sport?
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tapa (Archiv)
- Beiträge: 360
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
sport?
Da es für Vaskulitispatienten ja die Empfehlung gibt, dass wir, wenn es irgendwie geht, zur Kräftigung des Gewebes Sport treiben sollten würde mich mal interessieren, was Ihr so an Sport/Bewegung macht. Und wie häufig? Und wie hoch geht ihr mit Eurer Belastung beim Sport machen?
Ich selbst mache schon etwas Sport, bin aber sehr unsicher wie sehr ich mich belasten sollte. Obwohl ich mich mit Bewegung auf jeden Fall besser fühle, habe mich auch immer schon gern bewegt, ohne dass ich eine Sportskanone (gewesen) wäre.
Ich selbst mache schon etwas Sport, bin aber sehr unsicher wie sehr ich mich belasten sollte. Obwohl ich mich mit Bewegung auf jeden Fall besser fühle, habe mich auch immer schon gern bewegt, ohne dass ich eine Sportskanone (gewesen) wäre.
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Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: sport?
Hallo Tapa,
zwar bin ich die erste, die sich meldet, aber bei weitem kein Maßstab, was Bewegung und Sport angeht. Ich fand jedoch einen Beitrag der früher dieses Forum betreuenden Ärztin für richtig und wichtig. Sie schrieb: "häufig ist das Problem,... wenn man sich gut fühlt, etwas mehr zu machen, kann dann schief gehen mit der SChlussfolgerung, "ist doch zu anstrengend, geht nicht". Wichtig ist, ganz regelmäßig mit zunächst Mini-Belastung, z.B. 15 min walken, 3x pro Woche, ABER: auch aufhören, wenn man an dem Tag meint, heute würde mehr drin sein...dann vielleicht nach 2 oder 3 Wochen 17min. u.s.w."
Es kommt also maßgeblich auf Deine Belastungsfähigkeit an, wie Du sie einschätzt, dabei nichts übertreiben, vielmehr mit einem gewissen Regelmaß vorgehen und evtl. langsam steigern.
Viel Erfolg und viel Spaß
Ingeborg
zwar bin ich die erste, die sich meldet, aber bei weitem kein Maßstab, was Bewegung und Sport angeht. Ich fand jedoch einen Beitrag der früher dieses Forum betreuenden Ärztin für richtig und wichtig. Sie schrieb: "häufig ist das Problem,... wenn man sich gut fühlt, etwas mehr zu machen, kann dann schief gehen mit der SChlussfolgerung, "ist doch zu anstrengend, geht nicht". Wichtig ist, ganz regelmäßig mit zunächst Mini-Belastung, z.B. 15 min walken, 3x pro Woche, ABER: auch aufhören, wenn man an dem Tag meint, heute würde mehr drin sein...dann vielleicht nach 2 oder 3 Wochen 17min. u.s.w."
Es kommt also maßgeblich auf Deine Belastungsfähigkeit an, wie Du sie einschätzt, dabei nichts übertreiben, vielmehr mit einem gewissen Regelmaß vorgehen und evtl. langsam steigern.
Viel Erfolg und viel Spaß
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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SiMONE00 (Archiv)
- Beiträge: 991
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: sport?
HALLO liebe Tapa.
Ich habe die ganzE Zeit auch Sport gemacht. Sogar unter Endoxan.
Es kommt darauf an was du so machen möchtest.
Ich bin in so einem medizinischen SportStudio mit Kardio und Kraftraining. Da habe ich immer so einen Pulsmesser dran. War nun sehr lange nicht mehr.
Aber was ich immer bemerkt habe, die Kondition ist furchtbar bei mir.
Also tue was du möchtest aber übertreibe es halt nicht. Für dir Figur und Psyche ist es alle mal gut.
Lg
Ich habe die ganzE Zeit auch Sport gemacht. Sogar unter Endoxan.
Es kommt darauf an was du so machen möchtest.
Ich bin in so einem medizinischen SportStudio mit Kardio und Kraftraining. Da habe ich immer so einen Pulsmesser dran. War nun sehr lange nicht mehr.
