und sie wissen nicht was sie tun

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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kletterrose (Archiv)
Beiträge: 322
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und sie wissen nicht was sie tun

Beitrag von kletterrose (Archiv) »

Am 19.09. musste ich als Notfall unser kleines Krankenhaus aufsuchen , Fieber 39,5 Erbrechen . Wurde auf die Innere gelegt.

Leberwerte und Entzündungswerte sehr, sehr hoch hatte ich so vorher noch nicht.

Man vermutete einen Gallenstein ,aber kein Stein im CT hatte vorher auch noch nie Steine.... Magenspiegelung alles entzündet , habe auch Helicobacter pylori und nun kommt es ....bekam Antibiotika , für mich ein Graus. Ciprobay als Infusion - entzündete alle Gefäße und Metronidazol - darf bei ZNS Geschehen nicht gegeben werden , alles dies wird nicht besprochen und der Patient noch mehr Beschwerden ausgesetzt. Wollte dann aber keine Infusionen mehr weil ich das Brennen in den Gefäßen nicht ertragen konnte , gab mir dann Pillen aber änderte nicht die Medikation.



Dann hatte meine Mitpatientin ein ärztliches Konzil und ich musste das Zimmer verlassen , ich ging zur ebenerdigen Terrasse raus und suchte mir eine Bank , auf dem Rückweg übersah ich einen mit Gras überwachsenen Balken und verlor das Gleichgewicht , riss mir die Achillessehne ab .Eine Folge vom Ciprobay ? Meine Gangunsichrheit eine Folge vom Metronidazol ?



Konnte wegen meiner schlechten Blutwerte nicht gleich operiert werden .

Nur bin ich operiert und trage einen Stiefel für ein Vierteljahr.

Mein Bauch ist nicht in Ordnung gekommen , halte Diät.

Man sah dort nicht den Schub , man gab mich auch nicht ab , sah nicht das hämolytische Blut und vieles mehr . Der Abschlussbrief hat mehr als nur einen Mangel . Wenn man wissen will wie man eine Vaskulitis wieder auf Trab bringt so ist dies gelungen.



Für mich ist dies Körperverletzung.



Bitte bleibt auf der Hut , denn solche Ärzte aus dem Tal der Ahnungslosen gibt 4es mehrere.



allen einen schönen Tag.
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: und sie wissen nicht was sie tun

Beitrag von Ingeborg »

Ach manno, Kletterrose,

das hat Dich ja schlimm getroffen. Man müßte quasi jederzeit sein eigener Arzt sein (was aber nicht ist) oder einen erfahrenen Arzt zum Arzt/Krankenhaus mitbringen (was aber auch nicht geht). Oder sich Bedenkzeit ausbitten (was nicht immer möglich ist). Ende vom Lied: man ist ausgeliefert.

Bei "unserer" Erkrankung ist überhaupt vieles, was allgemein üblich mit durchaus hilfreichem, aber sonst harmlosem Ausgang verabreicht wird, sehr kritisch zu betrachten. Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Sturz und den Medies (auch Ciprobay ist lt. Fchinfo nicht geeignet fürs ZNS) wird sich kaum beweisen lassen.



Und im Abschlußbericht steht sicher, Du wärest "gebessert" entlassen. Kenn ich. Du hast ja, wie ich Deinen Beiträgen entnehme, medizinsche Kenntnisse. So würde ich mich an Deiner Stelle an den Patientenvertreter des Krankenhauses und den ärztlichen Direktor, sachlich formuliert, wenden und um Änderung des Entlassungsberichtes bitten.

Ich wünsche Dir gute Besserung.

LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
kletterrose (Archiv)
Beiträge: 322
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: und sie wissen nicht was sie tun

Beitrag von kletterrose (Archiv) »

Hi Ingeborg



na sicher wird man es nicht beweisen können , aber ich finde die ganze Sache doch sehr verwerflich , denn als ich die Infusionen nicht mehr wollte , da kam man schon bald auf die Entlassung und wäre dieser Sturz nicht gewesen so hätte man mich trotz hoher Entzündungswerte auch entlassen. Leider fehlte mir zu diesem Zeitpunkt die nötige Information. So viele blaue Flecken , Petechien und Hauterscheinungen hatte ich noch nie , aber ich habe einiges im Handy festgehalten.





Diese AB's haben bei mir auch einen beißenden Schweißgeruch verursacht. Ich habe diese Pillen auch zu Hause dann nicht mehr genommen .





Na ja dies Krankenhaus sieht mich internistischer Weise nicht mehr , so muss man tatsächlich auch mit fast 40 Fieber weiterfahren.
Ralf N (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: und sie wissen nicht was sie tun

Beitrag von Ralf N (Archiv) »

Hallo Kletterrose,

ach mann, wie sehr mir das leid tut mit Dir...

Drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es Dir bald besser geht.

