vaskulitis allergica

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witter (Archiv)
Beiträge: 2
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

vaskulitis allergica

Beitrag von witter (Archiv) »

sehr geehrte frau prof. dr. keller,



meine schwiegermutter hatte im februar einen hustensaft (ambroxol saft)zu sich genommen. nach 3 maliger einnahme bekam sie ausschlag.



hinzu kam 1 tag brechdurchfall.



der hautausschlag wurde immer schlimmer. nach diversen aufenthalten in unter anderem in einer notfallpraxis, krankenhaus amalie sieveking (hamburg) und ihrem hautarzt wurde meine schwiegermutter in das kh st. georg in hamburg überwiesen.

die vorigen ärzte wussten leider keinen rat.



dort wurde eine vaskulitis allergica diagnostiziert.

von anfang märz bis mitte april hatte sie 3 krankenhausaufenthalte. anschliessend wöchentliches pendeln bis heute mit dauernden blutentnahmen.

im krankenhaus wurde der helicobacter pilori bei einer magenspiegelung entdeckt. dieser sollte angeblich der auslöser der vaskulitis allergica gewesen sein. meiner schwiegermutter schenkte man bis heute kaum glauben, dass der hustensaft der auslöser gewesen sei. sie machte eine tripple therapie gegen den helicobacter und eine erneute magenspiegelung steht jetzt an. seit februar nimmt sie neben diversen cremes ständig cortsion. dieses cortison wird immer wieder erhöht oder gesenkt. jer nach ausschlag... anfangs lag die dosis bei 40mg. wir stellten fest, das der ausschlag immer wieder kommt, wenn man bei der dosis 5 bis 10 mg angekommen ist.



meine schwiegermutter ist mittlerweile mit den nerven am ende.

sie ist natürlich auch seit februar arbeitsunfähig geschrieben.

ihr hautarzt schickt sie bei jeden erneuten auflammen des ausschlags immer wieder ins kh st. georg. dort wird sie wöchentlich ambulant begutachtet. eine entzündung ist im blut anhand der senkung nachweisbar.

die stellen am knöchel verheilen überhaupt nicht.

was können wir noch machen?

dürfen wir bei ihnen in bad bramstedt vorstellig werden?

wie lange wäre die wartezeit?

was müssten wir mitbringen?

ich hoffe meine ausführungen haben nicht allzu sehr ihre zeit in anspruch genommen.



für hilfe und rat wären wir ihnen sehr dankbar.



freundliche grüße

christian witter
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: vaskulitis allergica

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Sehr geehrter Herr Witter,

es sind sowohl Medikamente als auch HP-Infektion des Magens als Auslöser einer Vaskulitis allergica bekannt, das hilft aber im Moment nicht weiter, denn Ihre Schwiegermutter hat sicher sowohl den Hustensaft beendet und die HP-Infektion ist auch behandelt. Wichtig ist, dass vaskulitische Manifestationen an anderen Organen ausgeschlossen sind, also insbesondere an der Niere (Nierenwerte im Blut und Urinuntersuchung). Dann muss man die Cortisontherapie behutsam durchführen, also langsam reduzieren, große Sprünge nach unten vermeiden, möglicherweise muss man auch etwas länger bei 10mg/d verharren, wenn dies die niedrigst-wirksame Dosis momentan ist. Wenn das längerfristig die Erkrankung nicht unterdrückt, muss man an eine Cortisoneinsparende Therapie denken. Natürlich kann sich Ihre Schwiegermutter in der Ambulanz Bad Bramstedt vorstellen. Ich selbst bin ja nicht mehr direkt in Bad Bramstedt, sondern in HH niedergelassen.

www.rheuma-spezialisten.de

Alle guten Wünsche für Ihre Schwiegermutter!

PD Dr Eva Reinhold-Keller
witter (Archiv)
Beiträge: 2
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: vaskulitis allergica

Beitrag von witter (Archiv) »

hallo frau PD Dr Eva Reinhold-Keller,



vielen dank für ihre antwort.

wie ich auf der rheuma spezialisten seite sehen konnte sind sie auf dem gelände der klinik dr. guth.

ich habe schon viel gutes von dieser klinik gehört.

ist es richtig bei ihnen nur privat patienten behandelt werden?



viele grüße

christian witter
christian (Archiv)
Beiträge: 1
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: vaskulitis allergica

Beitrag von christian (Archiv) »

hallo,



habe leider bisher keine antwort erhalten, ob frau dr. keller nur privat behandelt. wie dem auch sei, ich habe neuigkeiten in bezug der therapie bei meiner schwiegermama.



sie soll ab nächster woche neben kortison ein medikament nehmen, welches dapson fatol heisst.



kennt jemand dieses medikament? hat jemand damit erfahrung?

das medikament soll dann hoffentlich den durchbruch bringen.

für antworten wäre ich dankbar.



viele grüße

christian
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: vaskulitis allergica

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Guten Tag!

Ja ich habe eine Praxis ohne Kassensitz, betreue aber viele Kassenpatienten, für die wir besondere Bedingungen anbieten, die Sie auf unserer Internetseite www.rheuma-spezialisten.de einsehen können. Die zusätzliche Gabe von Dapson ist sicher sinnvoll, es ist ein sehr bewährtes Mittel um mittelfristig Cortison einzusparen.

Alles Gute!

PD Dr Eva Reinhold-Keller
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