Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
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Frosch (Archiv)
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Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Schon mehrfach erwähnt im Forum - nochmal aktuell - Artikel in der FAZ
Nebenwirkungen von Protonenpumpeninhibitoren z.B.
Pantoprazol - "Magenschutz"
http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/magensaeureblocker-haben-einige-nebenwirkungen-14451080-p2.html
Stand letztes Jahr bei mir auch auf der Empfehlungsliste des Krankenhauses wegen Prednisolon-Einnahme - ich habe es zum Glück gleich weggelassen, das Prednisolon verursacht keine Magen-Probleme bei der Einnahme.
Nebenwirkungen von Protonenpumpeninhibitoren z.B.
Pantoprazol - "Magenschutz"
http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/magensaeureblocker-haben-einige-nebenwirkungen-14451080-p2.html
Stand letztes Jahr bei mir auch auf der Empfehlungsliste des Krankenhauses wegen Prednisolon-Einnahme - ich habe es zum Glück gleich weggelassen, das Prednisolon verursacht keine Magen-Probleme bei der Einnahme.
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Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Magenschutz - Knochenschutz - Blasenschutz. Ich lach mich tot.
Wie verpeilt ist doch schon die Sprache allein. Und der verordnende Arzt weiß auch noch, im Gegensatz zum Patienten, was passiert.
Deshalb wird hier im Forum der Haferschleim beworben. Hört sich schlimmer an, als es ist. Probiert es aus. Oder anderes, um den Magen auszukleiden.
Strittig ist ohnehin, ob wegen Corti der Magen geschützt werden muß. Vor Jahren zu dumm und zu uninformiert, haben diese Protonenpumpenhemmer bei mir immerhin bewirkt, sie jetzt zu brauchen, um mich nicht von Magensäure verätzt zu fühlen, weil sie das verursacht haben, was sie hätten vermeiden sollen. Ich bin dabei, sie in kleinen Schritten durch Teilen immer mehr zu verringern (bisher klappt es) und nehme sie mittlerweile abends.
Danke Frosch für die Erinnerung.
Wie verpeilt ist doch schon die Sprache allein. Und der verordnende Arzt weiß auch noch, im Gegensatz zum Patienten, was passiert.
Deshalb wird hier im Forum der Haferschleim beworben. Hört sich schlimmer an, als es ist. Probiert es aus. Oder anderes, um den Magen auszukleiden.
Strittig ist ohnehin, ob wegen Corti der Magen geschützt werden muß. Vor Jahren zu dumm und zu uninformiert, haben diese Protonenpumpenhemmer bei mir immerhin bewirkt, sie jetzt zu brauchen, um mich nicht von Magensäure verätzt zu fühlen, weil sie das verursacht haben, was sie hätten vermeiden sollen. Ich bin dabei, sie in kleinen Schritten durch Teilen immer mehr zu verringern (bisher klappt es) und nehme sie mittlerweile abends.
Danke Frosch für die Erinnerung.
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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slenny (Archiv)
- Beiträge: 436
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Danke, dass ihr das Thema wieder angesprochen habt. Ich las den Artikel und hab die Patozolis gleich abgesetzt. Stattdessen nehme ich Iberogast am Abend, bis sich der Magen wieder normalisiert hat. Weiss jemand, wie lange das dauern kann?
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Friedel (Archiv)
- Beiträge: 16
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Meine Frau Elli ist ja gerade in der akuten Behandlungsphase. siehe Thread "Churg-Strauss - Neuerkrankung".
Habe gerade den Artikel gelesen und bin nun unsicher.
Sie hat gestern ihre 2. Endoxan-Infu bekommen und hatte ja auch im Krankenhaus eine akute Magenproblematik trotz Magenspiegelung ohne Befund. Sie bekommt bisher 2x täglich, nun 1xtäglich Pantoprazol 40mg. Dazu 60 mg Prednisolon (jede Woche 5 mg weniger bis 15 mg) und alle 3 Tage 2x Cotrim 960 Antibiotiaka als Blasenschutz.
Magenproblematik ist im Moment weg.
Eure Meinung: Panto während der Endoxan-Therapie nehmen oder absetzen?
Habe gerade den Artikel gelesen und bin nun unsicher.