Aber was ich immer bemerkt habe, die Kondition ist furchtbar bei mir.
Also tue was du möchtest aber übertreibe es halt nicht. Für dir Figur und Psyche ist es alle mal gut.
Lg
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moskito (Archiv)
- Beiträge: 74
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: sport?
hallo Tapa,
mir hat in der Reha mal ein Therapeut zum Thema Sport geraten: "Immer, wenn Sie denken, ein bisschen was geht noch, hören Sie auf!"
Das hat sich bewährt, mit dem Rat komm ich gut klar. Ich bin zwar nicht wieder so kräftig wie vor der Erkrankung, aber das kann sich unsereiner wohl ohnehin abschminken. Aber die Bewegung tut mir gut, egal ob ich nur spazieren gehe - mein Geh-Tempo hat auch arg nachgelassen - oder im Studio meine Mini-Gewichte stemme. 15 bis 20 min, länger geht meist nicht. Und im Garten hab ich mir angewöhnt, regelmäßig längere Pausen zu machen.
Es funktioniert, ich fühle mich körperlich ganz gut (bin in Remission).
Gruß moskito
mir hat in der Reha mal ein Therapeut zum Thema Sport geraten: "Immer, wenn Sie denken, ein bisschen was geht noch, hören Sie auf!"
Das hat sich bewährt, mit dem Rat komm ich gut klar. Ich bin zwar nicht wieder so kräftig wie vor der Erkrankung, aber das kann sich unsereiner wohl ohnehin abschminken. Aber die Bewegung tut mir gut, egal ob ich nur spazieren gehe - mein Geh-Tempo hat auch arg nachgelassen - oder im Studio meine Mini-Gewichte stemme. 15 bis 20 min, länger geht meist nicht. Und im Garten hab ich mir angewöhnt, regelmäßig längere Pausen zu machen.
Es funktioniert, ich fühle mich körperlich ganz gut (bin in Remission).
Gruß moskito
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slenny (Archiv)
- Beiträge: 436
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: sport?
Hallo Tapa, frisch aus der Reha und sportlich recht motiviert rate ich dir zu folgendem: lass ein Belastungsekg und eine sportmedizinische Untersuchung machen - das kostet evtl etwas- und lass dir dann von deinem Rheumadoc eine Rehasportverordnung ausstellen. Dann kannst du 18 Monate auf Krankenschein in speziellen Sportgruppen deine Fitness verbessern. Wenn das nicht klappt, Kauf dir ne einfache Pulsuhr, nach einen Nordic Walking Kurs und lauf fröhlich auf 4 Beinen durch die Natur. Das frisch Seele und Körper auf. Viel Erfolg, Berichte mal wieder, was du machst.
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Ralf N (Archiv)
- Beiträge: 435
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: sport?
Hallo tapa,
ich habe schon in der Klinik begonnen mit einem Physiotherapeuten leichten Sport zur Muskelerhaltung zu machen.
Bei der Reha in BB habe ich mich dann total überfordert...
Laufen geht bei mir schon lange nicht mehr - Probleme im rechten Hüftgelenk und jetzt kommt noch die Kurzatmigkeit dazu - liegt vielleicht auch an der Polyneuropatie in den Beinen.
Schade, früher bin ich soo gerne Joggen gegangen und davor sogar 1 mal im Jahr Gebirgsmarathon gelaufen (bis zu 65 km).
Jetzt fahre ich wo ich nur kann mit dem Fahrrad und trainiere im Fitnesstudio nach der MedX-Methode.
Man darf sich nicht zu viel vornehmen, sonst geht es schief und man wird weit zurückgeworfen. Auf jeden Fall ist ein gemäßigtes Training aber sehr gut für Körper und Seele.
Kann ich nur zu raten.
Viel Freude und Erfolg
LG
Ralf
ich habe schon in der Klinik begonnen mit einem Physiotherapeuten leichten Sport zur Muskelerhaltung zu machen.
Bei der Reha in BB habe ich mich dann total überfordert...
