ist zwar toll aber in meinen Augen ,nehmen die für alles was sie machen Geld??Wenn ich zum Anwalt gehe bekomme ich Kostenhilfe vom Staat.Ist bei mir so zumindest kommt immer auf das Umfeld an wie frau lebt.
Daniela_sh (Archiv)
Beiträge: 354
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Rentenantrag abgelehn?

Beitrag von Daniela_sh (Archiv) »

Moment mal....



Erstens ist der Vdk ein Verein und der Mitgliedsbeitrag klein.

Zweitens bekommen zB Leute mit geringem Einkommen auch dort ERmäßigungen zB mein Widerspruch kostete 35 Euronen und die Klageeinreichung ebenfalls.Ein Anwalt kostet hier deutlich mehr, den die Prozeßkostenhilfe deckt auch dort nicht alles ab.



Warum ich mich für den VdK entschieden habe kann ich auch anders begründen.Ich wusste bereits im Vorfeld das die dortige Anwältin sich mit Vaskulitis auskennt (und anderen seltenen Krankheiten) was ich nicht bei jedem Anwalt einfach glaube.Alleine beim besprechen der mir am Herzen liegenden Dinge merkt man deutlich den Sachverstand anhand der FRagen etc und sie kann mit meinen Befunden was anfangen.Was nützt mir ein kostenloser Rechtsvertreter der nicht weiß um was es bei mir geht? Und die Beträge sind nur nach erfolgter Leistung zu zahlen und bisher habe ich das auch mit meinem kleinen Einkommen machen können.





Dennoch hoffe ich das Du erfolgreich bist und mit dem Anwalt zufrieden.



LG Daniela
Antworten