Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
slenny (Archiv)
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Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von slenny (Archiv) »

Hallo Jens,

vieles ist schon gesagt, was ich auch wichtig finde:

- Befunde mitnehmen

- Vertrauensperson mitnehmen

- vom Arzt bestätigte Mediliste dabei haben

- sachlich und höflich sein, vor allem alles, wirklich alles, was der Gutachter sagt, hinterfragen und um Erklärung bitten. Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.



Zur DRV: durch meine Reha und eine Sachbearbeiterin der DRV, die ich während der Reha als Mitpatientin kennenlernte weiß ich, dass der Med. Dienst alles allein entscheidet und sich gegen Antragsteller vollständig abschottet. Die Sachbearbeiter sind lediglich Ausführende. Auch der Gutachter arbeitet dem Med. Dienst nur zu. Ich wünsch dir viel Glück, vor allem bei der geplanten Behandlung.

LG slenny
linchen (Archiv)
Beiträge: 402
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Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von linchen (Archiv) »

Ich denke auch das du sicherlich die DRV von den Neuerlichkeiten unterrichten solltest. Der Besuch beim Gutachter ist sicherlich dennoch okay. Denn selbst wenn Du gerade "besser aussiehst" ist ja die Grunderkrankung da und die schwere Therapie die du ab demnächst durchmachen musst auch zu berücksichtigen.

Ich habe derzeit auch nicht sooo eine schlechte Phase, bin dennoch von der DRV lebenslang berentet worden, ohne angeschaut zu werden. Aber sie wussten dort genau das unsere Erkrankung ja kommt und geht und das Stress auch immer wieder Schübe hervorrufen kann und somit war die Entscheidung damals schnell gefällt.



Alles Gute, vorallem aber auch für die Therapie
jens (Archiv)
Beiträge: 163
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Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von jens (Archiv) »

Hallo noch mal,



Gestern war die Begutachtung. Lief genau so wie ich es schon befürchtet hatte. Der Rheumatologe hatte bisher noch nie was mit einer Vaskulitis zu tun. Ich wurde orthopädisch untersucht. Habe ihm zwar gesagt das da zur Zeit nicht der Schwerpunkt liegen würde, aber das wollte er nicht wirklich hören.

Wichtig waren ihm Fragen wie, ob ich ein Haus hätte, wie groß mein Grundstück wäre, wieviele Autos wir haben, wo und als was meine Frau arbeitet und noch einiges für mich unwichtiges mehr.

Hatte echt das Gefühl das er komplett überfordert war und er mit solchen Fragen nur ablenken wollte.

Normalerweise bekommt man ja seine Therapie wie z.b. Endoxan und dann hat man nach einiger Zeit seine Ruhe. (Waren seine Worte) Habe ihm dann gesagt das es aber nicht immer so einfach wäre. Darauf ging er ab nicht ein.

Achja ein Lungentest wurde auch gemacht. Da er bei den ersten beiden Malen schlecht war, haben wir ihn eben so lange wiederholt bis er besser war. War echt ein Witz.

Schon wie es im Untersuchungsraum aussah sagte alles aus. Überall lagen seine Schmierzettel rum. Alles komplett unaufgeräumt und durcheinander.

Also ganz ehrlich ohne jetzt alles schlecht zu reden, aber so wie das abgelaufen ist, ist echt eine Zumutung gewesen.

Er hat zwar zum Schluss erwähnt das er sie Rente weiter empfehlen wird, aber ob ich ihm da glauben kann, da bin ich mir nicht so sicher.

Lasse mir das Gutachten auf jeden Fall vom Rententräger zukommen, auch bei einer Bewilligung. Habe irgendwie das Gefühl so ein wenig verschaukelt worden zu sein. Naja vlt täusche ich mich ja auch.

Gesundheitlich hat sich bei mir nach der Kombitherapie mit Endoxan und Mabthera noch nicht viel getan. Nehme ja zur Zeit noch 20mg Cortison und dadrunter wird das Auge schon wieder dick. Zwar noch nicht so wie es mal war, aber es fängt eben wieder an. Keine Ahnung ob sich noch was tut. Die letzte Infusion war ja am 17.11.

Habe in der Zeit mal die Knochendichte übprüfen lassen. In dem Befund steht das ich nun eine Osteopenie habe und an einem Oberschenkelhals wäre der Wert -2,5. Ist wohl der Grenzwert zur Osteoporose. Wundert mich nicht bei der Menge an Cortison die ich im laufe der Zeit schon genommen habe. Bekomme bis jetzt alle 14 Decristol 20000.

