Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
-
Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Hi Marytrei,
es scheint sich ja nicht um ein kein vorübergehendes, kosmetisches Problem zu handeln. Auch ohne offene Stellen halte ich die wiederkehrende Vaskulitis bereits für einen Organschaden. Die Haut ist, glaub ich, das größte Organ des Menschen. Deshalb kann ich mich nur wiederholen: der Auslöser wird selten bis gar nicht gefunden. Dem Problem soll man am besten so früh wie möglich mit Cortison begegnen. Nur so auch kann eine später evtl. notwendig werdende Hochdosierung von Corti vermieden werden. Hier stimmt der Gedanke der Früherkennung und Schadensrettung für Organe. Da reicht ein abwartendes Beobachten nicht.
Offensichtlich bist Du nicht in fachmännisch guter Behandlung. Falls nach den neuen Untersuchungen auch keine Behandlung begonnen wird, gebe ich Dir den guten Rat, einen vaskulitis-erfahrenen Fachmann hinzuzuziehen.
Alles Gute.
Ingeborg
es scheint sich ja nicht um ein kein vorübergehendes, kosmetisches Problem zu handeln. Auch ohne offene Stellen halte ich die wiederkehrende Vaskulitis bereits für einen Organschaden. Die Haut ist, glaub ich, das größte Organ des Menschen. Deshalb kann ich mich nur wiederholen: der Auslöser wird selten bis gar nicht gefunden. Dem Problem soll man am besten so früh wie möglich mit Cortison begegnen. Nur so auch kann eine später evtl. notwendig werdende Hochdosierung von Corti vermieden werden. Hier stimmt der Gedanke der Früherkennung und Schadensrettung für Organe. Da reicht ein abwartendes Beobachten nicht.
Offensichtlich bist Du nicht in fachmännisch guter Behandlung. Falls nach den neuen Untersuchungen auch keine Behandlung begonnen wird, gebe ich Dir den guten Rat, einen vaskulitis-erfahrenen Fachmann hinzuzuziehen.
Alles Gute.
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
-
Frosch (Archiv)
- Beiträge: 416
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Ingeborg, Maritrey war in Kirchheim bei Professor Hellwig. Sie konsultiert einen Rheumatologen. Was soll sie denn noch machen?
Die leukozytoplastische Vaskulitis verschwindet mit dem Auslöser oder mit Kortison (war bei mir so, der Ausschlag war bei meiner Vaskulitis inklusive). Es gibt keine bleibenden Schäden und keine Folgeschäden. Also, keine Panik.
Auch wenn Kortison kurzfristig kaum Nebenwirkungen hat, ist es ein schwerwiegender Eingriff in Hormonsystem und Stoffwechsel. Es steht in Verdacht, das Thromboserisiko zu erhöhen
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53910
Maritrei hat einen Schlaganfall gehabt.
Maritrey, hast du deinen Rheumatologen gefragt, warum er das mit dem Kortison nicht machen will?
Die leukozytoplastische Vaskulitis verschwindet mit dem Auslöser oder mit Kortison (war bei mir so, der Ausschlag war bei meiner Vaskulitis inklusive). Es gibt keine bleibenden Schäden und keine Folgeschäden. Also, keine Panik.
Auch wenn Kortison kurzfristig kaum Nebenwirkungen hat, ist es ein schwerwiegender Eingriff in Hormonsystem und Stoffwechsel. Es steht in Verdacht, das Thromboserisiko zu erhöhen
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53910
Maritrei hat einen Schlaganfall gehabt.
Maritrey, hast du deinen Rheumatologen gefragt, warum er das mit dem Kortison nicht machen will?
-
Hartmut (Archiv)
- Beiträge: 1674
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Hallo Frosch
Eine chronische Krankheit verschwindet nicht die ist entweder Aktiv oder nicht Aktiv .
LG.HARTMUT
Eine chronische Krankheit verschwindet nicht die ist entweder Aktiv oder nicht Aktiv .
