2 Diagnosen - Muskelschwäche

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Antworten
ingrid-anna (Archiv)
Beiträge: 81
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

2 Diagnosen - Muskelschwäche

Beitrag von ingrid-anna (Archiv) »

Ich versuchs noch mal:





Ich habe eine RZA Vaskulitis seit Dez. 05 und nehme derzeit noch 7 mg Cortison (Cortisoneinnahme seit ca. 1 3/4 Jahr). Jetzt gibt es leider zwei unterschiedliche, sich widersprechende Diagnosen für meine Muskelschwäche:



1. Beim niedergelassenen Neurologe wurde Anfang Aug. 07 nach einem EMG folgende Diagnose ermittelt: keine Anzeichen für eine Myopathie, es wurde ein auffälliges neurogenes Muster festgestellt.



2. In der Uni-Erlangen wurde am 19. 09.07 durch verschiedene Tests und körperliche Untersuchungen, eine cortisonbedingte Myopathie diagnostiziert. Im EMG zeigte sich diesmal kein "neurogenes Muster".



Die Diagnose der cortisonabhängigen Myopathie wurde mir vom Prof. (der allerdings diese Diagnose schon vor den körperlichen und gerätemäßigen Untersuchungen vermutete!) so erklärt:



Eine Polyneuropathie sei nicht zu erkennen und ein Zusammenhang der Muskelschwäche und der Vaskulitis ebenfalls nicht, da unter anderem auch der CK-Wert nicht erhöht sei (der sei sogar eher niedrig). Und MUSKELSCHMERZEN hätte ich auch nicht.



Auf meine Frage, ob noch ein MRT gemacht wird: ein MRT sei unter diesen Umständen nicht erforderlich.



Ich bin schon sehr froh, dass der "Verdacht" einer neurogen Muskelerkrankung sich nicht bestätigt hat, eine cortisonbedingte Myopathie ist mir da nun doch schon viel "lieber".

Wobei ich gelesen habe, dass sich eine cortisonbedingte Myopathie evtl. nach jahrelanger Einnahme von über 30 mg Cortison einstellen kann!!! Das passt allerdings nun doch wieder nicht so ganz auf meine Einnahmezeit- und Menge?!!!



Welcher Diagnose soll ich denn nun "glauben"??? Oder können/sollten noch irgendwelche Untersuchungen gemacht werden?



Vielen Dank für die Antworten und liebe Grüsse

ingrid-anna
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: 2 Diagnosen - Muskelschwäche

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo, das kann man einfach nur in Zusammenschau ALLER Befunde entscheiden, manchmal kann man es auch erst im Verlauf von Monaten oder länger unterscheiden. Das ist leider so. Also aus meiner Fernsicht spricht auch nichts dagegen, eine Woche mal 10mg pro Tag zu nehmen. Sie müssen das aber unbedingt VORHER mit Ihren Ärzten besprechen.

Alles Gute

PD Dr Eva Reinhold-Keller

Hamburg
ingrid-anna (Archiv)
Beiträge: 81
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: 2 Diagnosen - Muskelschwäche

Beitrag von ingrid-anna (Archiv) »

Danke für Ihre Antwort Frau Dr. Reinhold-Keller. Eine Frage habe ich noch:



Wäre es zum jetzigen Zeitpunkt angebracht, noch ein MRT machen zu lassen?



Danke und viele Grüsse

ingrid-anna
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: 2 Diagnosen - Muskelschwäche

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo, also ein MRT könnte zumindest SICHER entzündliche Veränderungen ausschließen, aber es ist ja auch gut möglich, dass die Muskelbeschwerden Ausdruck einer noch schwelenden Entzündung der großen Beingefäße ist.

Alles Gute

PD Dr Eva Reinhold-Keller
Antworten