Das ist jetzt eher eine komische Frage, hat wahrscheinlich garnichts mit Vaskulitis zu tun? Aber vielleicht kommt es jemandem bekannt vor.
Ich habe GPA, hauptsächlich im HNO Bereich, Augenbeteiligung hin und wieder und ganz geringfügig in der Lunge, allerdings dort zur Zeit problemlos.
Im HNO Bereich wird es gerade wieder heftiger, blutige Sinusitis seit Pfingsten, ein Innenohr voll und Drehschwindel, die übliche Erschöpfung, Schüttelfrost und Nachtschweiß.
Zusätzlich habe ich seit vielen Jahren auch eine Colitis ulcerosa.
Medikamente: 5 mg Prednisolon/Tag, 7,5 mg MTX/Woche.
Im Januar hatte ich 2 x 1000mg Rituximab, im August soll das wiederholt werden.
Letzen Herbst hatte ich aus heiterm Himmel ein Vorhofflimmern und nehme zusätzlich einen Betablocker.
Vor etwa vier Wochen fing mein Rücken an, morgens sehr steif und schmerzhaft zu sein, zusätzlich zur bekannten Morgensteife. Zuerst ging es jedes mal nach 1-2 Std. von selber weg, dann wurde es heftiger, bis es eines morgens mit einer Bewegung total schmerzhaft wurde und sich dann im Laufe des Tages die Muskeln wie bei einem Hexenschuß im Lendenbereich und oben drüber verhärteten.
Allerdings konnte und kann ich mich problemlos bücken, habe keine Schmerzen oder Taubheit in den Beinen und ein Röntgenbild zeigte keine Fehlstellungen oder gar Bandscheibenvorfall.
Statt dessen entwickelten sich auf einer Seite der Wirbelsäule bis über die Hüfte hinweg lauter runde Blutergüsse. Dunkelbraun bis lila. Ich hatte 3 x sanfte Physiotherapie, um die Muskeln erfolgreich zu lockern und die Blutergüsse wurden heller. Drei Tage später sind sie wieder da, diesmal noch dunkler und der Rückenbereich fühlt sich heiß an und schmerzt, vor allem, wenn ich lange still sitze. Ich versuche, die Muskeln locker zu halten und eine Schonhaltung zu vermeiden, indem ich mich regelmäßig bewege, laufe, Position ändere, wenig sitzen, im liegen ein dickes Kissen unter die Knie, Wärmesalbe usw. - aber egal, die Dinger werden mehr und so langsam ist es schon etwas zermürbend. Und nein, kein Sturz, niemand hat mir einen Tritt gegeben o.ä. Ich habe eigentlich sonst nie Rückenschmerzen. Hatte auch noch nie Hexenschuß o.ä.
Es fühlt sich für mich so an, als wären die Blutergüsse mein Problem?
Blutergüsse
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Ingeborg
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- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Blutergüsse
Guten Morgen, liebe Sabine,
mir kommt bei Deiner Beschreibung der Wirbelsäule und der "Blutergüsse" nach längerem Sinnieren der Begriff der Pannikulitis auf. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung (mit Verhärtung?) des Unterhautfettgewebes, die begleitet wird von runden, rot-lila Flecken auf der Haut. Kommt auch an anderen Stellen, z.B. den Beinen vor.
Guck auch: www.cyclopaedia.de/wiki/Pannikulitis
Ich denk, dass Du mit Massagen etc. nicht viel weiter kommst, sondern Deinen Rheumatologen wegen der Behandlung ansprechen solltest.
Alles Gute.
Ingeborg
mir kommt bei Deiner Beschreibung der Wirbelsäule und der "Blutergüsse" nach längerem Sinnieren der Begriff der Pannikulitis auf. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung (mit Verhärtung?) des Unterhautfettgewebes, die begleitet wird von runden, rot-lila Flecken auf der Haut. Kommt auch an anderen Stellen, z.B. den Beinen vor.
Guck auch: www.cyclopaedia.de/wiki/Pannikulitis
Ich denk, dass Du mit Massagen etc. nicht viel weiter kommst, sondern Deinen Rheumatologen wegen der Behandlung ansprechen solltest.
Alles Gute.
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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dsabine (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Blutergüsse
Liebe Ingeborg, vielen Dank.
ich habe deinen "Vorschlag" der Pannikulitis bei meiner Hausärztin erwähnt. Sie hat sich alles notiert, findet es aber weiterhin rätselhaft, vor allem, weil die Blutergüsse auf der einen Seite fast weg sind, aber dafür nun umso vermehrt auf der anderen Seite der Wirbelsäule sind. Aber auch keine spürbaren Verhärtungen.
In 10 Tagen habe ich den nächsten Termin bei der Rheumatologin, mal sehen, wie es sich bis dahin entwickelt.
Ich bin zwar seit langer Zeit schon bei nur 5 mg Prednisolon, aber die Hausärztin vermutet, dass es dennoch davon kommen kann, also eine Neigung zu blauen Flecken bei Cortisongabe, eventuell in Verbindung mit einer Überbelastung.
????
ich habe deinen "Vorschlag" der Pannikulitis bei meiner Hausärztin erwähnt. Sie hat sich alles notiert, findet es aber weiterhin rätselhaft, vor allem, weil die Blutergüsse auf der einen Seite fast weg sind, aber dafür nun umso vermehrt auf der anderen Seite der Wirbelsäule sind. Aber auch keine spürbaren Verhärtungen.
In 10 Tagen habe ich den nächsten Termin bei der Rheumatologin, mal sehen, wie es sich bis dahin entwickelt.
Ich bin zwar seit langer Zeit schon bei nur 5 mg Prednisolon, aber die Hausärztin vermutet, dass es dennoch davon kommen kann, also eine Neigung zu blauen Flecken bei Cortisongabe, eventuell in Verbindung mit einer Überbelastung.
????
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dsabine (Archiv)
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Re: Blutergüsse
Nur eine kurze Rückmeldung.
Die Rheumatologin hat die Blutergüsse auf einen entzündlichen Prozess in Kombination mit Cortison zurückgeführt.
Sie meint, dass auch durch kleine tägliche, regelmäßige Cortisonmengen die Neigung zu Blutergüssen erhöhrt sein kann, vor allem, wenn sich auch noch was entzündet hat.
Vielen Dank nochmals an Ingeborg für die Infos!
Die Rheumatologin hat die Blutergüsse auf einen entzündlichen Prozess in Kombination mit Cortison zurückgeführt.
Sie meint, dass auch durch kleine tägliche, regelmäßige Cortisonmengen die Neigung zu Blutergüssen erhöhrt sein kann, vor allem, wenn sich auch noch was entzündet hat.
Vielen Dank nochmals an Ingeborg für die Infos!