Hörsturz - wer noch?

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Antworten
JulianeS (Archiv)
Beiträge: 63
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Hörsturz - wer noch?

Beitrag von JulianeS (Archiv) »

Hallo miteinander!



Mich hatt´s erwischt:

seit einer Woche habe ich einen Hörsturz auf

der rechten Seite ( unregelmäßiger Brummton).



Seit Freitag wird er entsprechend behandelt:

Infusionen mit Trental, Vit. B 12 und Solu-Decortin 100mg,

am Wochenende Nafti 200mg, 2x1.



Ausgerechnet rechts (Art. temp. re.),

da hatte ich auch schon Sehrstörungen zwischendurch.

Oder gerade deshalb?



Hat jemand eigene Erfahrungen zum Thema?

Danke für Eure Berichte,

LG Juliane.
ben1951 (Archiv)
Beiträge: 143
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von ben1951 (Archiv) »

Hallo Juliana,

Ich habe seit viele Jahren Tinnitus verschiedene töne im ohren.

Weiss nicht ob das mit vaskulitis zu tun hat denke nicht.

Habe mal gelesen das es auch verursacht werden kann von verschiedene Medikamente. Bei mir ist das nicht zu genesen.

LG Ben
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von Ingeborg »

Hallo Juliane,

das tut mir leid für Dich. Obwohl mein Tinnitus (seit 1989, 8000Hz in 35 dB 24 Stunden) wohl nichts mit der Vaskulitis zu tun hat, kann ich den Schrecken gut nachempfinden. Die Ursachen sind vielfältig, meist wird keine gefunden. Kann mir aber gut vorstellen, dass Gefäßveränderungen, Entzündungen bzw. Ablagerungen, wie sie bei V. eben vorkommen, ursächlich sind. Wenn es Durchblutungsstörungen sind, ist eine rasche Therapie meist erfolgreich. Da bist Du ja wohl auf bestem Wege. Aber auch sonst wird wahrscheinlich eine gewisse Gewöhnung eintreten, d.h. der (Miß-)Ton wird mit der Zeit nicht mehr als störend wahrgenommen. (Man gewöhnt sich an allem -nur nicht am Dativ.)

Eine gute Anlaufstelle zwecks Infos und sonstiger Hilfestellung ist die Dt. Tinnitus-Liga.

Beste Wünsche

Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von S. (Archiv) »

Juliane, hi,

manchmal kann es auch, unabhängig von der Vaskulitis, an einer kleinen Verschiebung im Bereich der Halswirbelsäule liegen. Da kann ein Orthopäde/Chiropraktiker helfen.
tom (Archiv)
Beiträge: 102
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von tom (Archiv) »

Hallo Juliane,



im November 2011 bemerkte ich eine Schwerhörigkeit im rechten Ohr. Bei mir fehlen die unteren Frequenzen zwischen 250 und 2500 hz. Restgehör nur noch 40%. Im März 2012 wurde dann GPA diagnostiziert, der Hörverlust wurde direkt auf die Vaskulitis zurückgeführt. Einen Tinitus habe ich auch und der nervt ganz schön. Mit dem Hörgerät geht es aber, da die Geräte so eingestellt werden können, dass sie den Tinitus überlagern. Ich habe aber keine Chance mein Gehör wiederzubekommen, dafür wurde die Ursache Vaskulitis zu spät festgestellt. Da Du aber direkt in die entsprechende Behandlung gekommen bist, stehen Deine Chancen gut. Ich drücke Dir die Daumen.



liebe Grüße

tom
Engelbengel (Archiv)
Beiträge: 166
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von Engelbengel (Archiv) »

Hallo Juliane ! Bei mir kam der Tinitus auch in zusammenhang mit der Vaskulitis - GPA. Ich hab es erst auf die Medikamente geschoben - hatte Cortison wegen verdacht auf Rheumatoide Arthitis - nach der Diagnose sagten die HNO Ärzte es sei eine offene Tube und es gibt keine Möglichkeit es zu beheben. So habe ich einen "kleinen" Tinitus, was mich aber sehr stört sind der Brummton , meine Atemgeräusche und mein Herzklopfen - was ich alles laut höre. Wenn viele Menschen in einem Raum sind und sich laut unterhalten, gehe ich am liebsten wieder raus - dann habe ich diese Monente wo ich heulen könnte! Ein Stück Lebensfreude geht verloren! Hoffe, das bei dir die Medis helfen! Liebe Grüße Engelbengel
JulianeS (Archiv)
Beiträge: 63
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von JulianeS (Archiv) »

Hallo zusammen!



Vielen Dank - für Euren Zuspruch und Eure Erfahrungen.



Morgen gibt´s die 5. und letzte Infusion.

Der unregelmäßige Brummton ist leiser geworden,

ich denke der wird bleiben.



War heute zur Routine bei der Rheumatologin.

Sie meinte, das Ganze käme eher durch Stress als durch die Vasc., Grund dafür gibt es schon.



Die Zeit wird´s zeigen.......



LG von Juliane.
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Bei mir es genauso. Hören kam alles wieder, aber der Brummton ist geblieben. Dazu ein ganzes Tinnitusorchester, mal mehr mal weniger. Aber das merke ich nicht mehr.

Bekam damals problemlos vier Wochen Reha, innerhalb von 2 Wochen war alles genehmigt und abgesegnet. Es gibt viele gute Rehakliniken, die speziell Hörsturz, Tinnitus und Schwindel behandeln.

Ich war 4 Wochen in der Römerwallklinik in Mainz, die mit der Uniklinik Mainz zusammenarbeitet (5 min. Fußweg entfernt). Dort kennt man sich mit autoimmunen Innenohrgeschichten bestens aus.
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von Ingeborg »

Hi Juliane,

bei mir war es wohl auch eine Reaktion auf langanhaltenden, negativen Streß. Eine Umfrage der Dt. Tinnitus-Liga vor Jahren hat nach meiner Erinnerung ebenfalls ergeben, dass Streß sehr, sehr häufig als Ursache angegeben wurde, weit eher als Durchblutungsstörungen, Diabetes oder Medikamente und was es sonst an möglichen Ursachen gibt. Gute Besserung und

Gruß, Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Hörsturz - wer noch?

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Bei mir wurden/werden Hörsturz und diverse Schwindelepisoden, ab und zu verzerrtes Hören im betroffenem Ohr (Hyperakusis) als Symptome der Vaskulitis beschrieben.

Außerdem besteht die Verdachtsdiagnose Cogan Syndrom, wobei die Immunologin meint, das wäre nur eine weitere Vaskulituis Version und die Behandlung ist sowieso die gleiche. Beim Cogan Syndrom sind oft die Ohren und die Augen betroffen, in vielen Fällen auch zusätzlich der Darm, was bei mir der Fall war und hin und wieder ist. In schweren Cogan-Fällen führt das ungehandelt zur vollständigen Taubheit.

Auch der tiefe Brummton und die körperliche Erschöpfung werden von Cogan Patienten regelmäßig beschrieben.

http://www.cogan-syndrom.eu/



Bei mir wird sofort das Cortison für 3 bis 4 Tage hochgeschraubt, wenn mein Innenohr Stress macht (verstärkter Brummton mit Hyperakusis oder heftiger langanhaltender Schwindel, leichter Hörverlust usw.).
Antworten