Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
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Meerschwester (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Ihr Lieben,
ich merke, dass ich je öfter ich ins KKH muss, umso schneller einen Koller bekomme, und deshalb eigentlich oft zu lange abwarte. Was mir am meisten zu schaffen macht, ist dieses Gefühl der totalen Kontrolle (Blutdruck, Temperatur, Sättigung gehen ja noch, aber dann: Blutzucker, Gewicht, Stuhlgang, Trinkmenge, Ausscheidung...). Da könnte ich manchmal wild werden. Dazu immer wieder mal einen Arzt, der genau dort reinsticht, wo ich sage, dass er es nicht tun soll (Ja, natürlich gibt es auch die anderen), eine Schwester, die mich blöd anmacht. Ganz schlimm sind auch die Nächte, in denen ich eben nicht wie gewohnt aufstehen kann, wenn ich nicht schlafen kann. Na ja, ich glaube, ihr wisst, was ich meine und ich brauche es nicht weiter ausführen. Was macht ihr in so einer Situation, um es erträglicher zu machen?
Liebe Grüße
Meerschwester
ich merke, dass ich je öfter ich ins KKH muss, umso schneller einen Koller bekomme, und deshalb eigentlich oft zu lange abwarte. Was mir am meisten zu schaffen macht, ist dieses Gefühl der totalen Kontrolle (Blutdruck, Temperatur, Sättigung gehen ja noch, aber dann: Blutzucker, Gewicht, Stuhlgang, Trinkmenge, Ausscheidung...). Da könnte ich manchmal wild werden. Dazu immer wieder mal einen Arzt, der genau dort reinsticht, wo ich sage, dass er es nicht tun soll (Ja, natürlich gibt es auch die anderen), eine Schwester, die mich blöd anmacht. Ganz schlimm sind auch die Nächte, in denen ich eben nicht wie gewohnt aufstehen kann, wenn ich nicht schlafen kann. Na ja, ich glaube, ihr wisst, was ich meine und ich brauche es nicht weiter ausführen. Was macht ihr in so einer Situation, um es erträglicher zu machen?
Liebe Grüße
Meerschwester
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SiMONE00 (Archiv)
- Beiträge: 991
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Hallo oh je liebe Meerschwester ich weiss genau was du meinst. Vor zwei Jahren war ich auch lange wg.meinen VU im Krankenhaus. Laufen ging ja nicht.
Tagsüber hatte ich aber viel Ablenkung. Hatte sehr viel Besuch. Auf Intensiv gingen mir Ärzte und Co.auch auf den Keks. Da will man sich erholen und dann...da ein piepen da ein piepen..schnarchende...den ganzen Wald absägende Mitpatienten.
Ein richtigen Tipp habe ich nicht , nur Gelassenheit. Hörst du gern Musik MP 3 Player? Magst du Zeitschriften und Co . Vielleicht kannst du dir was mitbringen lassen?
Schade das ich nicht aus deiner Gegend komme, dann hättest du jemand zum ablenken und aufbauen �� sei ganz ganz lieb gegrüsst und gedrückt von
Simone
Tagsüber hatte ich aber viel Ablenkung. Hatte sehr viel Besuch. Auf Intensiv gingen mir Ärzte und Co.auch auf den Keks. Da will man sich erholen und dann...da ein piepen da ein piepen..schnarchende...den ganzen Wald absägende Mitpatienten.
Ein richtigen Tipp habe ich nicht , nur Gelassenheit. Hörst du gern Musik MP 3 Player? Magst du Zeitschriften und Co . Vielleicht kannst du dir was mitbringen lassen?
Schade das ich nicht aus deiner Gegend komme, dann hättest du jemand zum ablenken und aufbauen �� sei ganz ganz lieb gegrüsst und gedrückt von
Simone
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dsabine (Archiv)
- Beiträge: 507
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Das ist wirklich keine schöne Situation. Ich finde die Nächte auch immer anstrengend. Ich habe mir für KKH Aufenthalte einen kleinen ipod Nano gekauft und lade mir vorher jede Menge Hörbücher, Musik und Radio podcasts drauf, die ich dann nachts anhöre, wnen ich nicht schlafen kann.
Bei meinem letzten Aufenthalt hatte die Nachtschwester nichts dagegen, wenn ich auch mal einen Spaziergang gemacht habe, musst halt vorher fragen, damit sie nicht denkt, du hast einen Sprung.
