Cyclophospamid u. Wechseljahre

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Tina (Archiv)
Beiträge: 130
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von Tina (Archiv) »

Hallo an alle Forumleser!

Also meine Frage: Wo kann man klinische Studien zu Cyclophospamid Therapie und verfrühte Menopause nachlesen? Ich (39Jahre) bin der Meinung, daß ich seit letztes Jahr nach ca. 10 Monaten Endoxan (erst Bolus, dann Dauertherapie) in den Wechseljahren bin. Jedenfalls sprechen alle Symptome dafür (Ausbleiben der Regel seit nun über einem Jahr, Zunahme der Osteoporose, trockene Schleimhäute, letztes Jahr Schlaflosigkeit, depressive Phasen usw). Mein behandelnter Frauenarzt glaubt das aber nicht - er sagt dafür sei das Endoxan in der Vaskulitis-Therapie zu niedrig dosiert und will auch eine Blut-Hormonstatus nur bestimmen, wenn ich die Kosten hierfür selbst trage! Ich habe hier im Forum schon gelesen, daß es zu diesem Thema med. Studien gibt die ich meiem Arzt gerne vorlegen möchte! Danke im Vorraus
Andrea Sch. (Archiv)
Beiträge: 65
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von Andrea Sch. (Archiv) »

Hallo, zu Studien kann ich zwar nicht verweisen, aber ich habe Cyclophosphamid selbst sowohl als Tabletten als auch als Infusion bekommen. Bereits nach 4 Wochen Tabletten war ich in den Wechseljahren, das hatte mir der behandelnde Arzt auch gesagt. Ich arbeite als Krankenschwester in der Tumorheilkunde und weiß daher auch, dass dies leider eine typische "Nebenwirkung" wie bei vielen anderen Zytostatika ist, die Dosierung spielt da keine Rolle.

Alles Gute!

Andrea
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo, hierzu gibt es viele Studien, insbesondere bei Lupus-Patientinnen, die ganz überwiegend junge Frauen sind. Dass CYC zu vorzeitiger Menopause führt ist gut gesichert, es hängt nur teilweise von der Gesamtdosis ab, sondern ganz wesentlich in welchem Lebensalter das CYC gegeben wird, d.h. die gleiche Dosis bei einer 20jährigen muss nicht zur vorzeitigen Menopause führen, aber bei einer 30jährigen Frau schon, also: je später das CYC gegeben wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, auch nach relativ geringen CYC-Dosen in die Menopause zu kommen.

alles Gute!

PD Dr Eva Reinhold-Keller
Simone (Archiv)
Beiträge: 220
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von Simone (Archiv) »

Hallo Tina,

also ich bin seit gut 2 J. in der Menopause, da war ich gerade mal 33 J.. Ganz sicher kam es bei mir durch Endoxan, zwischen Bolustherapie und Tbl. form war einfach Schluss.

Mit dem Frauenarzt hatte ich bzgl. Hormonstatus keine Probleme mit den Kosten, das übernahm alles die Krankenkasse.

In Moment hadere ich mit mir bzgl. Hormone.

Ansonsten wünsche ich dir alles Gute.

Gruss Simone
Tina (Archiv)
Beiträge: 130
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von Tina (Archiv) »

Danke für eure Antworten!

Werde ich bei meinem Frauenarzt vorlegen!
Tina (Archiv)
Beiträge: 130
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von Tina (Archiv) »

Hallo liebe Forumleser!

Wollte Euch nur von meinem Termin bei meinem Frauenarzt berichten: Also, er hat Eure Antworte (auch die v. Fr. Dr. Reinhold-Keller) kaum angesehen und mir gesagt, "er hätte schließlich seine Doktorarbeit über Endoxan geschrieben und er glaubt trotz allen nicht daran, daß ich in den Wechseljahren bin"! Auf meine Frage, was es denn für negative Auswirkungen für mich hätte, wenn es doch so wäre (außer gesteigerte Oseoporose-Risiko), sagte er mir, daß ich auch ein gesteigertes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen habe. Eine Hormongabe soll ich aber mit meinen Kardiologen abklären (wegen meiner Herzbeteiligung). Also werde ich jetzt versuchen im Septemter wenn ich meinen nächsten Termin in BB habe dort einen Termin bei Dr. Sievers zu ergattern um eine zweite Meinung zu hören und auch vieleicht dort einmal einen Hormonstatus zu machen um zu wissen, wo man wirklich dran ist. Liebe Grüße an alle!
Theres (Archiv)
Beiträge: 318
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von Theres (Archiv) »

Hallo



O Schreck........

Ich verstehe nicht warum viele (nicht alle) Aerzte gelich eingeschnappt sind, wenn man von einer anderen Meinung erzählt oder nur antönt, dass wir uns erkundigt haben.





Mein Ex-Rheumatologe war genau so.

Bei jeder Sitzung äusserte er sich folgendermassen.



Ich bin hier der Spezialist, ich sage was geht. Bitte machen Sie was ich sage.......................



Die Folgerung: Ich hab ihn ausgewechselt.



Gruss Theres
Tina (Archiv)
Beiträge: 130
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von Tina (Archiv) »

Hi theres!

Mit dem Arztwechsel ist es bei uns gar nicht so leicht! Ich wohne "sehr ländlich" und dieser Gyn ist schon 15km vom Wohnort weg! Aber ich muß ja auch nur ca. 2x jährlich zu dem Mann - also was solls! Danke aber für dein Interesse!
Simone (Archiv)
Beiträge: 220
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Cyclophospamid u. Wechseljahre

Beitrag von Simone (Archiv) »

Hallo Tina,

wie ich das kenne....auch bei mir meinten 3 Ärzte es käme auf keinen Fall von Endoxan, der letzte im Krankenhaus sagte dann eindeutig, klaro es kommt davon, da er auch selbst viele Krebspat. behandelt und stellenweise auch so eine Form von Endoxan o. ä. genommen wird. Egal was man sagt, man muss selbst an sich denken und darauf pochen. Ich selber habe nun keinen FA mehr, da ich auf keinen Fall eine Hormontherapie nehmen möchte und auf totales Unverständnis stieß...tja ein sehr laut gewordener Frauenarzt stand dann vor mir....leider...

Aber ich wollte wirklich meinem Körper nicht noch mehr zumuten.

Trotzdem ich hoffe, du tust das richtige für dich.

LG Simone
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