folgen langer cortison einnahme

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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nancy (Archiv)
Beiträge: 7
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

folgen langer cortison einnahme

Beitrag von nancy (Archiv) »

vor 5 jahren im sommer traf mich das schicksal sehr schlimm ich war stark erkältet zudem hatte ich starke zerkratzte beine mit starken wunden und roten flecken...

ich ging zum arzt landete dann sofort im krankenhaus man stellte vaskulitis fest cih war 16 jahre und könnte kaum noch laufen und mußte cortison nehmen... hoch dosiert die neben wirkungen waren bei mir stark zuersehen... ein stakre gewichtszunahme mit aufgeschwollenen gesicht usw... starke deprissionen die auch noch heute anhalten...

mittlerweile habe ich wieder 40 kilo abgommen und weiger mich stark cortison zunehmen lieber ertrage cih die schmerzen als wieder so zuenden...

cortison ist in meinen augen das schrecklichste was es gibt und ich werde es nie wieder nehmen...
Theres (Archiv)
Beiträge: 318
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von Theres (Archiv) »

Hallo Nancy



Ich habe das Kortison fast ähnlich erlebt wie Du.



Ich bin immer noch am abbauen, nehme zur Zeit noch 5 mg/Tag.



Jedoch möchte ich dazu sagen, dass am Anfang meiner Krankheit Arteriitis temporalis für mich das Kortison Lebenserhaltend war und der Nutzen grosser war als der Schaden.



Jetzt nach ca. 1 jähriger Einnahme, war der Schaden grösser als der Nutzen.

In Zusammenarbeit mit meinen Ärzten muss ich jetzt einen Weg finden, der für mein Körper wieder akzeptierbar ist.



Schönes Wochenende wünscht Theres
Mario (Archiv)
Beiträge: 71
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von Mario (Archiv) »

Hallo Nancy,

tut mir leid, dass dieses Medikament so schlecht bei dir nebenwirkt.

Aber deswegen gleich Schmerzen (und wahrscheinlich noch viel mehr) zu riskieren, halte ich für übertrieben. Natürlich muss man zwischen Nutzen und Schaden abwägen (wie Theres bereits sagte).

Etwas allgemeines: Cortison ist ein Hormon der Nebennierenrinde. Genauer heißt das Hormon Cortisol (oder in einiger Literatur habe ich auch schon Hydrocortison gelesen).

Bei den synthetisch hergestellten Cortisontabletten, die man von den Ärzten verschrieben bekommt, gibt es jedoch auch unterschiede. Zwar nur in Nuancen und die Wirkung ist nahezu identisch, aber es gibt Menschen, die das eine besser vertragen, als andere. Vielleicht gibt es da Alternativen (um ein paar Produktnamen zu nennen: Prednison, Prednisolon, Dexamethason, Methylprednisolon oder Fludrocortison (Das sind diese, die ich eben auf die schnelle in meinem schlauen Büchlein gefunden habe).

Vielleicht hilft ja ein Gespräch beim Arzt, um eine für dich gut verträgliche Lösung zu finden?!?

Gruß und gute Besserung

Mario
Henni (Archiv)
Beiträge: 17
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von Henni (Archiv) »

hallo nancy,



mir hat das cortison das leben gerettet. am beginn meiner wegener erkrankung war es das einzige medikament, das so schnell und so gut wirkte. mit allen nebenwirkungen, gewichtszunahme usw., aber ich lebe und ich lebe gut. natürlich nehme ich so wenig cortison wie möglich, war lange ganz ohne, nach einem schub im april wieder mehr und jetzt nur noch 3mgr. tägl.



schade, dass du andere erfahrungen machst.



liebe grüße

henni
Ingrid (Archiv)
Beiträge: 73
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von Ingrid (Archiv) »

Hallo Nancy,



es ist traurig, dass du so schlechte Erfahrungen mit Cortison gemacht hast. Natürlich ist Cortison ein Medikament mit vielen Nebenwirkungen, allerdings auch eines, dass meistens sofort und wirksam hilft.



So war es auch bei mir und ich bin froh, dass Cortison mir gut geholfen hat. Im Moment bin ich noch beim Reduzieren ( 4mg), hoffe aber noch auf 3 mg zu kommen. Ich habe keine sichtbaren Nebenwirkungen gespürt, keine Gewichtszunahme, keine Wassereinlagerungen, auch die Knochendichte ist altersgemäß.



