MTX-Alternative? Frage an Frau Dr Reinhold-Keller

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Antworten
Hubert (Archiv)
Beiträge: 9
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

MTX-Alternative? Frage an Frau Dr Reinhold-Keller

Beitrag von Hubert (Archiv) »

Hallo Frau Dr Reinhold-Keller,



ist es aus Ihrer Erfahrung heraus möglich, dass man - als Alternative zu MTX (habe nun monatelang mit 7,5 mg pro Woche keine Beschwerden gehabt; Diagnose Vaskulitis der Ober- und Unterschenkel unklarer Zuordnung) - mit Sulfasalazin auskommen könnte? Wie entscheidend ist zudem die 1-1,5 Gramm MTX max über die Jahre? Ich habe gelesen, dass selbst dann wenn Leberwerte in Ordnung sind, Schädigungen entstehen können und Biopsien zur Kontrolle ratsam seien?



Vielen Dank für Ihre Antwort.
Christiane (Archiv)
Beiträge: 13
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MTX-Alternative? Frage an Frau Dr Reinhold-Keller

Beitrag von Christiane (Archiv) »

Hallo Hubert,



ich bin zwar nicht Frau Reinhold-Keller, aber du hast mir vorhin schon mal auf meine Frage zur Muskelschwäche geantwortet. Bei rheuma-online gibt es jeder Menge Infos zu den Medikamenten, aber das weißt du sicher schon :-).

Für welches Langzeitrheumamedikament man sich entscheidet, ist immer ganz individuell verschieden, z.B Alter, Kinderwunsch.

Ich selbst nehme seit ca. 6 Jahren MTX, zuerst 1x10mg/w oral, das hat sich dann langsam gesteigert bis hin zu 25 mg i.m. (gespritzt, momentan nehme ich 2x 10 mg/w. Dies alles bei guten Leberwerten. Nur einmal waren sie leicht erhöht, da hatte ich einen Magen-Darm-Infekt, und auch nicht genug getrunken. Ansonsten ist mir nur manchmal etwas übel, ist aber nichts gegen die Schmerzen, die ich sonst hätte. Warum und wo sollen denn diese Biopsien gemacht werden?



freundliche Grüße, Christiane
Hubert (Archiv)
Beiträge: 9
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MTX-Alternative? Frage an Frau Dr Reinhold-Keller

Beitrag von Hubert (Archiv) »

Hallo Christiane,



in der Packungsbeilage (MTX Metex) steht etwas über diese kumulative Dosis. Zudem habe ich dies in einem Artikel gefunden (ganz am Seitenende): s. http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk12a-01.html



Allerdings ist der schon etwas älter...bin halt ein wenig ins Grübeln gekommen...
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MTX-Alternative? Frage an Frau Dr Reinhold-Keller

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo!

Also bei der Rheumatoiden Arthritis kann Sulfasalazin eine Alternative zu MTX sein, aber bei der Vaskulitis wird Sulfasalazin nicht eingesetzt. Wenn Ihre Vaskulitis wirklich komplett in Remission ist, dann kann man unter engmschigen Kontrollen die MTX-Therapie langsam ausschleichen, also wenn Sie jetzt bei wöchentlich 7.5mg schon über Monate sind, dann wäre der nächste Schritt 7.5mg nur noch alle 2 Wochen..Leider weiß man eben nicht genau, WIE LANGE muss eine remissionserhaltende Therapie durchgeführt werden und es gibt leider keine Marker, wer ist für einen Rückfall besonders gefährdet. Noch etwas zu der MTX-Dosis, die gibt es nicht mehr, als man begann, MTX in der Rheumatologie einzusetzen gab es in der Tat die Empfehlung, diese Therapie auf 2 Jahre zu begrenzen und wenn sie darüber hinaus fortgesetzt wird, regelmäßige Leberpunktionen durchzuführen. Heute wissen wir aber, dass bei entsprechenden Kontrollen MTX über viele Jahre und Jahrzehnte gegeben werden kann und keine Obergrenze der Dosis gibt.

Alles Gute!

Priv-Doz. Dr. Eva Reinhold-Keller
Hubert (Archiv)
Beiträge: 9
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MTX-Alternative? Frage an Frau Dr Reinhold-Keller

Beitrag von Hubert (Archiv) »

Vielen Dank für diese Informationen. Ich finde es wirklich sehr, sehr hilfreich, dass Sie uns in diesem Forum mit Rat zur Seite stehen. Vielen Dank besonders hierfür!
Antworten