Glaubersalz

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Gabi (Archiv)
Beiträge: 11
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Glaubersalz

Beitrag von Gabi (Archiv) »

Hallo liebe Forumsbesucher



Seit zwei Jahren habe ich eine Grossgefäss-Vaskulitis. Da ich nebst anderen Nebenwirkungen permanent unter Verstopfung leide, möchte ich demnächst eine dreitägige Entschlackungskur mit Glaubersalz machen (das Glaubersalz nur einmalig am Anfang).

Im Buch von Frau Dr. Reinhold-Keller und auch sonst lese ich immer wieder, dass Vaskulitis-Patienten möglichst wenig Salz zu sich nehmen sollen. Hat Glaubersalz etwas mit dem gängigen Salz gemeinsam und kann mir jemand verraten, ob dies eher schlecht ist, wenn ich es einnehme?

Auf Informationen würde ich mich freuen.



Mit einem herzlichen Gruss aus der vernebelten Schweiz

Gabi
Theres (Archiv)
Beiträge: 318
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Glaubersalz

Beitrag von Theres (Archiv) »

Hallo Gabi



Ich habe auch Grossgefass Vaskulitis! Ich persönlich würde eine solche Entschlackungskur nicht machen. Ich kann Dir nicht sagen warum, ich glaube ich hätte zu grossen Respekt davor.



Welche Nebenwirkungen hast Du denn noch? Und von welchen Medikamenten?



Gruss Theres
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Glaubersalz

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo Gabi, also das einmalige Glaubersalz macht sicher nichts. Aber sog. Entschlackungskuren sind umstritten, diese 3 Tage fasten bringen weder hinsichtlich Gewichtsreduktion etwas noch ändern sie prinzipiell langfristig etwas an Ihrem Stuhlgang...ich wüßte jetzt auch nicht, außer bestimmte opiathaltige Medikamente, welche anderen Medikamente bei Vaskulitis Verstopfung machen sollten...Also mittel-und langfristig nicht hilfreich.

Alles Gute

PD DR Eva Reinhold-Keller
Gabi (Archiv)
Beiträge: 11
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Glaubersalz

Beitrag von Gabi (Archiv) »

Hallo Frau Reinhold-Keller



Was sie vermuten stimmt so schon. Ich nehme täglich 2 x 100mg Tramadol retard sowie stündlich 20 Tropfen Tramal und zusätzlich 4 mal pro Tag Dafalgan 1gr. Die opiathaltigen Tramadol/Tramal verursachen bei mir vermutlich die Verstopfung, da sie ja den Darm sehr, sehr träge machen. Ich hatte bis zu Beginn meiner Krankheit nie Probleme mit der Verdauung. Gehe wegen meinen Schmerzen täglich 3 Stunden laufen und versuche mit Ernährung (wie in ihrem Buch beschrieben)die Darmträgheit ein wenig zu beheben. Leider hilft das nichts. Ich kann jeweils 7 Tage nicht aufs WC und am 8. Tag nehme ich ein Dulcolax und dann geht es. Ich denke, so lange wie ich die starken Medikamente einnehme wird sich da nicht sehr viel ändern. Auch weiss ich natürlich dass Dulcolax nicht die Lösung ist.

Um einfach mal den Körper zu reinigen wollte ich 3 Tage lang nur Wasser trinken sowie täglich eine Kräuterbouillon trinken und anschliessend wieder ganz normal weitermachen (und wie gesagt zur einmaligen Darmentleerung das Glaubersalz nehmen).



Mit einem herzlichen Gruss

Gabi
Gabi (Archiv)
Beiträge: 11
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Glaubersalz

Beitrag von Gabi (Archiv) »

Hallo Theres



Die schlimmsten Nebenwirkungen der Erkrankung sind die Schmerzen die ich tagtäglich habe während 24 Stunden bis auf wenige Tage im Jahr wo es mir besser geht. Die Schmerzen betreffen hauptsächlich meine Muskulatur im ganzen Körper aber auch die Gelenke.



Ich habe seit Monaten Schweissausbrüche, brennende Beine, Gefühlsstörungen an Beinen, Füssen und Händen. Taubheitsgefühle, in letzter Zeit wieder vermehrt Sehstörungen, d.h. die Sehkraft wird noch schlechter. Erschöpfungszustände, dauernde Müdigkeit obwohl ich seit einem Jahr 50 Prozent IV habe und nur noch 40 Prozent arbeite.



Ich Moment nehme ich nur noch 5 mg Prednisolon sowie 20 mg Sirdalud und sonst eigentlich nur noch die Schmerzmedi.



Ich hoffe aber doch, dass mit den wärmeren Tagen die Schmerzen auch wieder weniger werden.



Werde die Hoffnung nicht aufgeben, dass die ganze Situation sich noch verbessert. Jetzt gehe ich zur Akupunktur um zu sehen, ob die Schmerzen damit verringert werden können, sollte dies nicht nutzen, wird mich der Rheumatologe in eine Rheumarehabilitation anmelden um zu schauen was mit meiner Muskulatur los ist.



Mit einem ganz herzlichen Gruss

aus dem heutigen sonnigen Toggenburg

Gabi
Theres (Archiv)
Beiträge: 318
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Glaubersalz

Beitrag von Theres (Archiv) »

Hallo Gabi,



Die Muskelschmerzen kenne ich auch. Ebenso die Gefühlsstörungen an Händen und Füssen. Eigentlich habe ich mich mit den gleichen Beschwerden gekämpft wie Du. ausser die Sehstörungen hätte ich nicht. Oder mit vielen Beschwerden kämpfe ich heute noch. Doch seit meine Kopfschmerzen und das Krankheitsgefühl verschwunden sind, fühle ich mich wieder wie ein Mensch!



Die 5 mg Kortison sind ja keine Menge mehr! Bist Du noch am reduzieren?



Wenn Du möchtest kannst Du mir ein e-mail schreiben. Ich hätte noch so viele Fragen.



Grüsse aus dem wunderschönen Emmental (Schweiz) Theres
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