Hallo an alle!
Ich habe ein Problem: Ich bin mittlerweile zwei mal mit Endoxan therpiert worden (das 1. Mal als Dauertherapie m. Tbl. ohne Blasenschutz wg. V. a. Mesna-Allergie, und das 2. Mal als Bolus bis 05/08 mit Mesna). Ich habe seit ca. 1/2 Jahr beim Urin-Test immer Erys./Blut positiv. Daraufhin 3/08 Blasenspiegelung beim Urologen: Alles i. O. Beim letzten Aufenthalt in BB 5/08 war der Urin wohl einmal o. K. Daher sind die Ärzte dort der Meinung, das es nicht am Endoxan liegt. Jetzt immer noch ständig Blut im Urin (Teststreifen) u. seit 1 Woche Beschwerden wie bei einer leichten Blasenentzündung. Hausarzt hat Bakterienkultur angelegt die negativ war. Meine Frage: Wie soll ich mich weiter verhalten? Hat einer von Euch einen Tipp?
Blut im Urin nach Endoxan-Therapie
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tina (Archiv)
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Blut im Urin nach Endoxan-Therapie
Hallo Tin!
Die Teststreifen sind zu ungenau, d.h. sie zeigen auch manchmal "zu viel" an, aber natürlich besser als umgekehrt. Man muss ein sogenanntes Urinsediment veranlassen, da schaut man sich den Urin unter dem Mikroskop an, und wenn dann dort auch rote Blutkörperchen nachweisbar sind, kann man unterscheiden, WOHER sie kommen (Urinuntersuchung auf sog. dysmorphe Erys), also aus der Niere, dann könnte es mit der WG zusammenhängen oder eher aus den ableitenden Harnwegen, also z.B. aus der Blase. Dies muss man zunächst veranlassen und eben ggf. entweder nochmal in die Blase schauen oder eine Vorstellung bei einem Nephrologen veranlassen, der noch genauere Untersuchungen hat, ob die Niere wieder i.R. der WG aktiv ist.
Alles Gute!
Priv-Doz. Dr. Eva Reinhold-Keller
Die Teststreifen sind zu ungenau, d.h. sie zeigen auch manchmal "zu viel" an, aber natürlich besser als umgekehrt. Man muss ein sogenanntes Urinsediment veranlassen, da schaut man sich den Urin unter dem Mikroskop an, und wenn dann dort auch rote Blutkörperchen nachweisbar sind, kann man unterscheiden, WOHER sie kommen (Urinuntersuchung auf sog. dysmorphe Erys), also aus der Niere, dann könnte es mit der WG zusammenhängen oder eher aus den ableitenden Harnwegen, also z.B. aus der Blase. Dies muss man zunächst veranlassen und eben ggf. entweder nochmal in die Blase schauen oder eine Vorstellung bei einem Nephrologen veranlassen, der noch genauere Untersuchungen hat, ob die Niere wieder i.R. der WG aktiv ist.
Alles Gute!
Priv-Doz. Dr. Eva Reinhold-Keller
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Frauke (Archiv)
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Re: Blut im Urin nach Endoxan-Therapie
Hallo,
ich habe derzeit (unter Azathioprin + Prednisolon) wieder einen Schub, der mit einer (nichtbakteriellen!) Blasenentzündung anfing.
Blut (aus der Blase, nicht aus der Niere!) + Leukos im Urin. Starke Beschwerden wie bei einer bakteriell bedingten BE.
Diese nicht bakteriell verursachte Cystitis heißt IC (interstitielle Cystitis), wobei bei mir klar ist, dass sie bei mir autoimmun bedingt ist (ist cortisonsensibel).
Diese BE kommt immer durch, sobald ich das Cortison (unter 15mg) reduziere.
Da bei mir die sek. Vasku. nicht gesichert ist, pendel ich ständig zwischen Urologe und Rheumatologe hin und her, und keiner fühlt sich richtig zuständig...
Diese Blasenbeteiligung ist ungewöhnlich, da ich aber auch Sjögren habe und sie unter Sjögren wohl häufiger auftritt, weiß nun keiner, was ist.
