Integrationsfachdienst

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Integrationsfachdienst

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Ich wollte nur mal ein Lob auf diese Einrichtung loswerden und würde mich freuen, wenn andere mir Erfahrungen (egal ob positiv oder negativ) schildern könnten.



Ich bin nur sehr zögerlich dorthin gegangen, dachte eigentlich, dass man sich hier nur um psychisch kranke Menschen kümmert. Ist aber nicht so.



Nach längeren Gesprächen, u.a. mit meinem Arbeitgeber, und verschiedenen Anträgen, die alle von der Mitarbeiterin des Integrationsfachdienst organisiert und geleitet wurden, hat mein Arbeitgeber nun einer ganzen Liste von Verbesserungen an meinem Arbeitsplatz zugestimmt und z.T. sofort umgesetzt.

Meine Situation am Arbeitsplatz hat sich gravierend verbessert.



Und manche Vorschläge meines Arbeitgebers wurden sofort erfolgreich abgewiesen, weil sie eigentlich nur gemacht wurden, um mich schneller zu verrenten.





https://de.wikipedia.org/wiki/Integrationsfachdienst
slenny (Archiv)
Beiträge: 436
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Integrationsfachdienst

Beitrag von slenny (Archiv) »

Hallo dsabine, das betriebliche Eingliederungsmanagement ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die Gespräche anzubieten und evtl. Maßnahmen umzusetzen. Im Fall einer Klage gegen eine Kündigung haben Mitarbeiter Nachteile, die diese Gespräche ablehnen. Integrationsfachdienst ist nur ein anderer Begriff für das BEM.

Allen eine sturmfreie Bude :) wünscht slenny
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Integrationsfachdienst

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Das mag alles so sein, aber meine Erfahrung war nun, dass meine Vorschläge und meine Wünsche eins zu eins umgesetzt wurden, ohne dass ich meine eigentliche Erkrankung irgendwie offenlegen musste. Der GdB war ausreichend.



Die Beratungsgespräche und die Gespräche mit meinen Vorgesetzten - mit Vertretern des Personalrats und der Schwerbehindertenvertertung - verliefen alle nach den von mir vorgegebenen Tagesordnungspunkten. Das Protokoll wurde mir zur Zustimmung/Ablehnung danach jeweils zugeschickt.



Ich habe andere Vorschläge, z.B. von meinen direkten Vorgesetzten, erfolgreich abgelehnt und immer auf meine berufliche Expertise verweisen können.



Eine BEM hatte ich in den Vorjahren seit 2010 immer abgelehnt, das auch in meiner Personalakte vermerken lassen. Dies hier war meine eigene Initiative.



Ich arbeite im öffentlichen Dienst und ich bin Gewerkschaftsmitglied.
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Integrationsfachdienst

Beitrag von Ingeborg »

es ist doch mal erfreulich, zu lesen, dass in diesem Fall der Gesetzestext bzw, die dahinter stehende Forderung für Schwerbehinderte und die Wirklichkeit in Übereineinstimmung gebracht werden konnten.

Glückwunsch, dasbine.
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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