Welche Medikamente nimmst du denn, damit die Vaskulitis "in Schach gehalten" wird? Was sagen deine Ärzte?



Ich wünsche dir alles Gute,



Ingrid
nancy (Archiv)
Beiträge: 7
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von nancy (Archiv) »

hallo ihr lieben...



ich danke euch für eure zahlreichen fragen an mich und der reichlichen antworten...



die vaskulitis war eine zufallserkennung, als ich denn arzt meine beine zeigte was in meinen körper los ist war die vaskulitis schon soweit vorgedrungen das ein halt kaum möglich war.... denn bis zu denn tag an hatte ich alles verschwiegen die schmerzen usw... das einzigste was meine eltern mitbekommen haben waren meine ständigen zahnschmerzen und die wurzelbehandlungen und entfernungen eine nach der andern und keiner wusste woher das kommt bis zum schluß auch noch fieber und eine starke vereiterte erkältung dazu kam wo das eiter schon fast in mein gehirn saß... beruflich stand ich sehr unter druck deswegen bin ich erst gegangen als es echt nicht mehr ging... ja an denn tag das war im september 2002 hatte ich 4 zahnwurzelspitzen resktionen hinter mir und eine große offene fleisch wunde am bein die ich bis zu denn tag geheim hielt... ich könnte vor schmerzen kaum noch laufen bin dann zum arzt und wurde per not eingeliefter und da lang ich dann schon... cortison war damls das einzige was hief die schmerzen und die wunden die entstanden waren zu heilen .. naja... 2 jahre nahm ich cortison durchweg bis ich sagte nein ich will das nicht mehr... von denn tag an beschäftigte ích mit der krankheit auch nciht mehr nahm keine medikamente mehr dagegen und lebe mein leben... ich selber merke es wenn es mir schelchter geht und dann trete ich einfach kürzer ( das probiere ich zumindestens immer klappt leider beruflich nicht immer) mitte diesen jahres beschäftigte ich mich wieder mehr mit dieser krankheit und so bin ich dann auf diese seite gelandet und machte letzte woche meinen ersten eintrag dazu... was ihr hier leist ist meine meinung zu meinen leben´und meiner gesundheit... ich arbeite in einer krankenkasse und in einen fitnessstudio der sport tut mir gut er lengt mich ab und ihr wert es nicht glauben aber seitdem ich 5 mal die woche sport treibe halt ich mein körper fit und habe ca 4 mal im jahr einen häftigen anfall meiner vaskulitis und das wars also keine größern probleme...

in der krankenkasse habe ich gelernt mit medikamenten verfügungen usw umzugehen ich selbst besitze seit mitte diesen jahres eine die sämtliche medikamente insbesondern cortions enthalten zur ablehnung...

die ärtze und meine familie finden dieses reaktion von mir nicht toll das ich mich selbst aufgebe aber es ist mein leben...

ich hoffe ihr versteht mich???



schönen abend die nancy
Theres (Archiv)
Beiträge: 318
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von Theres (Archiv) »

Bin doch erstmals ein bisschen Sprachlos!
Kerstin (Archiv)
Beiträge: 63
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von Kerstin (Archiv) »

Hallo Nancy



Ich verstehe deine Reaktion du willst einfach deine Krankheit nicht wahr haben, ein normales Leben führen ohne Medikamente und ohne Cronisch krank zu sein. Mir fällt es auch schwer meine Krankheit anzunehmen die in allen Bereichen das Leben verändert hat. Hatte auch andere Pläne im Leben.

Keinesfalls wollte ich Rentner werden . Aber mit der Krankheit geht das nicht mehr.Ich habs akzeptiert und freue mich jetzt das ich meinen Tag gestalten kann wie ich will.Ich habe Mw und weiß das ich ohne cortison und Arava nicht leben kann.Bin seit 2 Jahren in Remission und es ist trotz allen ein gutes Leben. Denk dran es gibt noch schlimmere sachen wie Krebs oder Aids.

Willst du dein junges Leben denn wegwerfen Cotison ist lebensrettent.



Wünsche dir alles Gute Kerstin
ingrid-anna (Archiv)
Beiträge: 81
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von ingrid-anna (Archiv) »

Liebe Nancy,



ich glaube Du bist noch recht jung und ich kann auch verstehen, dass man da mit Erkrankungen "nichts zu tun haben will". Alles ingnorieren, sich durch die sportlichen Leistungen das Gegenteil beweisen, weil, wenn dieses Pensum noch geht, dann kann man ja nicht krank sein! Und es ehrt Dich, dass Du aus beruflichen Gründen absolut nicht krank sein möchtest, durchalten ist alles, auch wenn es kaum zu schaffen ist - das erinnert mich alles so sehr an mich *smile*.



