Arteriitis temporalis auch Horton-Krankheit genann

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Waltraud (Archiv)
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Arteriitis temporalis auch Horton-Krankheit genann

Beitrag von Waltraud (Archiv) »

Mich hat die Diagnose im Februar 2007 "eiskalt erwischt". Ich tippte Ende letzten Jahres auf Nebenhöhlenentzündung, wurde auch erst einmal so mit alternativen Mitteln behandelt. Nach dem Motto "kommt von allein und geht auch von allein" habe ich natürlich gehofft so davon zu kommen und schluckte Aspirin und ASS+C ratiopharm im 3-Stunden-Rhytmus. – Weil „ich werde ja in der Firma gebraucht“!



Die Schmerzen wurden immer schlimmer, wanderten von rechts nach links über den Nacken und setzten sich dann an den Schläfen fest. Als die linke Schläfe sehr sichtbar dick wurde und stark pochte bekam ich's dann doch mit der Angst zu tun. Ich bin 59 1/2 Jahre alt und durch einen Arztwechsel der die sofortige Blutabnahme (Blutsenkung) veranlasste, wurde Arteriitis temporalis als Krankheit diagnostiziert die durch einen chirugischen Eingriff bestätigt. Alles was ich über diese Krankheit im Internet danach lesen konnte, stimmte auf den Punkt! So hatte ich es meinem behandelnden Arzt beschrieben.



Die schnelle Gewichtsabnahme innerhalb von 14 Tagen. (hat das Kortison schnell wieder rückgängig gemacht und noch etliche Pfunde dazugelegt ;-((( )

Die starken frühmorgentlichen Schweißausbrüche (sind immer noch da).



Die Gefahr einer Erblindung rüttelte mich dann doch wach!!!! Begonnen hat die sofortige Kortisontherapie mit 50 mg -

Ich bin im Moment immer noch auf 25 MG Prednisolon Ratio, für den Magen Omeprazol (jetzt eine morgens eine Abends) 1 x wöchentlich Alendron und morgens und abends 1 Calcivit D Brausetablette 600 mg. Zwei Augenarzttermin habe ich auch schon hinter mir, Augendruck und Netzhaut – Gesichtsfeld und so. Leider kann eine eventuelle Gefahr der Erblindung nicht vorausgesagt / -sehen werden.



Inzwischen habe ich auch ein „Notfallmedikament“ in der Tasche, da mein Blutdruck am Gründonnerstag von 220 : 186 im Krankenhaus wieder auf Normalwerte heruntergeschraubt wurde. So messe ich nun jeden Morgen und Abend meinen Blutdruck zuhause.

Ich wohne in Hamburg und mein Eintrag ist vom 26.4.2007.

Würde mich freuen, von jemand zu lesen, der diese Krankheit auch hat bzw. ein Angehöriger mir von seinen Erfahrungen berichten könnte – ist ja nicht so oft im Internet vertreten!
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
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Re: Arteriitis temporalis auch Horton-Krankheit genann

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo, also dann müssen Sie natürlich am 11./12.5 nach Bad Bramstedt zur Infotagung kommen. Erstens werden Sie hier viele AT-Patienten kennenlernen, es ist ja die häufigste Vaskulitis und DER Spezialist für diese Krankheit - Dr. Pipitone aus Italien - wird einen Vortrag halten, natürlich in Deutsch! Ich freue mich Sie dort zu treffen!

PD Dr Eva Reinhold-Keller

Hamburg
Waltraud (Archiv)
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Re: Arteriitis temporalis auch Horton-Krankheit genann

Beitrag von Waltraud (Archiv) »

Danke für Ihre Antwort!



Genau so etwas hatte ich gesucht - nun hatte ich in dieser Woche schon meinen Jahresurlaub geplant. Gibt es solch ein Treffen auch noch zu einem späteren Zeitpunkt???? Dann würde ich gerne daran teilnehmen.
PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv)
Beiträge: 714
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Arteriitis temporalis auch Horton-Krankheit genann

Beitrag von PD Dr E Reinhold-Keller (Archiv) »

Hallo Waltraud, in dieser Form, also 2-tägige Bundeweite Infotagung gibt es das in Bad Bramstedt alle 2 Jahre...aber Prof. Pipitone kommt nur einmal...

Alles Gute

PD DR Eva Reinhold-Keller
Waltraud (Archiv)
Beiträge: 6
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Re: Arteriitis temporalis auch Horton-Krankheit genann

Beitrag von Waltraud (Archiv) »

14 Tage Jahresurlaub habe ich jetzt hinter mir!

Davor wurde ich nach dem verbesserten Blutbild auf 15 mg Kortison heruntergesetzt worden. Soweit ging alles gut. Sogar der Blutdruck schnellte nicht mehr so hoch. Nur wurden mir leider meine Grenzen sehr schnell aufgezeigt. 3 Züge Brustschwimmen und ich musste mich nach Luft ringend auf den Rücken legen. Ins Meer traute ich mich wegen der Krämpfe in Arm und Bein schon gar nicht und an Tanzen war nicht zu denken!!!! Bei den Ausflügen in Troia, Ephesus usw hechelte ich als Schlusslicht mit starken Beckenschmerzen hinterher.

Schade eigentlich, ich wollte mit 65 Jahren im Rentenalter endlich "so richtig loslegen" . Nur gut, dass ich beruflich keine körperliche Arbeit machen muss sondern am PC arbeite.

Lieben Gruß an alle

Waltraud - mal gerade kurz vor 60!



PS. Wenn ich so in den Foren herumstöbere bin ich doch froh einen so guten Hausarzt gefunden zu haben, der die Krankheit auch erkannte und sofort behandelte. Den Link von Ihrer Klinik bzw. der schoen-kliniken habe ich an einige Betroffene weitergeleitet. Gibt es vielleicht auch so eine Art "Gesprächskreis" vor Ort???
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