Unter Tilt-Vaskulitis wird eine spez. Hypersensitivitätsvaskulitis (als sog. Mikroform der Panarteriitis nodosa verstanden, in der Regel eine frühe systemische Vaskulitis – mit allem drum und dran, wie z.B. in der Arzneimittel-Kritik („arznei-telegramm“ Berlin) oder im „Handbuch der unerwünschten Arzneiwirkungen“ (der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft 1999) seit Jahrzehnten beschrieben, die („seriöse“ schulmedizinische) Literatur darüber ist erdrückend..
Bei den Pathologen (beispielsweise der Charité in Berlin) wird diese immun-toxische Vaskultis als „chemisch-bedingte Vaskulitis“ beschrieben (1990). Ein anderer Neuropathologe (Aachen) beschreibt das Toxic-oil-Syndrom 1981 in Spanien (gepanschtes Rapskeimöl mit vielen Toten) folgendermaßen: „histopathologisch fanden sich Zeichen einer generalisierten, nicht-nekrotisierenden Vaskulitis“
Die Patientinnen leiden v.a. auch unter einer hochgradigen Medikamten-Intoleranz!
Und dann liest man:
„Transverse myelitis in systemic lupus erythematosus – the effect of IV pulse methylprednisolon and cyclophosphamide” J Rheumatol. 1992 Mar. 19(3) 370-2
etc etc – reihenweise weitere Zitate...
Was soll man dazu noch sagen??
Das Besondere ist: dass eine Frühform selbstverständlich (und mit Erfolg) und schulmedizinisch(!) behandelt werden könnte und sollte (so weit man sich halt auskennt in der postmodernen Medizin), um die drohende Autoimmun-erkankung zu hintan zu halten..
Ich kenne übrigens keine einzige deutsche Klinik, in die ich solche Patientinnen/Patienten überweisen möchte. Im Prinzip gehören sie auch nicht dorthin; ich kenne nämlich auch eine ganze Reihe von ehem. Krankenschwestern, die auch das Spital in der Schweiz nicht mehr vertragen.
G.Sch.
"Tilt-Vaskulitis"
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Marianne F. (Archiv)
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Re: "Tilt-Vaskulitis"
>Das Besondere ist: dass eine Frühform selbstverständlich (und mit Erfolg) und schulmedizinisch(!) behandelt werden könnte und sollte (so weit man sich halt auskennt in der postmodernen Medizin), um die drohende Autoimmun-erkankung hintan zu halten.
...ich kenne nämlich auch eine ganze Reihe von ehem. Krankenschwestern, die auch das Spital in der Schweiz nicht mehr vertragen.
---
Ich habe drei Fragen dazu:
a) Wie laesst sich eine TILT-Vaskulitis diagnostizieren?
b) Welche schulmedizinische Behandlung wuerden Sie empfehlem? Gibt es dazu generelle Empfehlungen?
c) Koennten Sie erlaeutern, warum Krankenschwestern das Spital nicht mehr ertragen?
M.Frech
...ich kenne nämlich auch eine ganze Reihe von ehem. Krankenschwestern, die auch das Spital in der Schweiz nicht mehr vertragen.
---
Ich habe drei Fragen dazu:
a) Wie laesst sich eine TILT-Vaskulitis diagnostizieren?
b) Welche schulmedizinische Behandlung wuerden Sie empfehlem? Gibt es dazu generelle Empfehlungen?
c) Koennten Sie erlaeutern, warum Krankenschwestern das Spital nicht mehr ertragen?
M.Frech
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G.S. (Archiv)
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Re: "Tilt-Vaskulitis"
Zu den Fragen:
Zu a)
In erster Linie und vor allem aus den (umfangreichen) anamnestischen Befunden (Krankheitsvorgeschichte, die die Betroffenen selbst berichten müssen), mit bildgebenden Verfahren (Szintigramm(e), sofern keine Kontra-indikationen / Gegenanzeigen vorliegen) und aus ganz spez. Labor-befunden.
Anm. dazu:
Die Bedeutung von noch wenig geläufigen und selteneren Erkrankungen liegt darin, daß man sie nicht suchen kann. Man muß sie kennen, sonst wird die Diagnose dunkel, verworren und hoffnungslos.
