Ich freue mich dieses Forum gefunden zu haben und hoffe mich mit euch ein bisschen austauschen zu können, denn ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung was auf mich zugekommen ist!
Ich bin 28, komme aus dem schönen Oberösterreich und bin soeben das zweite mal Mama geworden.
Bis vor 2 Monaten habe ich noch nie etwas von einer leukozytoklastischen Vaskulitis mit Nierenbeteiligung gehört!
"Hautveränderungen in der Schwangerschaft sind ganz normal" so mein Frauenarzt. Also habe ich diese komischen Punkte an meinen Händen und Füßen akzeptiert und gehofft dass sie nach der Geburt schnell wieder verschwinden. Sind sie auch - jedoch nur für 3 Tage.
Sie kamen schnell wieder, heftiger, schmerzhafter und mit anderen Nebenerscheinungen (konnte kaum noch Treppen steigen).
Haus- und Hautarzt konnten dann schnell feststellen worum es sich handelt und ich wurde noch am selben Tag ins Krankenhaus bestellt.
Verdacht auf Floride IgA - Glomerulonephritis / Leukozytoklastische Vaskulitis. Proteinurie zurzeit bei 3,8 g/24h.
Haben die Therapie gestartet mit 50mg Prednisolon wodurch die Haut schnell besser wurde, jedoch die Werte gleichbleibend und die Nebenwirkungen vom Cortison immer schlimmer. Durfte nun auf 25mg Prednisolon reduzieren und bekam Azathioprin 50mg dazu.
Ich bin stark am überlegen ob ich nicht lieber abstillen sollte?
Wenn ich keine Nebenwirkungen von den Tabletten hätte würde ich nicht merken dass mir etwas fehlt, das macht die ganze Sache schwer zu realisieren/akzeptieren.
1 kg pro Woche mehr, Müdigkeit, Augenprobleme, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit - das volle Programm.
Bis gestern habe ich mich nicht mit der Krankheit auseinandergesetzt. Habe bis dahin eben akzeptiert Tabletten zu nehmen (dachte ist ja nur vorübergehend) und es wird schnell wieder alles beim Alten sein. Meine Blase ist dann ziemlich schnell geplatzt!!
Werde ich ab jetzt immer Tabletten nehmen müssen? Mit Nebenwirkungen leben? Mein Gewicht wahrscheinlich verdoppeln in den nächsten Wochen? Wird es nie wieder wie vorher? Ich fühle mich im Stich gelassen Seitens meines "Arztes" der mir zwar verschiedenste Medikamente verschreibt, mir allerdings nicht sagen kann dass eine Vaskulitis eine Autoimmunerkrankung ist und nicht mehr verschwindet?
Ich freue mich über Antworten und einen Austausch,
liebe Grüße Yvonne