Laufen geht bei mir schon lange nicht mehr - Probleme im rechten Hüftgelenk und jetzt kommt noch die Kurzatmigkeit dazu - liegt vielleicht auch an der Polyneuropatie in den Beinen.
Schade, früher bin ich soo gerne Joggen gegangen und davor sogar 1 mal im Jahr Gebirgsmarathon gelaufen (bis zu 65 km).
Jetzt fahre ich wo ich nur kann mit dem Fahrrad und trainiere im Fitnesstudio nach der MedX-Methode.
Man darf sich nicht zu viel vornehmen, sonst geht es schief und man wird weit zurückgeworfen. Auf jeden Fall ist ein gemäßigtes Training aber sehr gut für Körper und Seele.
Kann ich nur zu raten.
Viel Freude und Erfolg
LG
Ralf
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Gigu (Archiv)
- Beiträge: 139
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: sport?
Hallo,
ich bin glücklicherweise bisher ein eher leichter Vaskulitis-Fall mit PNP und Hauterscheinungen. Seit MTX + Prednisolon sind die PNP besser geworden. Ich mache schon seit Jahren Sport: Gymnastik und Nordic Walking, hab's im Lauf der Jahre immer weiter gesteigert, derzeit bin ich bei 6 mal wöchentlich 1 Stunde Sport - aber immer ohne mich zu überfordern. Seit etwa einem halben Jahr mache ich auch Krafttraining in einem Powerzirkel meines Sportvereins (Geräte arbeiten per Hydraulik, Belastung wird über persönliche Chipkarte individuell und simpel angepasst) Das bekommt mir supergut, weil hier keine Bänder oder Sehnen überlastet werden (neige zu Sehnenscheidenentzündung ...), mein Arthritiszeh nicht belastet wird ... Ich mache den Kraftsport 3 Stunden pro Woche und fühle mich seither noch viel besser.
Also, falls es geht: so viel Sport wie möglich, aber mit Verstand
ich bin glücklicherweise bisher ein eher leichter Vaskulitis-Fall mit PNP und Hauterscheinungen. Seit MTX + Prednisolon sind die PNP besser geworden. Ich mache schon seit Jahren Sport: Gymnastik und Nordic Walking, hab's im Lauf der Jahre immer weiter gesteigert, derzeit bin ich bei 6 mal wöchentlich 1 Stunde Sport - aber immer ohne mich zu überfordern. Seit etwa einem halben Jahr mache ich auch Krafttraining in einem Powerzirkel meines Sportvereins (Geräte arbeiten per Hydraulik, Belastung wird über persönliche Chipkarte individuell und simpel angepasst) Das bekommt mir supergut, weil hier keine Bänder oder Sehnen überlastet werden (neige zu Sehnenscheidenentzündung ...), mein Arthritiszeh nicht belastet wird ... Ich mache den Kraftsport 3 Stunden pro Woche und fühle mich seither noch viel besser.
Also, falls es geht: so viel Sport wie möglich, aber mit Verstand
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Friedolin (Archiv)
- Beiträge: 688
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: sport?
Meiner Meinung nach macht die Diskussion wenig Sinn, da hier alle möglichen Vaskulitisformen zusammenkommen und da zu unterschiedliche Einschränkungen bestehen. Da vergleicht man Äpfel mit Birnen, selbst innerhalb der selben Krankheitsbilder sind die Differenzen teilweise massiv. Dazu kommt dann noch das unterschiedliche Alter.
Ich denke die jeweiligen Empfehlungen sollten individuell am Krankheitsprofil, den Einschränkungen und dem Alter erfolgen.
Ich denke die jeweiligen Empfehlungen sollten individuell am Krankheitsprofil, den Einschränkungen und dem Alter erfolgen.
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Apfelkern (Archiv)
- Beiträge: 148
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: sport?