Zu b)
Generelle Auskunft kann man geben:
(der Einzelfall unterscheidet sich hierbei grundsätzlich - schon aufgrund der unterschiedlichsten Biographien, die eine entscheidende Rolle spielen)
1. Expositionsstop (die hochgradige Intoleranz bezieht sich hier nicht nur auf Histamin, auf Hypoxie u.a.m.), sondern vor allem auch auf fast alle Arzneimittel, Medikamente, Drogen (der Naturheilkunde).
2. Alles über Nahrungsmittel-Allergie, Nahrungsmittel-Intoleranzen sollte den Betroffenen bekannt sein: = Ernährungs-therapie – Ernährungs-endokrinologie..
3. Wenn es (eines Tages) ernst wird: eine angepasste, ganz spez. Form von Immun-modulation (aus der wissenschaftlichen Medizin/=Schulmedizin) + Ernährungs-therapie + ganz spez. rehabilitative Verfahren.
Zu c)
Diese Krankenschwestern und das übrige Pflegepersonal (einschl. Ärzten, v.a. aus der Anästhesie, Chirurgie und Zahnheilkunde) vertragen die Indoor-Pollution (schädliche Innenraumluft) ihrer Spitäler (inhalativ) nicht mehr: diese löst massive Krankheitssymptome u.U. innert Sekunden aus. Uraltes Beispiele: tödliche Reaktionen auf Verbrennungsgase (Tauern-Tunnel) oder inhalative Belastung (Exposition) durch „Engelstrompeten“ (v.a. an einem lauen Sommer-abend) - oder von Narkose-gasen...
Am unverträglichsten sind dabei Biozide (die heute in modernen Lehrbüchern der wissenschaftlichen Medizin ausdrücklich (neben Arzneimitteln) unter anderem als Auslöser einer Hypersensitivitätsvaskulitis genannt werden).
Insgesamt handelt es sich um sehr komplexe und komplizierte wissenschaftliche Sachverhalte, die dem medizinischen Laien (einschl. Juristen) schwer zu vermitteln sind, da die Grundlagen (beispielsweise der beteiligten Hitzeschock-/Stress-Proteine oder Amyloidosen) im submikroskopischen (elektronen-mikroskopischen) Bereich zu finden sind... Man kann komplexe Sachverhalte nicht dadurch in den Griff bekommen, daß man sie simplifiziert.
G.Sch., M.D.
Zu a)
In erster Linie und vor allem aus den (umfangreichen) anamnestischen Befunden (Krankheitsvorgeschichte, die die Betroffenen selbst berichten müssen), mit bildgebenden Verfahren (Szintigramm(e), sofern keine Kontra-indikationen / Gegenanzeigen vorliegen) und aus ganz spez. Labor-befunden.
Anm. dazu:
Die Bedeutung von noch wenig geläufigen und selteneren Erkrankungen liegt darin, daß man sie nicht suchen kann. Man muß sie kennen, sonst wird die Diagnose dunkel, verworren und hoffnungslos.
Zu b)
Generelle Auskunft kann man geben:
(der Einzelfall unterscheidet sich hierbei grundsätzlich - schon aufgrund der unterschiedlichsten Biographien, die eine entscheidende Rolle spielen)
1. Expositionsstop (die hochgradige Intoleranz bezieht sich hier nicht nur auf Histamin, auf Hypoxie u.a.m.), sondern vor allem auch auf fast alle Arzneimittel, Medikamente, Drogen (der Naturheilkunde).
2. Alles über Nahrungsmittel-Allergie, Nahrungsmittel-Intoleranzen sollte den Betroffenen bekannt sein: = Ernährungs-therapie – Ernährungs-endokrinologie..
3. Wenn es (eines Tages) ernst wird: eine angepasste, ganz spez. Form von Immun-modulation (aus der wissenschaftlichen Medizin/=Schulmedizin) + Ernährungs-therapie + ganz spez. rehabilitative Verfahren.
