unklare Vaskulitis

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Hubert (Archiv)
Beiträge: 9
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

unklare Vaskulitis

Beitrag von Hubert (Archiv) »

Hallo,



ich bin 35 Jahre alt und habe vor zwei Jahren so eine Art Rheumaknoten in der Wade bekommen.



Nach einigen Fehldiagnosen und langwierigen Untersuchungen - nach ca. 8 Wochen ohne Therapie hatte sich eine deutliche Entzündung der Oberschenkelmuskulatur entwickelt - hat man eine Muskelbiopsie gemacht und eine Vaskulitis diagnostiziert. allerdings ohne weitere Symptome der Organe o.ä. Also "nur" entzündete Muskeln im Oberschenkel.



Zurzeit nehme ich noch 10 mg MTX in der Woche. So ein, zwei mal im Jahr bekomme ich wieder einen verhärteten Oberschenkel, der dann langsam in eine Entzündung mündet. Meist nachdem ich entweder Rückenverspannungen/Ischias-Probleme hatte. (Vor einigen jahren hatte ich es mit der Bandscheibe ;-))



Cortison hilft bei einem solchen Schub außergewöhnlich schnell und meist habe ich nach zwei Wochen alles wieder bis auf das MTX reduziert.



Meine Frage: Ist dies eine bestimmte Vasulitisform? Kann hier der Rücken wirklich die Ursache für eine solche Entzündung sein?
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: unklare Vaskulitis

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo!

Also so auf die Ferne kann man das nicht einer bestimmten Vaskulitisform zuordnen, aber offenbar ist ja in einer Gewebeprobe zweifelsfrei eine Vaskulitis nachgewiesen worden. Also Rückenverspannungen lössen bestimmt keine Vaskulitis aus, hier ist eher die Frage, sind die sog. Verspannungen selbst Vaskulitis, ansonsten hilft natürlich Cortison zunächst erstmal bei vielfältigen Rückenschmerzen, also beim nächsten Schub sollte man dem schon gründlich nachgehen, d.h. in so einer Situation die Blutwerte, incl. des Muskelwertes CK untersuchen, vielleicht auch so einen Schub zum Anlass nehmen, dass Sie sich nochmals beim Spezialisten vorstellen, also internistischen Rheumatologen. Und wenn diese Schübe öfter sind, muss man sich überlegen, die MTX-Dosis zu erhöhen, 10mg scheinem mir für einen erwachsenen Mann sehr wenig, ist eher eine Kinderdosis..

Alles Gute

PD Dr Eva Reinhold-Keller
Hubert (Archiv)
Beiträge: 9
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: unklare Vaskulitis

Beitrag von Hubert (Archiv) »

Vielen Dank für Ihre Antwort.



Ich gehe in regelmäßigen Abständen in eine Rheumatologischen Praxis und bin auch dort sehr gut dort aufgehoben.



Der CK-Wert war bislang immer unauffällig - auch bei Entzündungszeichen. Die Uni Heidelberg diagnostiziert Vaskulitis der Ober- und Unterschenkelmuskulatur unklarer Zuordnung (und hat die ursprünglich von einer anderen neurologischen Klinik begonnene Therapie mit Endoxan (!) auf 15mg MTX "abgeändert").



Ich habe leider nur sehr wenig über meine Symptomatik im Internet nachlesen können und versuche ein wenig mehr zu verstehen was z.B. einen Schub bei mir auslösen kann, wie man eine solche Krankheit langfristig behandelt und wie es z.B. mit Sporttreiben aussieht.



Mein Arzt sagt (sicher zurecht), dass in meinem Falle alles etwas untypisch sei und ich mit der Basistherapie ganz gut eingestellt sei.



Herzlichen Dank nochmals!
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