MW und MTX

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Geli (Archiv)
Beiträge: 43
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

MW und MTX

Beitrag von Geli (Archiv) »

Hallo zusammen,

ich nehme nun schon seit über 8 Wochen MTX 15 mg und was ich eh schon seit Jahren nehme (Predni - Omeprazol u. bei Bedarf Iboprofen) w Endzündungswerte und Gelenkschmerzen fast über all.

Nun sind die Endzündungswerte zwar runter gegangen (CRP unter 20 und Leukos unter 14000, aber immer noch leicht erhöht und es schwankt fast von Woche zu Woche) aber die Gelenkschmerzen bleiben und sind zum Teil stärker geworden, ich bin oft so erschöpft - und ich habe einen schmerzenden geschwollenen Fuß (Fußgelenk) / mein Arzt ist etwas frustriert und meinte, manchmal bräuchte es auch 10 - 12 Wochen, bis es eine Besserung bringt mit MTX.



Ich habe eher das Gefühl, das sich mein Körper gegen das MTX wehrt! Klingt vielleicht komisch (mein Arzt hat darauf nicht reagiert), aber was habt Ihr für Erfahrungen in der Anfangszeit mit MTX gehabt?



Danke für`s zuhören ... über Antworten wäre ich sehr dankbar.



Geli
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MW und MTX

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo, ich glaube nicht, dass sich der Körper gegen MTX wehrt...zum einen kommt die volle Wirkung noch und dann ist zu überlegen, die Dosis zu erhöhen, 15mg pro Woche ist eher wenig. Und es sollte zur besseren Wirksamkeit gespritzt werden, entweder in die Vene oder unter die Bauchhaut.

Alles Gute!

PD Dr Eva Reinhold-Keller
Nicky (Archiv)
Beiträge: 20
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MW und MTX

Beitrag von Nicky (Archiv) »

Hey,

Ich war gerade erst vom 24.5.06-13.6.07 zur Reha in Bad Bramstedt wo es mir immer schlechter ging (Schwindel, Schwäche und Gelenkschmerzen).Als ich dann an einen guten Arzt (Dr. Lamprecht) aus dem Klinikum geriet wies er mich dort in die Klink ein (13 Tag). Dort haben sie eine ganze Station für Vaskulitis. Es wurde ein PET gemacht doch haben sie keinen akuten Entzündungen gefunden. Sie entscheiden das MTX von 20 auf 25mg (bei 67 kg Körpergewicht) hoch zu setzten nehme dazu aber noch 10 mg Cortison. Das war am 25.6.07 wo ich auch aus dem Krankenhaus verlassen habe. Seit dem ich wieder zuhause bin geht es mir wieder schlechter doch.

Sie nehmen rellatif wenig MTX doch ich würde mich freuen wenn wir das gemeinsam im Auge behalten würden.

Welche Vaskulitis haben sie und wie lange ist sie schon bekannt?
Geli (Archiv)
Beiträge: 43
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MW und MTX

Beitrag von Geli (Archiv) »

Vielen Dank Fr. Dr E Reinhold-Keller,

für die schnelle Antwort - und ich dachte schon das wäre eine "höhere Dosis" öhm ... da bin ich aber froh - und das mit der "...zum einen kommt die volle Wirkung noch", wie lange kann es dauern, bis die volle Wirkung kommt?



Noch etwas, ich habe maßive Konzentrationsschwierigkeiten, so das ich schon vom Arbeitgeber "abgemahnt" wurde ... kann das mit MW zusammen hängen? Und wird das von MTX verstärkt?

Übrigens soll ich die Folsäure weg lassen, damit die Wirkung stärker wäre (oder so)laut meines Arztes, ist das Sinnvoll?



Nochmals vielen Dank für die schnelle Antwort ... es ist, nee es tut gut zu wissen, das auf der anderen Seite ein erfahrener Arzt sitzt - schade dass ich eher aus dem "Süden von Deutschland komme" ...



Erfolgreiche Woche noch



Geli
Geli (Archiv)
Beiträge: 43
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MW und MTX

Beitrag von Geli (Archiv) »

Hi Nicky,



Morbus Wegnener im Anfangstadium in der Nasenschleimhaut ohne Beteiligung der inneren Organe (GOTT SEI DANK) :-) seit 2005 festgestellt, seither aber keien C-Anca oder Pr3-Anca werte mehr gehabt, nur diese höheren Endzündungswerte und mehr und mehr Probleme mit den Gelenken (von Zehen bis hin zur Schulter) und den Zähnen ... trage eine Teilprothese im Mund eigentlich sollte ich 2 tragen, aber ich kann es im Unterkiefer nicht aushalten das tut einfach zu weh, und es ist ganzt NEU angepasst worden!!!