Zu c)
Diese Krankenschwestern und das übrige Pflegepersonal (einschl. Ärzten, v.a. aus der Anästhesie, Chirurgie und Zahnheilkunde) vertragen die Indoor-Pollution (schädliche Innenraumluft) ihrer Spitäler (inhalativ) nicht mehr: diese löst massive Krankheitssymptome u.U. innert Sekunden aus. Uraltes Beispiele: tödliche Reaktionen auf Verbrennungsgase (Tauern-Tunnel) oder inhalative Belastung (Exposition) durch „Engelstrompeten“ (v.a. an einem lauen Sommer-abend) - oder von Narkose-gasen...
Am unverträglichsten sind dabei Biozide (die heute in modernen Lehrbüchern der wissenschaftlichen Medizin ausdrücklich (neben Arzneimitteln) unter anderem als Auslöser einer Hypersensitivitätsvaskulitis genannt werden).
Insgesamt handelt es sich um sehr komplexe und komplizierte wissenschaftliche Sachverhalte, die dem medizinischen Laien (einschl. Juristen) schwer zu vermitteln sind, da die Grundlagen (beispielsweise der beteiligten Hitzeschock-/Stress-Proteine oder Amyloidosen) im submikroskopischen (elektronen-mikroskopischen) Bereich zu finden sind... Man kann komplexe Sachverhalte nicht dadurch in den Griff bekommen, daß man sie simplifiziert.
G.Sch., M.D.
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Marianne F. (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: "Tilt-Vaskulitis"
Vielen Dank fuer Ihre Ausfuehringen
Ich habe noch weitere Fragen:
zu a)
1) wird diese Anamnese anhand eines Fragebogen gemacht?
2) Wenn ja, welche/n Fragebogen/boegen verwenden Sie?
3) Welche "spez. Laborbefunde" machen Sinn?
zu b)
1) Das heisst, die - auch in diesem Forum diskutierten Medikamente - koennten bei TILT-Vasculitis contraindiziert sein?
2) koennen Sie den Zusammenhang von Vaskulitis und Hypoxie etwas erlaeutern?
Nochmals vielen Dank
M. Frech
Ich habe noch weitere Fragen:
zu a)
1) wird diese Anamnese anhand eines Fragebogen gemacht?
2) Wenn ja, welche/n Fragebogen/boegen verwenden Sie?
3) Welche "spez. Laborbefunde" machen Sinn?
zu b)
1) Das heisst, die - auch in diesem Forum diskutierten Medikamente - koennten bei TILT-Vasculitis contraindiziert sein?
2) koennen Sie den Zusammenhang von Vaskulitis und Hypoxie etwas erlaeutern?
Nochmals vielen Dank
M. Frech
-
G.S. (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: "Tilt-Vaskulitis"
Zu den weiteren Fragen:
(A)
zu1)
Fragebögen sind sicher wichtig und zweckdienlich, v.a. aber, um den Betroffenen zu zeigen, daß das „bunte Bild der Symptome und Beschwerden“ einer generalisierten frühen Vaskulitis „nicht total gesponnen“ ist, sondern durchaus Realität.
zu 2)
Welche Fragebögen?
Man verwendet (je nachdem betroffenen Organen oder Fachgebieten)
verschiedene „Questionnaires“.
zu 3)
Welche Laborbefunde:
Solche, die möglichst das gesamt Spektrum der Erkrankung abdecken;
am aufwendigsten (und wichtigsten) sind die immunologischen,
interessant die die Histamin-Intoleranz und andere Ursachen betreffen ...
Ebenfalls ein sehr umfangreiches und (für den Patienten) sehr kompliziertes Gebiet.
(B)
zu1)
Kontra-indikationen für die üblichen Medikamente:
ja- selbstverständlich.
Die derzeitige Behandlung von Autoimmun-erkrankungen (Kollagenosen und Vaskulitiden) birgt natürlich erhebliche Probleme. Das wird auch nicht bestritten.
Aber es besteht große Unsicherheit in der B e h a n d l u n g v o n F r ü h f o r m en und/oder I n t o l e r a n z /Pseudo-allergie (engl. „hyper-sensitivity“) – angesichts der schweren UAWs (unerwünschten Arzneimittelwirkungen) unserer (mehr oder weniger) standardisierten klinischen Therapie.