Hallo tapa,
ich denke ich kann etwas zu dein Interesse an unserem Sportpensum beitragen und melde ich mich als "Extremo" auch mal zu Wort
Ich möchte vorweg schicken, das ich 41 Jahre alt bin und eine Lungenbeteiligung habe, aber solange ich regelmäßig meine Medis nehme, gibt es glücklicherweise keinerlei körperliche Einschränkungen bei mir. Wenn ich nicht brav bin, bleibt mir allerdings die Luft weg.
Das konnte mich bisher aber nicht hindern, nebenberuflich als Trainer zu agieren. Jede Stunde dich erteile trainiere ich voll und zwar über dem Leistungsniveau mein Teilnehmer mit.
Nun denn, ich gebe jede Woche fünf Stunden Ausdauertraining mit relativ hoher Kardiobelastung und zwei Stunden Mobilisationstraining mit geringer Kardiobelastung.
Privat mach zum Ausgleich durchschnittlich zwei mal die Woche muskelkräftigende Übungen und gehe einmal die Woche mit meinem Mann tanzen.
Die Wochenenden nutze ich in der Regel zur Regeneration, und gehe lediglich mit unseren zwei Hunden spazieren.
Wenn Infusionen fällig sind (Ritximab) lege ich die Termine auf den Tag an dem ich das Mobilisationstraining mache, da das normale Fitnesstraining am Infussionstag nicht für mich zu schaffen ist.
Ich weiß, das ich damit hier völlig aus der Rolle falle und das es viele Betroffene gibt die froh sind, wenn sie ihren Alltag bewältigen können. Auch viele "gesunde" wären mit meinem Pensum überfordert.
Aber ich dachte es könnte für den einen oder anderen interessant sein das es durchaus auch Fällen von Vaskulitiden gibt bei denen der Betroffene (zumindest bisher) Leistungsfähig bleibt.
ich denke ich kann etwas zu dein Interesse an unserem Sportpensum beitragen und melde ich mich als "Extremo" auch mal zu Wort
Ich möchte vorweg schicken, das ich 41 Jahre alt bin und eine Lungenbeteiligung habe, aber solange ich regelmäßig meine Medis nehme, gibt es glücklicherweise keinerlei körperliche Einschränkungen bei mir. Wenn ich nicht brav bin, bleibt mir allerdings die Luft weg.
Das konnte mich bisher aber nicht hindern, nebenberuflich als Trainer zu agieren. Jede Stunde dich erteile trainiere ich voll und zwar über dem Leistungsniveau mein Teilnehmer mit.
Nun denn, ich gebe jede Woche fünf Stunden Ausdauertraining mit relativ hoher Kardiobelastung und zwei Stunden Mobilisationstraining mit geringer Kardiobelastung.
Privat mach zum Ausgleich durchschnittlich zwei mal die Woche muskelkräftigende Übungen und gehe einmal die Woche mit meinem Mann tanzen.
Die Wochenenden nutze ich in der Regel zur Regeneration, und gehe lediglich mit unseren zwei Hunden spazieren.
Wenn Infusionen fällig sind (Ritximab) lege ich die Termine auf den Tag an dem ich das Mobilisationstraining mache, da das normale Fitnesstraining am Infussionstag nicht für mich zu schaffen ist.
Ich weiß, das ich damit hier völlig aus der Rolle falle und das es viele Betroffene gibt die froh sind, wenn sie ihren Alltag bewältigen können. Auch viele "gesunde" wären mit meinem Pensum überfordert.
Aber ich dachte es könnte für den einen oder anderen interessant sein das es durchaus auch Fällen von Vaskulitiden gibt bei denen der Betroffene (zumindest bisher) Leistungsfähig bleibt.
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Manu_MW (Archiv)
- Beiträge: 43
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: sport?
Ich mache auch Sport, gehe fleissig Wandern, Nordic Walking und achte allgemein auf genügend Bewegung. Gerade hab ich mir so eine Fitnessuhr zugelegt, die mich einwenig daran erinnert wieder etwas zu tun. Auch unter Endoxan hatte ich Sport gemacht. Mir persönlich tut das gut und ironischerweise hatte ich vor der Erkrankung weniger gemacht.