Durch das Cortison ist mein canca meist negativ und in der Uniklinik, wo ich letztes Jahr wg. V.a. sek. Vasku. lag, war der canca natürlich gerade negativ, die Blase blutete gerade mal nicht (vorher hohe Cortisontherapie) und mir wurde nicht geglaubt.
Die positiven canca, die der niedergelassene Rheumatologe öfter im Blutbild gefunden hatte, wurden in der Klinik schlicht ignoriert (!!!) und meine Beschwerden als "subjektiv" abgetan und ich wie ein Simulant behandelt, der nur Sjögren/undiff. Kollagenose hat.
Jetzt habe ich auch noch die Colitis zurück (ebenfalls cortisonsensibel), die ich ständig hatte, bevor ich Diagnose+Azathioprin bekam (ebenfalls wohl autoimmun bedingt, da sie jetzt 4 Jahre weg war - aber jetzt schafft das Azathioprin allein es wohl nicht mehr, die Colitis in Bann zu halten.).
Ich frage mich manchmal ,ob die Ärzte mir erst glauben, wenn "das Kind in den Brunnen gefallen" ist, also wenn ein Organ kaputt geht, das "wichtiger" ist als Darm + Blase (Hirn, Herz, Nieren...)...
Meine Frage hier:
Gibt es hier noch jemanden, bei dem die Blase die Organbeteiligung ist und der trotzdem einen Arzt hat, der damit vernünftig umgehen kann?
Ich bin wirklich frustriert und kann doch auch nicht ewig soviel Prednsolon nehmen - ich war so stolz, mich davon bis auf 11mg "runtergekämpft" zu haben...
Danke und Grüße, Frauke
ich habe derzeit (unter Azathioprin + Prednisolon) wieder einen Schub, der mit einer (nichtbakteriellen!) Blasenentzündung anfing.
Blut (aus der Blase, nicht aus der Niere!) + Leukos im Urin. Starke Beschwerden wie bei einer bakteriell bedingten BE.
Diese nicht bakteriell verursachte Cystitis heißt IC (interstitielle Cystitis), wobei bei mir klar ist, dass sie bei mir autoimmun bedingt ist (ist cortisonsensibel).
Diese BE kommt immer durch, sobald ich das Cortison (unter 15mg) reduziere.
Da bei mir die sek. Vasku. nicht gesichert ist, pendel ich ständig zwischen Urologe und Rheumatologe hin und her, und keiner fühlt sich richtig zuständig...
Diese Blasenbeteiligung ist ungewöhnlich, da ich aber auch Sjögren habe und sie unter Sjögren wohl häufiger auftritt, weiß nun keiner, was ist.
Durch das Cortison ist mein canca meist negativ und in der Uniklinik, wo ich letztes Jahr wg. V.a. sek. Vasku. lag, war der canca natürlich gerade negativ, die Blase blutete gerade mal nicht (vorher hohe Cortisontherapie) und mir wurde nicht geglaubt.
Die positiven canca, die der niedergelassene Rheumatologe öfter im Blutbild gefunden hatte, wurden in der Klinik schlicht ignoriert (!!!) und meine Beschwerden als "subjektiv" abgetan und ich wie ein Simulant behandelt, der nur Sjögren/undiff. Kollagenose hat.
Jetzt habe ich auch noch die Colitis zurück (ebenfalls cortisonsensibel), die ich ständig hatte, bevor ich Diagnose+Azathioprin bekam (ebenfalls wohl autoimmun bedingt, da sie jetzt 4 Jahre weg war - aber jetzt schafft das Azathioprin allein es wohl nicht mehr, die Colitis in Bann zu halten.).
Ich frage mich manchmal ,ob die Ärzte mir erst glauben, wenn "das Kind in den Brunnen gefallen" ist, also wenn ein Organ kaputt geht, das "wichtiger" ist als Darm + Blase (Hirn, Herz, Nieren...)...
Meine Frage hier:
Gibt es hier noch jemanden, bei dem die Blase die Organbeteiligung ist und der trotzdem einen Arzt hat, der damit vernünftig umgehen kann?
