HILFE! Muskelschwäche-2 unterschiedliche Diagnos

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ingrid-anna (Archiv)
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HILFE! Muskelschwäche-2 unterschiedliche Diagnos

Beitrag von ingrid-anna (Archiv) »

War heute in der Uni-Klinik Erlangen, Muskelambulanz, um dort meine Muskelschwäche abklären zu lassen. Ich habe eine RZA Vaskulitis seit Dez. 05 und nehme derzeit noch 7 mg Cortison (Cortisoneinnahme seit ca. 1 1/3 Jahr). Jetzt habe ich zwei unterschiedliche, sich widersprechende Diagnosen!



1. Beim niedergelassenen Neurologe wurde Anfang Aug. 07 nach einem EMG folgende Diagnose ermittelt: keine Anzeichen für eine Myopathie, es wurde ein auffälliges neurogenes Muster festgestellt.



2. In der Uni-Erlangen wurde heute, unter anderem durch verschiedene Tests und durch körperliche Untersuchungen, eine cortisonbedingte Myopathie diagnostiziert. Im EMG zeigte sich diesmal kein "neurogenes Muster".



Die Diagnose der cortisonabhängigen Myopathie wurde mir vom Prof. (der überdies sehr nett war und sich auch Zeit genommen hatt) so erklärt:



- Muskelschwäche, verzugsweise in den Oberschenkeln, keine Schmerzen und keine CK-Werterhöhung sprechen bei Cortisoneinnahme für eine Myopathie, auch wenn in den letzten 5 Monaten "nur" 8 bzw. 7 mg Cortison eingenommen wurden; wobei bei 7 mg die Nebenwirkungen eigentlich zurückgehen sollten.



- eine Polyneuropathie ist ebenfalls nicht zu erkennen und ein Zusammenhang der Muskelschwäche mit der Vaskulitis ebenfalls nicht, da unter anderem auch der CK-Wert nicht erhöht sei. Der sei sogar eher niedrig.



- ein MRT sei unter diesen Umständen nicht erforderlich (ich hab' da noch mal nachgehakt, ob ein MRT gemacht wird)



Ich bin schon sehr froh, dass der "Verdacht" einer neurogen Muskelerkrankung sich nicht bestätigt hat, eine cortisonbedingte Myopathie ist mir da nun doch schon viel "lieber".



Aber nun bin ich etwas über die beiden doch sehr unterschiedlichen Diagnosen irritiert! Soll ich es nun dabei belassen??? Und warten, ob es schlimmer wird???



In den letzten 3 - 4 Wochen haben sich überdies die Muskelbeschwerden verstärkt. Ich spüre die Muskulatur bei Belastung (Treppen, Stuhl aufstehen, Auto einsteigen - meistens muss ich mein rechtes Bein noch mit der Hand herholen- Morgensteifigkeit/Benommenheit und schwere Glieder, längeres Gehen -einige Kilometer-) grundsätzlich. Und manchmal bin ich nun doch wieder extrem körperlich müde und energielos und schleppe mich so durch den Tag.



Wobei ich den Eindruck habe, dass das durch die "schweren Muskeln" kommt und weniger mit der eigentlichen Grunderkrankung zu tun hat.



Vielen Dank für die Antworten und liebe Grüsse

ingrid-anna
ingrid-anna (Archiv)
Beiträge: 81
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: HILFE! Muskelschwäche-2 unterschiedliche Diagnos

Beitrag von ingrid-anna (Archiv) »

Habe gerade zur cortisonbedingten Myopathie das gefunden:



"7) Bewegungsapparat

Neben einer seltenen akuten Myopathie („critical illness myopathy“) kann eine chronische Cortisonmyopathie auftreten. Typisch ist hierfür nach längerer Therapie mit über 30mg Prednisolonäquivalent neben einer Muskelatrophie die Schwäche der stammnahen Muskulatur (Aufstehen aus der Hocke, Kämmen, Umdrehen im Bett etc.). Die CK ist meist normal, nach Steroidreduktion ist die Myopathie meist reversibel."



30 mg Cortison habe ich z.B. nur am Beginn der Erkrankung (das ist nun schon 1 3/4 Jahre her) für 1 Woche eingenommen und dann mit der Reduzierung in 5 mg-Schritten angefangen!



Ich weiß irgendwie nicht, welcher Diagnose ich nun "glauben" soll?



Gruß

ingrid-anna
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