Sie hat gestern ihre 2. Endoxan-Infu bekommen und hatte ja auch im Krankenhaus eine akute Magenproblematik trotz Magenspiegelung ohne Befund. Sie bekommt bisher 2x täglich, nun 1xtäglich Pantoprazol 40mg. Dazu 60 mg Prednisolon (jede Woche 5 mg weniger bis 15 mg) und alle 3 Tage 2x Cotrim 960 Antibiotiaka als Blasenschutz.
Magenproblematik ist im Moment weg.
Eure Meinung: Panto während der Endoxan-Therapie nehmen oder absetzen?
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Frosch (Archiv)
- Beiträge: 416
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Zu Endoxan kann ich nichts sagen, aber ...
eine Infusion geht nicht über den Magen, oder sehe ich das falsch?
eine Infusion geht nicht über den Magen, oder sehe ich das falsch?
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Frosch (Archiv)
- Beiträge: 416
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Die Antibiotika können Probleme bereiten, aber Pantoprazol hilft da eher nicht
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=36245
als einzigen Grund für Pantoprazol sehe ich das Prednisolon,
dazu gibt es folgende Therapieregel
https://www.rheuma-liga.de/hilfe-bei-rheuma/therapie/medikamentenfuehrer/kortisonpraeparate/therapieregeln/
"Eine routinemäßige Magenschutztherapie ist dagegen nicht notwendig, sondern nur dann erforderlich, wenn bereits ein Magengeschwür besteht oder andere Medikamente eingenommen werden, die die Magen-Darmschleimhaut schädigen. Die Begründung ist einfach: Kortison-Präparate lösen keine Magen-Darmgeschwüre aus, hemmen aber die Wundheilung, so dass aus kleineren Schäden leicht größere werden. Die am häufigsten zu Schäden der Magen-Darmschleimhaut führenden Medikamentengruppe sind die nicht-steroidalen Antirheumatika (Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin, Meloxicam und viele andere, siehe Medikamentenführer Mobil 6/03). Studien haben gezeigt, dass das an sich bereits erhebliche Risiko für Magen-Darmgeschwüre durch nicht-steroidale Antirheumatika sprunghaft ansteigt, wenn gleichzeitig Kortison-Präparate in einer Dosis gegeben werden, die dem doppelten der Grenzdosis (siehe Tabelle) oder mehr entspricht. Lässt sich eine solche gleichzeitige Therapie nicht vermeiden, muss der Arzt entweder eines der neuen, sichereren nicht-steroidalen Antirheumatika („Coxibe“, siehe Medikamentenführer) verordnen, oder eine Magenschutztherapie mit Mitteln wie Omeprazol (z.B. Antra®), Pantoprazol (z.B. Pantozol®) oder Lansoprazol (z.B. Agopton®) durchführen. Andere, schwächere Magenschutzmittel wie Ranitidin (z.B. Zantic®), Sucralfat (z.B. Ulcogant®) oder Antazida (z.B. Maaloxan®, Solugastril®) schützen nicht vor Magen-Darmgeschwüren durch nicht-steroidale Antirheumatika!"
Also, es macht Sinn, wenn deine Frau ein Magen-/Darmgeschwür hat, oder Magen-schädigende Anti-Rheumatika einnimmt, sonst nicht.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=36245
als einzigen Grund für Pantoprazol sehe ich das Prednisolon,
dazu gibt es folgende Therapieregel
https://www.rheuma-liga.de/hilfe-bei-rheuma/therapie/medikamentenfuehrer/kortisonpraeparate/therapieregeln/
"Eine routinemäßige Magenschutztherapie ist dagegen nicht notwendig, sondern nur dann erforderlich, wenn bereits ein Magengeschwür besteht oder andere Medikamente eingenommen werden, die die Magen-Darmschleimhaut schädigen. Die Begründung ist einfach: Kortison-Präparate lösen keine Magen-Darmgeschwüre aus, hemmen aber die Wundheilung, so dass aus kleineren Schäden leicht größere werden. Die am häufigsten zu Schäden der Magen-Darmschleimhaut führenden Medikamentengruppe sind die nicht-steroidalen Antirheumatika (Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin, Meloxicam und viele andere, siehe Medikamentenführer Mobil 6/03). Studien haben gezeigt, dass das an sich bereits erhebliche Risiko für Magen-Darmgeschwüre durch nicht-steroidale Antirheumatika sprunghaft ansteigt, wenn gleichzeitig Kortison-Präparate in einer Dosis gegeben werden, die dem doppelten der Grenzdosis (siehe Tabelle) oder mehr entspricht. Lässt sich eine solche gleichzeitige Therapie nicht vermeiden, muss der Arzt entweder eines der neuen, sichereren nicht-steroidalen Antirheumatika („Coxibe“, siehe Medikamentenführer) verordnen, oder eine Magenschutztherapie mit Mitteln wie Omeprazol (z.B. Antra®), Pantoprazol (z.B. Pantozol®) oder Lansoprazol (z.B. Agopton®) durchführen. Andere, schwächere Magenschutzmittel wie Ranitidin (z.B. Zantic®), Sucralfat (z.B. Ulcogant®) oder Antazida (z.B. Maaloxan®, Solugastril®) schützen nicht vor Magen-Darmgeschwüren durch nicht-steroidale Antirheumatika!"