Ich bin wirklich frustriert und kann doch auch nicht ewig soviel Prednsolon nehmen - ich war so stolz, mich davon bis auf 11mg "runtergekämpft" zu haben...
Danke und Grüße, Frauke
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Tina (Archiv)
- Beiträge: 130
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Blut im Urin nach Endoxan-Therapie
Liebe Frau dr. Reinhold-Keller, liebe Frauke!
Danke erst mal für die schnellen Antworten. Ich muß hierzu noch was anmerken: Ich habe keinen Wegener sondern ein histologisch gesichertes CSS. Ich weis aber sehr wohl, daß trotzdem auch andere Organe (auch Niere) betroffen sein könnten!. Werde mich wohl doch recht bald mit meinen Urologen in Verbindung setzten zumal ein Sediment beim Hausarzt immer nicht so sicher ist, weil das dort einfach zu wenig untersucht wird (bin selbst Arzthelferin).
Danke noch mal!
Danke erst mal für die schnellen Antworten. Ich muß hierzu noch was anmerken: Ich habe keinen Wegener sondern ein histologisch gesichertes CSS. Ich weis aber sehr wohl, daß trotzdem auch andere Organe (auch Niere) betroffen sein könnten!. Werde mich wohl doch recht bald mit meinen Urologen in Verbindung setzten zumal ein Sediment beim Hausarzt immer nicht so sicher ist, weil das dort einfach zu wenig untersucht wird (bin selbst Arzthelferin).
Danke noch mal!
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Anja (Archiv)
- Beiträge: 46
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Blut im Urin nach Endoxan-Therapie
Hallo Tina,
ich habe MW und nehme seit 10/2006 MTX. Seit ca. 03/2007 habe ich in den Teststreifen immer eine Anzeige von sehr wenigen Ery`s. Urin wurde in BB untersucht. Blut kam weder aus Blase noch Niere. Der Urologe konnte bei einer Blasenspiegelung nichts feststellen. Hatte er aber auch nicht erwartet, denn nach seiner Aussage liegt das am MTX (siehe auch mal Beipackzettel). Nach seiner Erfahrung mit diversen Patienten die MTX nehmen ist diese leichte Anzeige von Ery´s "normal". An der Anzeige der Teststreifen hat sich bei mir seit 03/2007 nichts geändert. Mache aber regelmäßig meine Kontrollen von Sammelurin in BB. Ich lebe damit und habe mich damit abgefunden.
ich habe MW und nehme seit 10/2006 MTX. Seit ca. 03/2007 habe ich in den Teststreifen immer eine Anzeige von sehr wenigen Ery`s. Urin wurde in BB untersucht. Blut kam weder aus Blase noch Niere. Der Urologe konnte bei einer Blasenspiegelung nichts feststellen. Hatte er aber auch nicht erwartet, denn nach seiner Aussage liegt das am MTX (siehe auch mal Beipackzettel). Nach seiner Erfahrung mit diversen Patienten die MTX nehmen ist diese leichte Anzeige von Ery´s "normal". An der Anzeige der Teststreifen hat sich bei mir seit 03/2007 nichts geändert. Mache aber regelmäßig meine Kontrollen von Sammelurin in BB. Ich lebe damit und habe mich damit abgefunden.
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tina (Archiv)
- Beiträge: 14
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Blut im Urin nach Endoxan-Therapie
Hi Anja!
Hast du mir doch schon alles erzählt! (alte BB-Kumpel!). Ich hab das aber schon vor meiner MTX-Zeit gehabt beim Endoxan-Bolus. Neu ist bei mir nur das ich jetzt auch zeitweise leichte Beschwerden wie eine Blasenentzündung habe. Kann dich ja nächste Woche mal anrufen, wenn ich umgezogen bin ...!
Liebe Grüße!
Hast du mir doch schon alles erzählt! (alte BB-Kumpel!). Ich hab das aber schon vor meiner MTX-Zeit gehabt beim Endoxan-Bolus. Neu ist bei mir nur das ich jetzt auch zeitweise leichte Beschwerden wie eine Blasenentzündung habe. Kann dich ja nächste Woche mal anrufen, wenn ich umgezogen bin ...!
Liebe Grüße!