Brennende Beine und Arme

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Antworten
Ralf (Archiv)
Beiträge: 5
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Brennende Beine und Arme

Beitrag von Ralf (Archiv) »

Hallo.

Bei mir wurde im Juli 2002 eine Nierenschädigung durch eine Vaskulitis diagnostiziert. Mittlerweile bin ich seit fast 4 Monaten an der Dialyse.Zur Behandlung der Vaskulitis habe ich mehr als 1 Jahr lang Endoxan bekommen (50mg/Tag).Dies wurde im August 03 abgesetzt.

Nun zu meinem Problem: Seit einiger Zeit habe ich ein starkes Brennen in meinen Beinen, in den Unterarmen und manchmal auch in der Zunge und den Lippen.Diese Symptome treten meist abends auf, wenn ich zur Ruhe kommen möchte. Hinzu kommt noch, dass es sich anfühlt, als ob meine Beine ständig "unter Strom" stehen.D.h. die Beinmuskeln sind ständig leicht angespannt als ob ich kurz vor einem Krampf stehe.Mir wurde gesagt, dass diese Symptome eine Folgeerscheinung des Endoxan sein könnten.Haben Sie einen Tip, wie ich das Brennen in den Griff bekommen oder wer mir hierbei helfen kann?

Noch eine Frage zum Schluß: Mir wurde nie gesagt, um welche Form der Vaskulitis es sich bei mir handelt. Diagnostiziert wurde eine rapid-progressive Glomerulonephritis(P-ANCA positiv) mit vaskulitischen Zeichen, Niereninsuffizienz im Stadium der kompensierten Retention, renale Anämie und renale Hypertonie.Können Sie daraus schliessen, worum es sich handelt?

Besten Dank im Voraus.

Ralf
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Brennende Beine und Arme

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Also von der Gesamt-Konstellation (wenn der pANCA auch ein MPO-ANCA ist) könnte es sich am ehesten um eine mikroskopische Polyangiitis handeln.

Die Nervengeschichte war wohl Teil der Vaskulitis, sicher nicht Folge vom Endoxan. Aber leider heilt die Vaskulitis des Nervensystems oft nicht vollständig aus, sondern heilt "narbig" sozusagen aus, was für den PAtienten sich vor allem in Schmerzen äußert. ABER nur der Neurologe kann durch exakte Vermessung der NErven sagen, sind es Restschäden der früheren Entzündung oder eine erneute Aktivität der Vaskulitis, gerade wenn die Beschwerden nach Absetzen von Endoxan aufgetreten sind, in diesem Fall müßte man die Behandlung wieder intensivieren. Wenn es keine frische Entzündung ist, also die Schmerzen als Narbefolge zu erklären sind, gibt es einige Medikamente gezielt dagegen. Sie müssen das mit Ihren Dialyse-Ärzten besprechen, was man da einsetzen darf oder nicht (z.B. Tegretal oder Gabapentin).

Alle guten Wünsche

PD Dr. Eva Reinhold-Keller

Hamburg
Antworten