Also, es macht Sinn, wenn deine Frau ein Magen-/Darmgeschwür hat, oder Magen-schädigende Anti-Rheumatika einnimmt, sonst nicht.
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Hartmut (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Cyclophosphamid (Edoxan)
Methotrexat (MTX)
Azathioprin
sind klassische Zytostatika und toxisch für alle sich selbst replizierenden Zellen in Körper dazu zählen auch die Schleimhäute.
LG.HARTMUT
Methotrexat (MTX)
Azathioprin
sind klassische Zytostatika und toxisch für alle sich selbst replizierenden Zellen in Körper dazu zählen auch die Schleimhäute.
LG.HARTMUT
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Ulli_Werger (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Ihr macht mich richtig Bange.Ich nehme seit 5 Jahren täglich eine Pantoprazol. Seit 2 Wochen muss ich sie 2x nehmen. Hatte mich vor 3wochen etwas überanstrengt. Hatte nachts plötzlich starke Schmerzen und brennen im Brustkorb. Dachte erst ich bekomme einen Herzinfarkt. Mit morgens gleich zur Ärztin. Sie machte ein EKG. Das war aber in Ordnung. Nachdem ich ständig Sodbrennen habe, meinte sie, die Schmerzen kommen vom Reflux. Ich trinke nun im Moment nur koffeinfreien Kaffee. Habe mir auch ein Heilwasser gekauft,welches bei Sodbrennen hilft. Esse auch Haferflocken im Yoghurt. Was genau kann passieren,wenn man es jahrelang nimmt. Ich kenne den Artikel aus der FAZ nicht. Bekomme die Zeitung hier nicht.
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Hartmut (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
Ich nehme seit 2002 Pantoprazol habe damit keine Probleme.
LG.HARTMUT
LG.HARTMUT
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Frosch (Archiv)
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Re: Aktuelle Warnung vor "Magenschutz"-Medik
So wie ich das verstehe wird der Magenschutz im Krankenhaus prophylaktisch gegeben, damit es unter dem Behandlungs-Stress nicht zu Magenblutungen kommt. Das Problem entsteht, wenn es nach dem Krankenhaus-Aufenthalt langfristig weitergenommen wird.
Ulli, Magenprobleme sind ein Grund, die Mittel zu nehmen. Du kannst den FAZ-Artikel lesen, wenn du den Link kopierst und in die Adressleiste deines Browsers einfügst (mit der Maus markieren, STRG+C, in die Adressleiste einfügen mit STRG+V, oder kopieren und einfügen mit der rechten Maustaste)
Hartmut, die Frage ist, ob man dauerhaft etwas prophylaktisch einnimmt, das schädigende Nebenwirkungen haben kann, oder ob man abwartet, bis man das Problem tatsächlich hat.
Ulli, Magenprobleme sind ein Grund, die Mittel zu nehmen. Du kannst den FAZ-Artikel lesen, wenn du den Link kopierst und in die Adressleiste deines Browsers einfügst (mit der Maus markieren, STRG+C, in die Adressleiste einfügen mit STRG+V, oder kopieren und einfügen mit der rechten Maustaste)
Hartmut, die Frage ist, ob man dauerhaft etwas prophylaktisch einnimmt, das schädigende Nebenwirkungen haben kann, oder ob man abwartet, bis man das Problem tatsächlich hat.