Ja, es scheint wirklich so zu sein, dass ich wenig MTX nehme ... es ist auch gut so, wenn es mehr sein darf, dann soll es langsam passieren (ich bin so ein Schisser mit Medikamenten, tu mir so schwer damit :-)) .... Aber wie gesagt, wenn man es noch steigern kann, und es nötig ist, werde ich es mit meinem Arzt besprechen ... und ich wiege einiges mehr als paarundsechzig kg ... habe zwar vom letzten Sommer bis jetzt über 10 kg abgenommen, aber bedenkenlos kann ich da wohl noch paar mg draufsetzten lassen ...



Wie geht es Dir jetzt Nicky, was für eine Art Vaskulitis hast Du - oder habe ich das überlesen vorher? Wie war es bei Dir mit der Konzentration? Wird MTX bei Dir gespritzt? Fragen Fragen Fragen ....



Bis dann



Geli
Nicky (Archiv)
Beiträge: 20
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MW und MTX

Beitrag von Nicky (Archiv) »

Vielen Dank für die Liebe Antwort!



Ich habe Takayasu-Ateriitis, bin erst 21 Jahre alt und die Krankheit wurde 12.06 erkant. Seit dem versuche ich wieder auf die Beine zu kommen. Wegen der Konzentration „Das schreiben am PC fällt mir schon schwer da ich auch mit Sehstörungen zu kämpfen habe“ Wenn man sich so schwach fühlt ist das kein Wunder im Januar bin ich deswegen noch nicht einmal Auto gefahren da es zu gefährlich war.

Ich spritze mir das MTX übrigens selber das ist zwar unangenehm aber so ist man unabhängig und mir wurde von Ärzten gesagt das man bei Tabletten nicht genau sagen kann welche menge aufgenommen wird. Habe also bitte keine angst ich habe es auch geschafft und das obwohl ich furchtbare Abneigungen dagegen hatte.

Hoffe dir geht es bald besser und lass von dir hören.
Anja (Archiv)
Beiträge: 46
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MW und MTX

Beitrag von Anja (Archiv) »

Hallo Geli,



habe auch MW (Diagnose 06/2006). Manifestierte sich im Nasenbereich und in BB wurde Gott sei Dank bis jetzt keine

weitere Organbeteiligung festgestellt. Spritze mir 15 mg MTX selber in den Bauch und am Folgetag nehme ich 15 mg Folsäure.

15 mg MTX sind eher wenig, aber 20 mg habe ich nicht vertragen (enormer Anstieg der Leberwerte). Deshalb hat man in BB auf 15 mg MTX reduziert. Seitdem läuft es ganz gut und ich muss nur noch alle 4-5 Wochen zur Blutkontrolle. Habe auch Gelenkschmerzen und kenne das mit den Konzentrations-schwierigkeiten. Glaube aber nicht das das vom MTX kommt, sondern einfach ein Merkmal der Vaskulitis an sich ist.
Katrin (Archiv)
Beiträge: 77
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: MW und MTX

Beitrag von Katrin (Archiv) »

Hallo zusammen,



also ich denke schon, dass die Konzentrationsstörungen vor allen Dingen mit den Medikamenten zusammen hängen. Das ist jedenfalls mein persönlicher Eindruck. Habe MW mit Nierenbeteiligung und während der Endoxan-Therapie unter starken Konzentrationsstörungen gelitten. Teilweise war es schon peinlich, weil man einfachste Sachen vergessen hat. Inzwischen nehme ich CellCept und die Konzentrationsstörungen sind viel weniger als vorher.

Da ich auch während der Endoxan-Therapie Vollzeit gearbeitet habe, muss man natürlich kleine Hilfsmittel und "Spickzettel" in Anspruch nehmen, um dem Job gerecht zu werden. Habe das aber ganz gut hinbekommen und wie gesagt, inzwischen hat sich das Ganze ja gebessert, aber die Spickzettel liegen immer noch auf meinem Schreibtisch ;-)

(Andererseits verstehe ich manchmal nicht, wie man sich völlig banale Dinge für alle Ewigkeiten merkt und das was relativ wichtig ist, irgendwo im Gehirnskasten auf Nimmerwiedersehen verschwindet...!?)



Alles Gute!

Katrin
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