Keine Ahnung ob da jetzt noch was dazu kommt an Medikamenten.

So das war ein kurzer Lagebericht. Wünsche euch dann noch eine schöne Vorweihnachtszeit.



Lg jens
Marion (Archiv)
Beiträge: 122
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von Marion (Archiv) »

Hallo Jens,



warte erstmal ab. Ich war auch schockiert nach der Untersuchung und was das für eine Praxis war. Daher war ich dann vom Ergebnis der Begutachtung sehr positiv überrascht.



Lg Marion
Ralf N (Archiv)
Beiträge: 435
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von Ralf N (Archiv) »

Hallo Jens,

wenn Du es noch nicht gemacht hast - mein Tip ist immer noch der VdK. Die kennen sich aus und helfen weiter.

Mit dem Gutachter hatte ich ja Glück- 2 mal angedroht und dann glücklicherweise doch nicht stattgefunden.

Für die RV solltest Du Deine behandelnden Ärzte hinter Dir haben, falls Du vors Gericht musst kann das den Ausschlag geben.

Drücke Dir ganz fest die Daumen und wünsche Dir ein frohes Fest - trotz allem.

LG

Ralf
jens (Archiv)
Beiträge: 163
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von jens (Archiv) »

@Ralf im VDK bin ich seit Jahren. Glaube aber nicht wirklich das ich dieses Mal davon gebrauch nehmen muss. Er hat ja klar gesagt das er die Rente auf jeden Fall weiter empfehlen wird. Was anderes bleibt ihm in meinem jetzigem Zustand auch nicht übrig. Fand nur die Art der Untersuchung bissel eigenartig. Musste mir bei manchen Sachen echt das Lachen verkneifen. Sah bestimmt komisch aus, wie ich auf alle viere vor ihm rumgekrochen bin. Aber wie gesagt Ahnung hatte er nicht wirklich. Musste ihm eine Menge erklären.

Mit Prof. Kneist und Dr. Görl hatte ich schon gesprochen. Sie würden mich im Widerspruch auf jeden Fall unterstützen. Aber wie gesagt, denke nicht das es dazu kommt.

Mich hat eben nu geärgert, dass jemand die Begutachtung macht, der noch nie einen Vaskulitispatient gehabt hat. Dazu kommt das ich nicht wirklich ins typische Wegenerschema passe..............



LG jens
jens (Archiv)
Beiträge: 163
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von jens (Archiv) »

Moin Moin,



am 08.12 war ja meine Begutachtung und am 23.12 hatte ich schon das Ergebnis im Briefkasten. Echt Wahnsinn wie schnell das ging. Die Rente wird nun auf Dauer gezahlt. War schon erstaunt über die schnelle Antwort und vor allem das sie nach 9 Jahren nun doch unbefristet genehmigt wurde.

Werde mir das Gutachten mal zukommen lassen. Der Gutachter selbst meinte ja es werde sicher wieder befristet werden. Naja mir soll es Recht sein, obwohl es ja nicht so toll ist, wenn man in dem Alter nicht wirklich mehr arbeiten kann.

Drücke all denen die noch auf das Ergebnis warten weiterhin die Daumen.



LG Jens
Lilli (Archiv)
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Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von Lilli (Archiv) »

Morgen Jens

Freu mich mit dir das es mit der Rente geklappt hat.War ja ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Bei mir war es etwas anders. Ich bekam 2007 und 2010 den Bescheid befristet für 3 Jahre. 2013 kam dann der Bescheid unbefristet.

Es ist schon eine Erleichterung. Man ist eine Sorge los.

Ich Wünsche dir weiter alles Güte.

Schönen Sonntag Lilli
Ingeborg
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Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von Ingeborg »

Guten Morgen Jens,

herzlichen Glückwunsch. Sicher, jetzt steht dort im Bescheid schwarz auf weiß, dass Du nicht mehr arbeiten kannst. Das ist komisch, wenn man so jung ist. Aber, wie Lilli schon schrieb, hast Du jetzt eine Sorge weniger. Neben Arbeit gibt es übrigens noch viele Einsatzmöglichkeiten, die Dir Freude machen können und Sinn, soweit es noch in Deinen Kräften liegt.

LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Ralf N (Archiv)
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Re: Begutachtung unter Endoxan/Mabthrera-Therapie

Beitrag von Ralf N (Archiv) »

Moin Jens,

Glückwunsch, dass Deine 'Irrfahrten des Odysseus' durch die Instanzen der RV nun doch ein glückliches Ende gefunden hat.

LG

Ralf
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