LG.HARTMUT
-
Frosch (Archiv)
- Beiträge: 416
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Hartmut, das ist nicht das, was ich in der Literatur finde.
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie
http://dgrh.de/?id=1994
"Wegen der sehr guten Prognose ist in der Regel keine massive immunsuppressive Therapie notwendig. Im Vordergrund stehen die Elimination möglicher auslösender Noxen, wie z. B. von Medikamenten oder die Therapie von bestehenden Infekten.
Medikamentöse Therapie
In schweren Fällen ist die niedrig dosierte Gabe von Glukokortikoiden erfolgreich. In besonderen und hartnäckigen Fällen wurde für eine Reihe unterschiedlicher Substanzen, wie beispielsweise Colchicin, Dapsone, Pentoxifyllin etc., eine günstige Wirkung auf den Verlauf der kutanen Vaskulitis beschrieben.
Externe Therapie
In Zusammenarbeit mit dem Dermatologen werden lokale Maßnahmen wie Kompressionen und Externabehandlungen durchgeführt."
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie
http://dgrh.de/?id=1994
"Wegen der sehr guten Prognose ist in der Regel keine massive immunsuppressive Therapie notwendig. Im Vordergrund stehen die Elimination möglicher auslösender Noxen, wie z. B. von Medikamenten oder die Therapie von bestehenden Infekten.
Medikamentöse Therapie
In schweren Fällen ist die niedrig dosierte Gabe von Glukokortikoiden erfolgreich. In besonderen und hartnäckigen Fällen wurde für eine Reihe unterschiedlicher Substanzen, wie beispielsweise Colchicin, Dapsone, Pentoxifyllin etc., eine günstige Wirkung auf den Verlauf der kutanen Vaskulitis beschrieben.
Externe Therapie
In Zusammenarbeit mit dem Dermatologen werden lokale Maßnahmen wie Kompressionen und Externabehandlungen durchgeführt."
-
Hartmut (Archiv)
- Beiträge: 1674
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Na dann viel Erfolg beim experementieren .
LG.HARTMUT
LG.HARTMUT
-
Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Frosch, im Zeitpunkt der stationären Aufnahme in der Klinik bei Prof. Hellmich stand der Befund der Biopsie noch aus, wie Marytrei schrieb. Die Vermutung des behandelnden Arztes, es käme vom Medikament, scheint ja, wie es aussieht, nicht zu stimmen. Jetzt ist sie in Behandlung eines Rheumatologen, der offensichtlich zaudert. Warum hilft er nicht? Liest auch er in der Apotheken-Umschau und keine Fachliteratur?
Es ist ja richtig, den Ball flach zu halten, wenn man den Auslöser kennt oder das Verschwinden der Petechien nach Weglassen des Medikaments in Kürze vermuten kann. Aber meiner Meinung nach nur dann. Nach fast nem halben Jahr kann doch gerade ein Fachmann nicht mehr wirklich dran glauben. Die Literatur sowie die Erfahrungen anderer, meiner eingeschlossen, sprechen jedenfalls dagegen.
Man findet hier im übrigen auch viele kompetente Stellungnahmen von Frau Prof. Reinhold-Keller zu diesem Problem, auf die ich mich hauptsächlich stütze.
Gruß, Ingeborg
Es ist ja richtig, den Ball flach zu halten, wenn man den Auslöser kennt oder das Verschwinden der Petechien nach Weglassen des Medikaments in Kürze vermuten kann. Aber meiner Meinung nach nur dann. Nach fast nem halben Jahr kann doch gerade ein Fachmann nicht mehr wirklich dran glauben. Die Literatur sowie die Erfahrungen anderer, meiner eingeschlossen, sprechen jedenfalls dagegen.
Man findet hier im übrigen auch viele kompetente Stellungnahmen von Frau Prof. Reinhold-Keller zu diesem Problem, auf die ich mich hauptsächlich stütze.