Danke auch für den Link, habe viele bekannte Namen in Rostock gefunden, auch Ärzte bei denen ich schon in Behandlung war.

Glücklicherweise keine aktuellen Namen.

Ich denke, wir sollten mehr von unserem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch machen. Es ist zwar sehr mühsam, einen neuen Arzt zu finden, aber schließlich ist es unsere Gesundheit und unser Leben...

LG

Ralf
Hartmut (Archiv)
Beiträge: 1674
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: und sie wissen nicht was sie tun

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Hallo Kletterrose

Ciprobay ist dafür bekannt das Achillessehne reißen kann hab Admin die Fachinformation für dich gemailt.

Gute Besserung LG.Hartmut
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: und sie wissen nicht was sie tun

Beitrag von Ingeborg »

Wenn ein Arzt für Anwendungsbeobachtungen über (bereits zugelassene) Medikamente Zahlungen erhält, ist mir das ziemlich wurscht, da ich das System nicht bessern kann. Wenn Patient -nach Aufklärung- nicht in die Gabe zu beforschender Medikamente einwilligt, dürfte das als Körperverletzung zu werten sein. Ich fürchte aber, dass ein Wechsel nicht unbedingt dazu führt, der Forschung aus dem Weg zu gehen, ohne das gesamte System zu ändern.



Die Ärzte und Kliniken, die sich mit der Erkrankung einigermaßen auskennen, sind ohnehin schon selten. Da würde -bei permanentem Blick auf die an wen geleisteten Zahlungen- ein Wechsel-Wunsch wohl schnell dazu führen, letztlich allein dazustehen. Vielleicht gibt es noch einen Arzt in der tiefen Mongolei, von dem wir nicht wissen...?



Zu bedenken ist aber auch, dass manche der Veröffentlichung ihrer so erhaltenen Einkünfte nicht zugestimmt haben. Man kann also mit dieser Info von denen, die sich bekennen, nicht sicherer werden, davon zu kommen. Und ab welchem Betrag sollten Bedenken kommen? Wofür überhaupt wird gezahlt? Auch fürs Auslegen oder Weitergeben einer Patienteninfo des Herstellers? Meine Internistin z.B. hat 62 € erhalten, ein Rheumazentrum im nahen Bereich rd. 40.000, eine Uniklinik rd. 730.000. Ist das Sache der Patientenzahl oder was? Würde ich im Fall des Falles die Klinik meiden? Ich glaube nicht..., dass ich dem System entkomme.



Allerdings, und das ist klar, wenn mir eine Behandlung mehr Beschwerden als Nutzen bringt, würde ich Informationen sammeln und neben der Beschwerde auch rechtliche Schritte nutzen. Für die Zukunft wäre es wohl am besten, vor einer Medikamentengabe immer um ausführliche(!) Aufklärung zu bitten (auf die man ein Recht hat), evtl. die Fachinfo geben zu lassen und sich Bedenkzeit zu erbitten, einen Handy-Kontakt zu einem Arzt seines Vertrauens zu haben, der sich auskennt. Ob das wohl klappt?



Alles Gute für Dich, Kletterrose, und allen.

Ingeborg



Mit Kletterrose: bleibt auf der Hut und paßt auf Euch auf!
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(Viktor Frankl, 1905-1997)
kletterrose (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: und sie wissen nicht was sie tun

Beitrag von kletterrose (Archiv) »

Ja Anwendungsbeobachtungen sind schon wichtig , aber dabei muss man auch korrekt dokumentieren , aber das ist nicht der Fall , auch eine genaue Aufklärung über die Medis wäre wichtig , nur so erhält man ein richtiges Bild. So bin ich es eigentlich aus anderen Einrichtungen auch gewöhnt . Nur hier vor Ort gilt das nicht. Auch wurden hier vor Ort die Vorgaben von Fachkliniken nicht umgesetzt.



der Pat muss schon ganz schön strampeln um gut klar zu kommen.

Und warum müssen solche Mittel bei Patienten angewandt werden , die ohnehin schon chronisch krank sind ?



Mein Problem war durch diese Medis eine Gangunsicherheit und nach der Op durfte ich nur mit dem anderen Bein auftreten , ich hatte äußerste Mühe mich auf meinem li Bein unfallfrei zu bewegen . Das Bein ist das schwächere durch meine neurol. Ausfälle.

Die Treppe kam ich auch nicht hochgehüpft , bin bestimmt nicht unsportlich .

Froh bin ich , dass nach dem Fäden ziehen ich auch das Bein wieder belasten kann.

Aber es dauert ein Viertel Jahr bis die Fußstellung wieder in normal sein wird. Der Sommer ist hin...

Für meinen Bauch werde ich mir nun einen Termin beim Gastro machen und dann noch beim Hämatologen wegen der Blutwerte.



Ich habe mich hier vor Ort von den Ärzten zurück gezogen .



Danke für euren Zuspruch
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