Leflunomid

Alles rund um das Leben mit Vaskulitis
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Leslie
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Leflunomid

Beitrag von Leslie »

Hallo Zusammen,
Ich nehme jetzt seit zwei Jahren Kortison und bin seit 4 Monaten bei 5 mg und jetzt ist der CRP- Wert bei 9,5.
Schon zweimal habe ich versucht, unter 5 mg zu kommen, aber dann ging es mir spürbar schlechter. Bei 5 mg geht es mir eigentlich gut und ich habe auch keinerlei Schmerzen.Meine Rheumatologin sagt, ich muss jetzt wieder auf 10mg und dann wöchentliche Reduktion um 1 mg. Wenn es dann auch wieder nicht funktioniert, soll ich Leflunomid nehmen. Hat jemand Erfahrung damit? Oder sonst eine Idee, was ich tun könnte? Ich bin ein wenig verzweifelt. Ich esse vegan, treibe moderaten Sport, Mittagsschlaf meistens.
herzliche Grüße
Leslie
Ingeborg
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Re: Leflunomid

Beitrag von Ingeborg »

Hallo Leslie,
ein Cortison einsparendes, das Immunsystem dämpfendes Medi einzunehmen, ist meistens angesagt. Deswegen nehme ich seit etwa 12 Jahren Arava, Wirkstoff Leflunomid (MTX znd Aza hatte meine Leber nicht vertragen). Das Arava vertrage ich sehr gut. Am Beginn hatte ich mal etwas Durchfall, auch mal Haarausfall. Das hat sich aber wieder gelegt. Aufpassen solltesst Du aber, falls Du Kribbeln, Mißempfindungen oder Taubheit -meist in den Füßen- bemerkst.
LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Leslie
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Re: Leflunomid

Beitrag von Leslie »

Hallo Ingeborg,
das hört sich ja gut an. Dann probiere ich es mal mit Arava. Nimmst Du zusätzlich noch Kortison? Ist der Haarausfall sehr schlimm? Zu Beginn der Kortisonbehandlung war es bei mir auch so.
Herzliche Grüße

Leslie
Ingeborg
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Re: Leflunomid

Beitrag von Ingeborg »

Also, den Haarausfall fand ich damals nicht so schön. Es legte sich aber bald, und ich hatte dichtes Haar. Und ja, ich nehme immer noch cortison, 10 mg. Das ist so die "normale" Dosis seit Jahren, soweit ich nicht wegen eines Schubs erhöhen mußte. Unter 8 mg bin ich nie gekommen.
Ich wünsche Dir sehr, dass Du mit den Medis für Dich klar kommst.
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
omega
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Re: Leflunomid

Beitrag von omega »

Hallo Ingeborg, ich habe bei Einnahme von MTX schon lange Mißempfindungen an den Fußsohlen, auch etwas drüber, von denen ich tagsüber nichts merke. Beim Couchliegen und Einschlafen ist es manchmal lästig, aber für mich gut vernachlässigbar.
Was meinst du mit Aufpassen?
Für Leslie: ich komme mit 10mg MTX gut zurecht, hatte allerdings am Anfang 20mg, die mir auf die Leber schlugen.
So brauche ich nur noch 3mg corti und werde auch noch versuchen, weiter zu reduzieren.

Lg Omega
maxima
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Re: Leflunomid

Beitrag von maxima »

Hallo Omega

ich habe dieses Mißempfinden auch bis die Waden hoch. Ich reibe meine Beine großzügig mit Franzbrandwein ein, hilft mir gut. Ich nehme infachen mit Menthol, kostet unter 4 € und hält ein paar Wochen

LG maxima
omega
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Re: Leflunomid

Beitrag von omega »

das werde ich mal ausprobieren. Danke,Omega
Ingeborg
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Re: Leflunomid

Beitrag von Ingeborg »

Onega, mit Aufpassen meine ich im Zusammenhang mit Arava und Mißempfindungen, dass der Hersteller in seiner Fachinfo darauf hinweist, Arava am besten abzusetzen.
Meine "alteingesessene" Polyneuropathie würde sich davon leider nicht mehr beeindrucken lassen. Allerdings ist bei mir nicht ganz klar, ob sie von Arava verursacht ist.
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
omega
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Re: Leflunomid

Beitrag von omega »

Danke, Ingeborg. Ja wenn man es doch immer wüßte, was von was kommt.
Meine Mißempfindungen führe ich auf MTX zurück, und hoffe, daß sie reversibel sind. Von Mtx heißt es ja meißt, das die Nebenwirkungen bei Absetzen auch verschwinden.
Bei uns scheint die Sonne, möge sie bei euch allen scheinen. Omega
Ingeborg
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Re: Leflunomid

Beitrag von Ingeborg »

Also, so wie ich das verstanden habe, ist eine Polyneuropathie keine NW, die reversible ist, wie z.B. Haarausfall oder Dzrchfall. Deswegen geht man ihr bei Arava am besten aus dem Weg, denn sie kann ziemliche Einschränkungen und Schmerzen machen und ist kaum therapierbar.
Doch tatsächlich und leider weiß man oft die Ursache nicht. Die könnte auch in der Erkrankung selbst liegen. Besonders gefährdet sind die AAV. Und die kann man nunmal nicht einfach absetzen :(
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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