Hallo Frau PD Dr. Reinhold-Keller,
ich möchte mich auf Empfehlung von Herrn Peter Zelewski direkt an Sie wenden.
Es geht um den Krankheitsfall meiner Mutter (56 Jahre). Bei Ihr wurde Vaskulitis diagnostiziert und sie soll am 24.11.04 in eine Reha-Klinik in Coppenbrügge überwiesen werden.
Wir als Angehörigen sind uns unsicher, ob das die richtige Vorgehensweise ist.
Zu Ihrer Information:
Meine Mutter kam am 02.11.04 mit Lähmungserscheinungen am rechten Arm ins Pyrmonter Krankenhaus. Es wurde ein Herzinfakt diagnostiziert. Am nächsten Tag kamen Lähmungen des rechten Beines, Verlust des Kurzzeitgedächnisses und allgemeine Verwirrtheit hinzu. Es wurde ein Schlaganfall diagnostiziert, ohne die klassischen Ursachen zu finden. Am 04.11.04 testete man unter Anweisung von Prof. Dr. Gaudron in mehrere Richtungen, vermutete aber bereits eine Vaskulitis. Hinweis darauf gab auch der enorm erhöhte Anteil von eosonophilen (?) Blutkörperchen (ca. 25%). Eine Kortisontherapie zeigte positive Resultate und bewies nach Meinung der Ärzte den Verdacht. Zusätzlich wurde eine Neigung zur Blutgerinnselbildung diagnostiziert.
Im Nachhinein können vorangegangene Erkrankungen (Nasen- und Magenschleimhautentzündungen etc.) wahrscheinlich der Vaskulitis zugeordnet werden.
Meine Fragen an Sie:
Ist es sinnvoll meine Mutter in eine Reha-Klinik zu schicken, die primär Ihre Lähmungserscheinungen und Gedächnisprobleme therapiert (bei fortlaufender Kortisontherapie)?
Oder sollte sie sofort in eine Spezialklinik, um die genaue medikamentöse Behandlung einzustellen bzw. die Diagnose zu verfeinern? Besonders weil es sich wohl um eine aktive Vaskulitis zu handeln scheint.
Ich hoffe, Sie können uns eine Hilfestellung geben. Es wäre sehr schön und uns sehr wichtig, von Ihnen zu hören.
Ines S.
Hilfe zur weiteren Behandlung
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Ines S. (Archiv)
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Hilfe zur weiteren Behandlung
Sehr geehrte Frau S.,
das ist schwer zu entscheiden, ob Ihre Mutter momentan in einer Reha gut aufgehoben, und ob die Klinik die richtige ist, kann ich ebenfalls nicht entscheiden, da ich sie nicht kenne. Aber klar ist auch, dass nach so einem schweren Krankheitsbild prinzipiell eine Reha nötig ist. Ein anderer möglicher Weg wäre, dass sie in Bad Bramstedt aufgenommen wird, zunächst auf der Vaskulitis-Station zur "Feineinstellung" (eine normale Einweisung vom Hausarzt genügt) und dort innerhalb der Klinik in den dortigen Reha-Bereich verlegt ist, der besonders ausgerichtet ist, z.B. auch auf Reha nach neurologischen Krankheitsbildern, also Lähmungen, Gedächtnisstörungen.
Alles Gute!
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg
das ist schwer zu entscheiden, ob Ihre Mutter momentan in einer Reha gut aufgehoben, und ob die Klinik die richtige ist, kann ich ebenfalls nicht entscheiden, da ich sie nicht kenne. Aber klar ist auch, dass nach so einem schweren Krankheitsbild prinzipiell eine Reha nötig ist. Ein anderer möglicher Weg wäre, dass sie in Bad Bramstedt aufgenommen wird, zunächst auf der Vaskulitis-Station zur "Feineinstellung" (eine normale Einweisung vom Hausarzt genügt) und dort innerhalb der Klinik in den dortigen Reha-Bereich verlegt ist, der besonders ausgerichtet ist, z.B. auch auf Reha nach neurologischen Krankheitsbildern, also Lähmungen, Gedächtnisstörungen.
Alles Gute!
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hamburg