Hallo,
mein Mann (47 Jahre) ist akut an Morbus Wegener erkrankt.
Vor ca. 6 Wochen begann sein Krankheitsverlauf mit blutigem Auswurf beim Husten, allgemeinem Krankheitsgefühl. Das Krankheitsbild wurde mit Antibiotikum nicht besser, extreme Gelenkschmerzen an Knien und Unterarmen kamen dazu. Seit 4 Wochen liegt er im Klinikum in Potsdam.
Bei einer Bronchialspiegelung wurde verstärktes Pilzwachstum (Aspergillus) festgestellt und ein Antipilzmittel intravenös gegeben. Seit 2 Wochen ist der Anfangsverdacht Morbus Wegener bestätigt (Granulatome in Nasenschleimhäute, Lunge, Dünndarm) und deshalb gab man parallel zu dem Antipilzmittel Cortison und Immunsuppressiva. Da die Nierenwerte (??) weiterhin anstiegen, hat man das Antipilzmittel vor 4 Tagen abgesetzt (Röntgenaufnahmen zeigen wohl auch Besserung der Lunge) und die Dosis der übrigen Medikamente erhöht. Mein Mann berichtete mir heute, dass die Nierenwerte immer noch ansteigen und evtl. eine Dialyse zur Entlastung seiner Nieren erforderlich werden könnte.
Mit der Gesundheit meines Mannes ging es bis jetzt nur schlechter (hat kaum noch Kraft, ist ständig müde, abgemagert, leidet an ständiger Übelkeit und Erbrechen, wirren Alpträumen).
Ich beginne nun langsam, mich mit der Krankheit zu beschäftigen.
Hat jemand Erfahrung wie lange es dauert, bis sich erste Erfolge einstellen? Ist es normal, dass es nach Behandlungsbeginn immer noch zu Verschlechterungen kommt?
Ich lese hier öfter den Hinweis auf die Klinik in Bad Bramstedt. Wäre ein Klinikwechsel sinnvoller?
Ulrike B.
Morbus Wegener - akute Neuerkrankung
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Ulrike B. (Archiv)
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Morbus Wegener - akute Neuerkrankung
Guten Tag! Es ist so, dass die begonnene Immunsuppression, ich nehme an, dass es Endoxan ist, überhaupt erst ab dem 10. bis 12. Tag wirkt, dann auch eher allmählich. Also es ist nicht ungewöhnlich, wenn sich zu Beginn der Therapie die Werte noch nicht bessern oder auch verschlechtern. Einige Patienten müssen in dieser Zeit auch vorübergehend an die künstliche Niere, aber mit konsequenter Fortsetzung der Therapie kann sich die Niere wieder erholen. In den ganz überwiegenend Fällen. Also noch ein bisschen Geduld, es kommt!
Alle guten Wünsche
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg
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