als langjänrige klassische primäre Sjögren-Patientin bin ich nun ratlos darüber, was ich nun zusätzlich habe: Hautvaskulitis oder Lupus lauten zwei verschiedene Fachmeinungen?
Anfang des Jahres bildeten sich rote "Pickel" an beiden Schienbeinen und an beiden Unterarmen und Händen, die sich zügig zu roten brennenden und heißen Flächen vereinten bzw. nach und nach auch noch vereinzelt auf dem Rücken, Dekolletee und an den Oberarmen auftraten. Ich wurde zuerst auf Lichtdermatose behandelt mit Kortisonsalben. Erst Kortisongaben (50 mg langsam ausschleichend) zeigten Wirkung.
Was ist unter einer Hautvaskulitis bei pSS zu verstehen und wie ist die Prognose? Gibt es einen sekundären Lupus und woran erkennt man ihn?
Danke vorab und Gruß Eva Schön
Hautvaskulitis?
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PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Hautvaskulitis?
Hallo Eva!
Ca. 20-25% der Patienten mit primären Sjögren-Syndrom entwickeln eine sekundäre Vaskulitis, ganz führend dabei Hautmanifestationen. Man sollte um dies zu sichern aus einer frischen Hautveränderung unbedingt eine Gewebeprobe entnehmen und auch nach anderen Organmanifestationen einer Vaskulitis suchen, z.B. Lunge, Niere und Nervensystem. In aller Regel reicht eine alleinige Cortisontherapie nicht aus.
Alles Gute
PD Dr Eva Reinhold-Keller
Ca. 20-25% der Patienten mit primären Sjögren-Syndrom entwickeln eine sekundäre Vaskulitis, ganz führend dabei Hautmanifestationen. Man sollte um dies zu sichern aus einer frischen Hautveränderung unbedingt eine Gewebeprobe entnehmen und auch nach anderen Organmanifestationen einer Vaskulitis suchen, z.B. Lunge, Niere und Nervensystem. In aller Regel reicht eine alleinige Cortisontherapie nicht aus.
Alles Gute
PD Dr Eva Reinhold-Keller
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Eva (Archiv)
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Re: Hautvaskulitis?
Hallo Frau Dr. Reinhold-Keller,
herzlichen Dank für Ihre sehr hilfreiche Information. Ich habe aber noch eine weitere Frage: Seit Auftreten meiner Hautvaskulitis vor 5 Monaten bekomme ich unter leichter Belastung sichtbar geschwollene brennend-juckende Füße um die Knöchel herum bis in die Zehen reichend und auch das Gefühl gesamt dicker schwerer Beine. In Ruhestellung über Nacht bessert es sich und dann geht es wieder von vorne los. Mein Arzt sagte, dass dies die hohe Kortisongabe (50mg) sei und ich solle abwarten. Jetzt bin ich bei 5 mg seit einer Woche, aber die schmerzenden Schwellungen sind nicht besser geworden - im Gegenteil. Könnte es hier einen Zusammenhang mit der Hautvaskulitis geben?
Danke vorab und beste Grüße
Eva
herzlichen Dank für Ihre sehr hilfreiche Information. Ich habe aber noch eine weitere Frage: Seit Auftreten meiner Hautvaskulitis vor 5 Monaten bekomme ich unter leichter Belastung sichtbar geschwollene brennend-juckende Füße um die Knöchel herum bis in die Zehen reichend und auch das Gefühl gesamt dicker schwerer Beine. In Ruhestellung über Nacht bessert es sich und dann geht es wieder von vorne los. Mein Arzt sagte, dass dies die hohe Kortisongabe (50mg) sei und ich solle abwarten. Jetzt bin ich bei 5 mg seit einer Woche, aber die schmerzenden Schwellungen sind nicht besser geworden - im Gegenteil. Könnte es hier einen Zusammenhang mit der Hautvaskulitis geben?
Danke vorab und beste Grüße
Eva