Gruß, Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
-
Hartmut (Archiv)
- Beiträge: 1674
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
@Frosch
"Fach Literatur", Therapie der Immunvaskulitiden
von Professor Dr. Wolfgang Gross
UNI-MED VERLAG ISBN 3-89599-512-6
"Fach Literatur", Therapie der Immunvaskulitiden
von Professor Dr. Wolfgang Gross
UNI-MED VERLAG ISBN 3-89599-512-6
-
kletterrose (Archiv)
- Beiträge: 322
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Hallo Marytrei
hast du auch schon nochmal einen Hämatologen drauf schaun lassen in Richtung , Thrombophilie ?Und es kann der D Dimer in Ordnung sein und es liegt trotzdem eine Thrombose vor... Es kommen ja oft viele Faktoren zusammen und manchmal muss auch noch zusätzlich weiter untersucht werden. Und manchmal sind auch ASS und Heparin konträr , aber da sollte noch mal geschaut werden.
Dir alles gute
hast du auch schon nochmal einen Hämatologen drauf schaun lassen in Richtung , Thrombophilie ?Und es kann der D Dimer in Ordnung sein und es liegt trotzdem eine Thrombose vor... Es kommen ja oft viele Faktoren zusammen und manchmal muss auch noch zusätzlich weiter untersucht werden. Und manchmal sind auch ASS und Heparin konträr , aber da sollte noch mal geschaut werden.
Dir alles gute
-
Marytrei (Archiv)
- Beiträge: 57
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Danke Kletterrose für deine Hilfe. Damals beim Schalganfall wurde natürlich eine thrombophelie gemacht, damals war alles normal. Das stimmt wie ich gelesen habe kann Ass und heparin das auch machen, sowie ibu. Wäre nochmal einen Ansatz dem ich nachgehen werde.
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem vaskulitis Zentrum in Dresden? Ist zwar richtig weit weg von mir aber wenn die gut sind...
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem vaskulitis Zentrum in Dresden? Ist zwar richtig weit weg von mir aber wenn die gut sind...
-
Marytrei (Archiv)
- Beiträge: 57
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Petechien nach Kieferschmerzen und Medikamenten
Hallo an Alle,
So Rheumatologe hat mich gerade angerufen!
Alle Werte normal (crp, Anca, kreatinin etc.) außer IGA ist leicht erhöht. 4,13 anstatt 4(Obergrenze). So jetzt die Frage, da es damals als ich Blut abgenommen bekommen habe vor 1,5 Wochen krank war (leichtes Fieber, Erkältung, nadennebenhölenentzündung) ob vlt deshalb erhöht war?!? Ich soll jetzt auf jeden Fall noch zum Nephrologen und dann will er mir Cortison geben.
So und heute blühe ich, sogar erstmalig am Oberarm die ersten Punkte. Ich weiß gar nicht mehr wie ich das in den Griff kriegen soll.
Meint ihr nochmal eine Gewebeprobe wäre gut?
Wenn es jetzt über das WE schlimmer wird was mach ich dann?
Keiner kennt sich hier unten am Bodensee aus
So Rheumatologe hat mich gerade angerufen!
Alle Werte normal (crp, Anca, kreatinin etc.) außer IGA ist leicht erhöht. 4,13 anstatt 4(Obergrenze). So jetzt die Frage, da es damals als ich Blut abgenommen bekommen habe vor 1,5 Wochen krank war (leichtes Fieber, Erkältung, nadennebenhölenentzündung) ob vlt deshalb erhöht war?!? Ich soll jetzt auf jeden Fall noch zum Nephrologen und dann will er mir Cortison geben.
So und heute blühe ich, sogar erstmalig am Oberarm die ersten Punkte. Ich weiß gar nicht mehr wie ich das in den Griff kriegen soll.
Meint ihr nochmal eine Gewebeprobe wäre gut?
Wenn es jetzt über das WE schlimmer wird was mach ich dann?
Keiner kennt sich hier unten am Bodensee aus