Arznei-Aufklärung ist Pflicht des behandelnden Arztes:
„Auch auf die Angaben im Beipackzettel darf sich der Mediziner nicht verlassen. Der Arzt darf diese nicht ungeprüft übernehmen, sondern muss den Patienten auf Übertreibungen oder Verharmlosungen im Beipackzettel hinweisen“ (RA Dr. K.O.Bergmann). „Bei Unsicherheiten müsse der behandelnde Arzt sich sogar selbst beim Hersteller informieren. Denn der Beipackzettel soll in erster Linie den Hersteller entlasten. Er dient weniger dazu, Arzt, Patient oder Apotheker aufzuklären. Vielmehr erfüllt der Pharmazeut damit die gesetzliche Pflicht, dem Medikament Warnhinweise beizufügen.“
(Quelle: www.aerztlichepraxis.de)
zu2)
Hypoxie und Vaskulitis: sind ein zu weites Feld, um es hier aufzuführen.
Nur soviel hier und jetzt:
mit Hypoxie beginnt diese hochgradige Intoleranz
(und mit Hypoxie endet es - bei Unkenntnis)
Hypoxie kennen wir vor allem aus der Raumfahrt-Medizin, aus der Anästhesie und Notfall-Medizin und (seltener) als spez. Teilkapitel der Gefäß-Medizin.
G.Sch., M.D.
(A)
zu1)
Fragebögen sind sicher wichtig und zweckdienlich, v.a. aber, um den Betroffenen zu zeigen, daß das „bunte Bild der Symptome und Beschwerden“ einer generalisierten frühen Vaskulitis „nicht total gesponnen“ ist, sondern durchaus Realität.
zu 2)
Welche Fragebögen?
Man verwendet (je nachdem betroffenen Organen oder Fachgebieten)
verschiedene „Questionnaires“.
zu 3)
Welche Laborbefunde:
Solche, die möglichst das gesamt Spektrum der Erkrankung abdecken;
am aufwendigsten (und wichtigsten) sind die immunologischen,
interessant die die Histamin-Intoleranz und andere Ursachen betreffen ...
Ebenfalls ein sehr umfangreiches und (für den Patienten) sehr kompliziertes Gebiet.
(B)
zu1)
Kontra-indikationen für die üblichen Medikamente:
ja- selbstverständlich.
Die derzeitige Behandlung von Autoimmun-erkrankungen (Kollagenosen und Vaskulitiden) birgt natürlich erhebliche Probleme. Das wird auch nicht bestritten.
Aber es besteht große Unsicherheit in der B e h a n d l u n g v o n F r ü h f o r m en und/oder I n t o l e r a n z /Pseudo-allergie (engl. „hyper-sensitivity“) – angesichts der schweren UAWs (unerwünschten Arzneimittelwirkungen) unserer (mehr oder weniger) standardisierten klinischen Therapie.
Arznei-Aufklärung ist Pflicht des behandelnden Arztes:
„Auch auf die Angaben im Beipackzettel darf sich der Mediziner nicht verlassen. Der Arzt darf diese nicht ungeprüft übernehmen, sondern muss den Patienten auf Übertreibungen oder Verharmlosungen im Beipackzettel hinweisen“ (RA Dr. K.O.Bergmann). „Bei Unsicherheiten müsse der behandelnde Arzt sich sogar selbst beim Hersteller informieren. Denn der Beipackzettel soll in erster Linie den Hersteller entlasten. Er dient weniger dazu, Arzt, Patient oder Apotheker aufzuklären. Vielmehr erfüllt der Pharmazeut damit die gesetzliche Pflicht, dem Medikament Warnhinweise beizufügen.“
(Quelle: www.aerztlichepraxis.de)
zu2)
Hypoxie und Vaskulitis: sind ein zu weites Feld, um es hier aufzuführen.
Nur soviel hier und jetzt:
mit Hypoxie beginnt diese hochgradige Intoleranz
(und mit Hypoxie endet es - bei Unkenntnis)
Hypoxie kennen wir vor allem aus der Raumfahrt-Medizin, aus der Anästhesie und Notfall-Medizin und (seltener) als spez. Teilkapitel der Gefäß-Medizin.
G.Sch., M.D.
-
Marianne F. (Archiv)
- Beiträge: 3
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: "Tilt-Vaskulitis"
Danke
M. Frech
M. Frech