Hallo Rainer,
ich wollte Dich nicht erschrecken ;0) Aber der Umgang mit der Krankheit ist nunmal mit jeder Menge Psycho-Stress verbunden - tut mir leid wenn ich soooo negativ geklungen habe. Habe auch mit meinem Neurologen schon drüber gesprochen und der meint es währ alles noch im grünen Bereich.
LG Daniela
Schwäche trotz guter Blutwerte
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Daniela (Archiv)
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Rainer (Archiv)
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Re: Schwäche trotz guter Blutwerte
Hallo Ingrid-Anna,
ich bin wirklich froh, zu diesem Thema nun einiges zu erfahren. Obwohl dieser Eintrag inzwischen recht lang geworden ist, will ich Dir gern antworten, denn was Du schreibst ist großenteils wie ein Spiegel meines Erlebens.
Ich würde in puncto Berufstätigkeit – und auch sonst – zuspitzen: hoher, anhaltender Druck ist pures Gift. Abwechslung und Bewegung sind wichtig. Allerdings ist das im Berufsleben nicht so einfach. Manchmal befürchte auch ich, meinen Ganztagsjob nicht mehr zu schaffen. Aber als Alleinverdiener für eine fünfköpfige Familie bin ich darauf angewiesen. Ich kann mir die Arbeit zum Glück recht gut einteilen, und ich nehme nichts mehr mit nach Hause.
Perfektionismus ist auch gar nicht gut, weil es für das Wohlbefinden viel besser ist, auf das Auf und Ab des Körpers entsprechend zu reagieren. Ich bin dabei, mir beizubringen, auch mal etwas liegen zu lassen. Das fällt mir schwer; andererseits erfahre ich schnell: so geht es auch!
Manchmal mache ich mir Vorwürfe, mich zu sehr zurückzuziehen. Andererseits fehlt mir oft die Kraft, soziale Kontakte zu pflegen. Meine Familie genieße ich, aber größere gesellschaftliche Ereignisse mit smalltalk und eitlem Gehabe sind mir zu anstrengend. Ich genieße gute Gespräche im kleinen Kreis, die leider nicht immer und überall zu realisieren sind.
Insgesamt hilft es mir enorm, mich selbst zu beobachten – wozu man natürlich Zeit braucht. Ein achtsamer Umgang mit mir selbst erweist sich als mindestens so erfolgreich gegen meine lästige Neigung zu Depressionen wie die Medikamente. Und interessanterweise läßt mich dieses Übel seit einiger Zeit in Ruhe.
Ganz vielen Dank und herzliche Grüße!
Rainer
ich bin wirklich froh, zu diesem Thema nun einiges zu erfahren. Obwohl dieser Eintrag inzwischen recht lang geworden ist, will ich Dir gern antworten, denn was Du schreibst ist großenteils wie ein Spiegel meines Erlebens.
Ich würde in puncto Berufstätigkeit – und auch sonst – zuspitzen: hoher, anhaltender Druck ist pures Gift. Abwechslung und Bewegung sind wichtig. Allerdings ist das im Berufsleben nicht so einfach. Manchmal befürchte auch ich, meinen Ganztagsjob nicht mehr zu schaffen. Aber als Alleinverdiener für eine fünfköpfige Familie bin ich darauf angewiesen. Ich kann mir die Arbeit zum Glück recht gut einteilen, und ich nehme nichts mehr mit nach Hause.
Perfektionismus ist auch gar nicht gut, weil es für das Wohlbefinden viel besser ist, auf das Auf und Ab des Körpers entsprechend zu reagieren. Ich bin dabei, mir beizubringen, auch mal etwas liegen zu lassen. Das fällt mir schwer; andererseits erfahre ich schnell: so geht es auch!
Manchmal mache ich mir Vorwürfe, mich zu sehr zurückzuziehen. Andererseits fehlt mir oft die Kraft, soziale Kontakte zu pflegen. Meine Familie genieße ich, aber größere gesellschaftliche Ereignisse mit smalltalk und eitlem Gehabe sind mir zu anstrengend. Ich genieße gute Gespräche im kleinen Kreis, die leider nicht immer und überall zu realisieren sind.
Insgesamt hilft es mir enorm, mich selbst zu beobachten – wozu man natürlich Zeit braucht. Ein achtsamer Umgang mit mir selbst erweist sich als mindestens so erfolgreich gegen meine lästige Neigung zu Depressionen wie die Medikamente. Und interessanterweise läßt mich dieses Übel seit einiger Zeit in Ruhe.
Ganz vielen Dank und herzliche Grüße!
Rainer