Rudy ist nicht ein falschgeschriebener Vorname, sondern so heißt die britische Langzeitstudie, bei der Seltene Krankheiten der Gefäße, Knochen und Gelenke untersucht werden soll. 5 Jahre lang werden nicht nur die medizinischen Daten und Unterlagen der Teilnehmer an der Studie gesammelt, sondern die Patienten auch über mehrere Fragebögen, Tagebücher und die Erfassung ihrer gesamten Krankengeschichte, sowie der Genealogie ihrer Familie beteiligt. Ziel ist die Entwicklung von neuen Tests und Therapien für die untersuchten Seltenen Krankheiten.
Geplant ist, die Studie über die 5 Jahr hinaus weiterzuführen.
Mehr Info:
https://research.ndorms.ox.ac.uk/rudy/library
Langzeitstudie Vaskulitis in GB
-
S. (Archiv)
- Beiträge: 2490
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
-
S. (Archiv)
- Beiträge: 2490
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Langzeitstudie Vaskulitis in GB
Diese Studie ist insofern sehr wichtig, weil meines Wissens noch nie so viele Faktoren, die den Gesundheitszustand oder Krankheitsstand eines Patienten beeinflussen, zusammengeführt werden, und das über so einen langen Zeitraum.
Dass auch die Familiengeschichte einbezogen wird, inklusive der Genetik von noch lebenden Familienmitgliedern, beruht darauf, dass einerseits so versucht wird, nachzuziehen, ob und in welchem Maß es eine Weitervererbung von bestimmten Autoimmunkrankheiten und/oder von Autoimmunkrankheiten an sich in den Familien gibt.
Zugleich hat es Vorteile, Familienmitglieder genetisch untereinander zu vergleichen. Wir wissen ja bereits, dass für GPA, MPA und Panarteriitis Nodosa bestimmte Mutationen nachgewiesen sind. Wenn die Untersuchung nun zeigen würde, dass auch andere Familienmitglieder als der Betroffene dieselben Mutationen vorweisen, aber nicht erkrankt sind, wäre es natürlich wichtig zu untersuchen, warum das so ist und welcher Faktor wohl zu einer Erkrankung führt. Möglicherweise ergibt sich aus dem Vergleich der Familienmitglieder miteinander, dass diejenigen, die an Autoimmunkrankheiten erkrankt sind, gemeinsame Mutationen vorweisen. Auch eine solche Erkenntnis wäre ein Fortschritt.
Dass auch die Familiengeschichte einbezogen wird, inklusive der Genetik von noch lebenden Familienmitgliedern, beruht darauf, dass einerseits so versucht wird, nachzuziehen, ob und in welchem Maß es eine Weitervererbung von bestimmten Autoimmunkrankheiten und/oder von Autoimmunkrankheiten an sich in den Familien gibt.
Zugleich hat es Vorteile, Familienmitglieder genetisch untereinander zu vergleichen. Wir wissen ja bereits, dass für GPA, MPA und Panarteriitis Nodosa bestimmte Mutationen nachgewiesen sind. Wenn die Untersuchung nun zeigen würde, dass auch andere Familienmitglieder als der Betroffene dieselben Mutationen vorweisen, aber nicht erkrankt sind, wäre es natürlich wichtig zu untersuchen, warum das so ist und welcher Faktor wohl zu einer Erkrankung führt. Möglicherweise ergibt sich aus dem Vergleich der Familienmitglieder miteinander, dass diejenigen, die an Autoimmunkrankheiten erkrankt sind, gemeinsame Mutationen vorweisen. Auch eine solche Erkenntnis wäre ein Fortschritt.