Und was ist mit sterben?

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Und was ist mit sterben?

Beitrag von S. (Archiv) »

@Friedolin: Du irrst gewaltig, wenn du annimmst, dass ich mich - als Kind - nicht schon einmal in einer solchen "dreckigen" Situation befunden hätte, zwar keine Vaskulitis, aber über 1 Jahr lang, das kann ich Dir sagen, durchaus vergleichbar. Mit schlimmen Schmerzen, so schlimm, dass ich mir lieber, wenn kein Erwachsener aufpasste, den Kopf an einen Heizkörper geschlagen habe - der Schmerz des Aufschlags übertönte die Schmerzen in meinem Körper und so war ich, ganz kurz, schmerzfrei.

Nur ich habe mich, schon als Kind, fürs Leben entschieden. Sonst wäre ich heute nicht hier.



@Hartmut: Ja, ich weiß, die Nazis haben keine Sterbehilfe betrieben, sondern Massenmord. Gerade deshalb will man ja sehr vorsichtig damit sein, ein Gesetz zu verabschieden, das die (Selbst-)Tötung ermöglicht. Denn, das habe ich in meinem obigen Beitrag schon ausgedrückt, so ein Gesetz birgt immer die Gefahr des staatlichen Missbrauchs.



@Christine: Lass mich einmal nachfragen: es geht Dir also um das schmerzfreie Sterben, ein Sterben, praktisch, ohne, dass Du es merkst? Deshalb schrieb ich ja: Patientenverfügung mit der Einforderung palliativer Maßnahmen.

Selber aber denke ich: sollten wir nicht lieber darüber nachdenken und daran arbeiten, dass Ihr eine bessere Versorgung erhaltet, die die Krankheitserscheinungen, gerade, wenn die Situation akut ist, aber auch danach, erträglicher machen? Wäre es nicht sinnvoller, darüber nachzudenken und daran zu arbeiten, wie Ihr besser leben könnt?



@Daniela: Danke für Deinen Beitrag, er spricht mir, wie der von Wattwurm, aus dem Herzen.
Wattwurm (Archiv)
Beiträge: 1458
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Und was ist mit sterben?

Beitrag von Wattwurm (Archiv) »

@S.

Du hast recht, wer hier im forum will wissen ahnen was ein Schreiber hier "hinter" sich hat, und ganz ehrlich ich habe es satt mir vorschreiben zu lassen

Von wem auch immer, egal was der / die jenige meint wie schwer erkrankt zu sein, ich lasse mir nicht vorschreiben

" der tread ist hier zuende, es reicht jetzt mit schreiben"

Das ist etwas für andere Foren, ....ein hoch auf unsere Administration

Jeder kann hier seine Meinung schreiben, auch wenn es " xy "nicht passt

Danke Administratorin ♥ und danke allen kritischen Schreibern und auch dir S. , Hartmut für diese interessante Diskussion

Gruss wattwurm
Hartmut (Archiv)
Beiträge: 1674
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Und was ist mit sterben?

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Es wäre schön dieses Thema zu beenden zumal sich hier vor allem Neuerkrankte Hilfe suchen weil Sie auch mit der "Vaskulitis" Leben möchten!

EOM LG. HARTMUT
Wattwurm (Archiv)
Beiträge: 1458
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Und was ist mit sterben?

Beitrag von Wattwurm (Archiv) »

Grade deswegen wegen unserer neuen finde ich das Thema wichtig, denn aus anderen 0815 foren weiss ich nur zu genau

WENNS ans eingemachte geht, wird der tread gelöscht

Und mal ganz ehrlich Hartmut, erst schreibst du noch von deiner patienten Verfügung und jetzt ist auf einmal schluss mit " ende" gerade diese offenheit, diese

"Un- Zensur" hier genieße ich seit 2009 in diesem Forum

Ausserdem ist der tread ganz klar in der Aussage, wer also nix wissen will vom ende muss ihn nicht öffnen und auch nicht lesen

Gute nacht deutschland, sterben, tod und alles was dazu gehört soll gefälligst jeder im stillen Kämmerlein mit sich selbst abmachen, und bitte niemanden damit belästigen......

.....hat sich ja viel getan in den Köpfen

Gruss wattwurm

Ps ich lebe mit vasculitis seit 1995 ...auch mit dem gedanken und dem bewußt sein das mein leben endlich ist, denn der tod gehört zum leben dazu wie essen, trinken, schlafen und atmen
Friedolin (Archiv)
Beiträge: 688
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Und was ist mit sterben?

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

@S.: wenn du diese Schmerzen beibehalten hättest, stellt sich die Frage ob Du Dich dann nach Jahren des Leidens immer noch "für das Leben" entschieden hättest. Wenn Du tatsächlich dieser Ansicht bist, ok, wobei sich das natürlich leicht sagen lässt solange man nicht tatsächlich in der Situation ist. Und die jeweiligen Situationen und Erfahrungen des Leids die man durchgemacht hat müssten identisch und vergleich Bär sein um eindeutige Aussagen treffen zu können. Man kann jeden Menschen brechen und meiner Ansicht nach Bedarf es da nur den Faktor Zeit und Leid in einer AUSREICHENDEN Form. Wenn Du beispielsweise 10 Jahre oder länger im Spezialbett dahinvegetieren willst bei klarem Verstand ohne Dich bewegen zu können - bitte sehr. Aber es ist ja auch ok wenn andere das anders entscheiden wollen und diesen Leute diese Option zu geben, darum geht es.
Daniela_sh (Archiv)
Beiträge: 354
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Und was ist mit sterben?

Beitrag von Daniela_sh (Archiv) »

Hallo zusammen,



ich möchte mich nochmal melden, denn ich glaube das hier bissl scharf geschossen wird.Wir reden hier nicht, sondern lesen.Und beim Lesen legt man seine eigenen Emotionen in die Worte und nicht die des Schreibers.S. ist schon sehr lange für Vaskulitispatienten aktiv und als Angehörige eines solchen weiß sie schon worum es geht.Vielleicht ist sie auch manchmal überaktiv wie es oft anzutreffen ist bei Leuten mit großem Engagement.

Aber:....

Ich wünsche Niemandem Schmerzen, Leid, Verzweiflung nur weil er meine Meinung nicht teilt!



LG Daniela
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