Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Ingeborg
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Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von Ingeborg »

Hallo Ihr,

Nach den Darmblutungen im Februar, die eine Anämie mit sich brachten, ist mir quasi nur auf Drängeln eine Blutkonserve gegeben worden. Das täte man heutzutage nicht mehr, dafür verabreiche man nun Eisen. Das erzählte ich meinem Rheumaarzt. Oh, Rheuma und Eisen sei aber kritisch zu sehen.

Im Netz finde ich dazu, Eisen könne Entzündungen fördern oder anders: der Körper schütze sich mit niedrigen Eisenwerten vor Entzündungen.

Hat jemand schon mal darüber nachgedacht, dass eine Entzündung vorliegen kann, wenn die Eisenwerte niedrig sind? Übrigens hatte ich geglaubt, nach der Eisengabe mit einem Ferritin (Eisenspeicher) von 785 (Norm <150) noch bis über den Winter zu kommen. War wohl nix. Hab aber auch das Gefühl, ein kleines Schübchen zu haben. Die angebliche Eisenmangelanämie ist durch die Eisengabe zudem nicht behoben.



siehe hierzu: www.immunendokrinologie.de/html/eisen_und_rheuma.html
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(Viktor Frankl, 1905-1997)
Friedolin (Archiv)
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Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von Friedolin (Archiv) »

Hallo Ingeborg,



bist Du aus deinem alten Schub überhaupt wirklich raus gewesen? Mich würde jetzt vor allem mal interessieren, wie Du mit deinem Darmproblem weitergekommen bist. Lg
Ingeborg
Beiträge: 4220
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Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von Ingeborg »

Guten Morgen Friedolin,

meinem Gefühl nach und nach den Entzündungswerten bin ich seit 10 Jahren im Dauerschub, mal mehr, mal weniger, je nachdem, wieviel Cortison ich nehme. Die Entzündungswerte stiegen nach dem KH-Aufenthalt, erneute Blutungen, und ich steuerte mal wieder mit Cortison dagegen. Das Darmproblem wird vom Rheumatologen übrigens eher als eine Manifestation des Wegener angesehen.

LG Ingeborg
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(Viktor Frankl, 1905-1997)
kletterrose (Archiv)
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Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von kletterrose (Archiv) »

Guten Morgen Ingeborg



ist denn abgeklärt was für eine Anämie du hast ?



http://www.rheuma-online.de/a-z/a/anaemie.html



Manchmal können die Eisenpräparate ja auch negative Auswirkungen auf Magen-und Darmschleimhaut haben, verlierst du über den Darm immer noch etwas diffus Blut, was aber so nicht zu sehen ist ?

man kann aber auch Eisenpräparate als Infusion bekommen ....aber viel mehr kann ich dazu auch nicht schreiben

LG B
Ingeborg
Beiträge: 4220
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Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von Ingeborg »

Hi Kletterrose,

nein, abgeklärt ist die Anämie meines Erachtens nicht. Unter Leugnen der massiven Blutverluste und des Wegener überhaupt (da nimmt man kein Arava) ging man von einer normochromen, normozytären Anämie aus. Die Rechnung wies im Gegensatz dazu eine Erkrankung der Erys aus. Da vor den Blutverlusten nachweislich keine Anämie bestand, hängt sie für mich damit zusammen.

Ich habe im KH eine hochpotente Eiseninfusion bekommen, die, soviel ich weiß, im Gegensatz zu oralen Einnahmen keine Schäden bei Magen und Darm verursachen sollen. Dafür aber möglicherweise eben Entzündungen fördert.

Deswegen mein obiger Beitrag, da ja jeder durch die Entzündungstätigkeit, so oder so, betroffen sein kann.

LG Ingeborg
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(Viktor Frankl, 1905-1997)
kletterrose (Archiv)
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Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von kletterrose (Archiv) »

abgeklärt sollte die Anämie schon werden , denn wenn eine Eisenverwertungsstörung vorliegt wodurch auch immer kannst du es so nicht ausgleichen .





"Bei Eisenmangel im Knochenmark kann ja Hb nicht genug gebildet werden, dadurch sind zu wenig rote Blutkörperchen da

Der Ge­halt an ro­tem Blut­farb­stoff in den ro­ten Blut­kör­per­chen, de­ren An­zahl und auch de­ren Grö­ße neh­men ab und der Pa­ti­ent lei­det zu­sätz­lich zu sei­ner chro­ni­schen Grund­krank­heit auch an Blut­ar­mut."



Hast du schon mal auch über einen Vitamin B Mangel nachgedacht ?
lila (Archiv)
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Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von lila (Archiv) »

Hallo,



darf ich meinen "Senf" dazu geben?



Mein HA verabreicht mir seit mehreren Jahren Eisen, erst als Injektion, seit der Vaskulitis, der Venen zuliebe, als Infusion. Ich leide an verschiedenen Autoimmunerkrankungen und meine Werte sinken ohne Eisen sehr schnell ab. Tabletten haben sich als unzureichend bzw. fast wirkungslos erwiesen und hatten unangenehme Nebenwirkungen. Mein Ferritin war zu Beginn der Behandlung grade mal auf 4. Entsprechend schlecht ging es mir.



Dass der Körper das Eisen selbst reguliert, um Entzündungen einzudämmen habe ich auch schon gehört. Da muss man wohl abschätzen was schwerer wiegt, Eisenmangel oder entzündungsmindernde Wirkung.





Ein Internist stellte vor einigen Jahren fest, dass ich eine Eisenaufnahmestörung habe, was womöglich mit meinen chronischen Erkrankungen zu tun hat.



Ist ein interessantes Thema, über das ich gern mehr wüsste, da ich momentan nur die Perspektive habe, lebenslang Eiseninfusionen zu benötigen.



Liebe Grüße, Lila
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von Ingeborg »

Ein Vitamin B-Mangel konnte ausgeschlossen werden.

Der Eisenhaushalt mit seinem Zusammenspiel von Eisen, Ferritin, Transferrin und Transferrinsättigung scheint überhaupt ein interessantes und wichtiges Thema zu sein. Hab gelesen, dass erhöhtes Ferritin auch für eine Entzündung sprechen kann und trotzdem ein Eisenmangel vorliegt. Da braucht´s wohl eines Spezialisten, eines Hämatologen? Gibt es auch nicht an jeder Ecke. Wo findet man denn einen solchen?

Grüße
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Hartmut (Archiv)
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Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Hallo Ingeborg

Guck mal unter Onkologe Hämatologie.

LG. Hartmut



PS. "Hämatomachrose" ???
Hope (Archiv)
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Re: Rheumatische Erkrankung und Eisengaben?

Beitrag von Hope (Archiv) »

Hallo,

bei der Erstdiagnose (GPA) sagte mir mein Rheumatologe, dass Eisenmangel typisch sei bei dieser Erkrankung. Vorsorglich wurde aber auch öfter mal nach inneren Blutungen geforscht. Diese wurden bei mir aber nicht gefunden.

Als ich jetzt vor fünf Jahren nochmal ein starkes Rezidiv hatte, habe ich auch Eiseninfusionen und dann Spritzen bekommen. Damals hatte ich nicht den Eindruck, dass sie sich negativ auf die Krankheit ausgewirkt hätten.

Viele Grüße Hope



😊

Richtig ist natuerlich, dass die Eisengaben sich nicht negativ auf die Heilung ausgewirkt haben.
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