Mein Beruf war mir IMMER wichtiger wie meine Gesundheit. Eine gute Freundin hatte mal zu mir gesagt: "Auch wenn du dir deine Gesundheit dafür ruinierst, damit wird der Kranz auf Deinem Grab auch nicht grösser" Das klingt jetzt sicherlich etwas makaber, aber eigentlich hatte sie recht. Ich musste immer schmunzel, wenn sie das zu mir sagte.



Liebe Nancy, So wie du schreibst, scheinst du dich ja wieder etwas mehr mit Deiner Erkrankung zu beschäftigen. Das ist sicherlich instinktiv geschehen und das ist gut so. Sonst wärst Du auch nicht auf dieser Webseite gelandet. Aber das könnte doch auch ein bißchen ein Hinweis sein, dass dieses "Verdrängen" nicht sooo gut klappt und ein paar Zweifel, ob das was du tust bzw. nicht tust, vielleicht doch nicht so das Richtige ist?



Du weist ja, dass eine Vaskulitis nicht alleine vom "ich will die nicht haben" weggeht ;-))). Hab' ich über ein Jahr lang auch gedacht. Wenn ich nur will, dann verschwindet diese Autoimmunerkrankung wieder *seufz*. Hat überdies nicht funktioniert :-((( Ich bin jetzt am Ende des 2. Jahres meiner Erkrankung. Aber es geht mir gut und es geht mir viel viel besser, seit sie diagnostiziert ist und mit Cortison behandelt wird. Ich war sehr froh, dass es Corti gibt, weil das hatte mir sofort geholfen. Natürlich habe ich auch zugenommen. Von Kleidergrösse 38/40 auf satte 42 = 8 Kilo. Ich weiß, das ist nicht so viel, aber ich habe auch sehr auf's Essen geachtet und gehe auch mind. 2 x die Woche ins Fitness-Studio.



Natürlich willst du jetzt leben, leben, leben! Aber du möchtest doch in ein paar Jahren auch noch leben? Eine Vaskulitis ist nicht mit Verdrängen und viel Sport zum Ablenken in die Knie zu zwingen, leider, sonst würde ich das ja auch tun *smile*.



Deine Vaskulitis muss kontinuierlich behandelt werden. Jetzt mag das ja in jungen Jahren Dein Körper gerade noch so verkraften, aber wer weiß wie lange noch? Und dann? Vielleicht bereust Du ja dann doch, so mit Deiner Gesundheit umgegangen zu sein, weil Du ja dann auch noch ein bißchen gut leben möchtest? Oder nicht?



Ganz viele liebe Grüsse

ingrid-anna
tina (Archiv)
Beiträge: 14
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: folgen langer cortison einnahme

Beitrag von tina (Archiv) »

Hallo Nancy!

Auch ich muß mich einigen meiner "Vorredner/inen anschließen:

Ich nehme jetzt schon seit 2.5 Jahren täglich Cortison ein - erst 40mg jetzt mein niedrigster Stand 9mg mit 30mg Arava. Auch mir hat das Cortison letztendlich mein Leben gerettet! Ich habe das sehr dramatisch im Juli 2005 im KH erlebt als ich einen neuen Schub bekam (ich habe CSS mit Herzbeteiligung) und ich innerhalb weniger Stunden einen "Herzklabaster" bekam, der dann durch 100mg Cortison beherschbar wurde. Ich bin dann noch auf der Intensivstation gelandet - aber ich lebe noch! Nebenwirkungen sind bei mir Gewichtszunahme (ca 6kg)u. Osteoporose. In Anbetracht der eigenlichen schweren Erkrankung und das man wirklich schon einmal echte Todesangst gehabt hat finde ich die Nebenwirkungen akzeptabel - besser wäre natürlich gar keine Medikamente aber man kann es sich nun mal nicht aussuchen! Auch mit Krankheit und Medikamenten (auch Cortison) ist das Leben doch noch sehr lebenswert! Ich hoffe die vielen Zuschriften machen dir Mut und du siehst, daß sehr viele Menschen mit Cortison leben!
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