Am meisten hilft mir gegen den Koller, wenn ich mit anderen rede, egal wo, auf dem Gang, im Zimmer, in der Cafeteria usw. ich werde zur Quasselstrippe und mache jeden an, der rumsteht, höre zu und halte Händchen, wenn es traurig wird.
Oft können die Mitbewohner im Zimmer auch nicht schlafen und im Dunkeln haben sich da schon die vertrautesten Gespräche ergeben.
Aber es ist hart und ich drück dir die Daumen, dass es bald vorbei ist.
Bei meinem letzten Aufenthalt hatte die Nachtschwester nichts dagegen, wenn ich auch mal einen Spaziergang gemacht habe, musst halt vorher fragen, damit sie nicht denkt, du hast einen Sprung.
Am meisten hilft mir gegen den Koller, wenn ich mit anderen rede, egal wo, auf dem Gang, im Zimmer, in der Cafeteria usw. ich werde zur Quasselstrippe und mache jeden an, der rumsteht, höre zu und halte Händchen, wenn es traurig wird.
Oft können die Mitbewohner im Zimmer auch nicht schlafen und im Dunkeln haben sich da schon die vertrautesten Gespräche ergeben.
Aber es ist hart und ich drück dir die Daumen, dass es bald vorbei ist.
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pittie (Archiv)
- Beiträge: 4
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Hallo,
ich finde bei geplanten Krankenhausaufenthalten gehts grad noch da überlege ich vorher woran ich gerade Freude habe und nehme dementsprechend Sachen mit ins Krankenhaus. Wie vorher auch schon geschrieben wurde einen ipod mit Hörbüchern, Musik oder Hörspielen....
Ich handarbeite gerne und habe schon immer ein paar Projekte die ich dann ganz bewußt erst dann angehe. Sockenstricken, Handtücher besticken...
Wenn ich gerade ein spannendes Buch lese ist das immer auch eine ganz gute Ablenkung. Wenn ich mich aber im Krankenhaus erst in ein Buch hineinlesen muss ist es meist zum scheitern verurteilt, ich kann mich dann einfach nicht konzentrieren.
Wenn das Wetter gut ist genieße ich ein wenig die Sonne und nachts finde ich es auch sehr schwierig, man möchte seine Mitpatienten ja auch nicht nerven. Ich habe mitlerweile einen kleinen Laptop und drehe ihn nachts so das die anderen nicht so gestört werden und schaue auch mal fernsehen(mit Kopfhörern) und wenn alles nichts hilft bin ich auch schon nachts spazieren gegangen.
Mir fällt hier aber im Moment auch die Decke auf den Kopf. Ich bin mit einer Woche unterbrechung seit 8 Wochen im Krankenhaus
Die Sache mit den Schwestern kommt mir bekannt vor. Hier ist es im Moment Gott sei Dank so das die Schwestern je länger ich hier bin immer netter werden und ganz oft ein nettes Wort hier und da finden.
Liebe Grüße Petra
ich finde bei geplanten Krankenhausaufenthalten gehts grad noch da überlege ich vorher woran ich gerade Freude habe und nehme dementsprechend Sachen mit ins Krankenhaus. Wie vorher auch schon geschrieben wurde einen ipod mit Hörbüchern, Musik oder Hörspielen....
Ich handarbeite gerne und habe schon immer ein paar Projekte die ich dann ganz bewußt erst dann angehe. Sockenstricken, Handtücher besticken...
Wenn ich gerade ein spannendes Buch lese ist das immer auch eine ganz gute Ablenkung. Wenn ich mich aber im Krankenhaus erst in ein Buch hineinlesen muss ist es meist zum scheitern verurteilt, ich kann mich dann einfach nicht konzentrieren.
Wenn das Wetter gut ist genieße ich ein wenig die Sonne und nachts finde ich es auch sehr schwierig, man möchte seine Mitpatienten ja auch nicht nerven. Ich habe mitlerweile einen kleinen Laptop und drehe ihn nachts so das die anderen nicht so gestört werden und schaue auch mal fernsehen(mit Kopfhörern) und wenn alles nichts hilft bin ich auch schon nachts spazieren gegangen.
Mir fällt hier aber im Moment auch die Decke auf den Kopf. Ich bin mit einer Woche unterbrechung seit 8 Wochen im Krankenhaus
Die Sache mit den Schwestern kommt mir bekannt vor. Hier ist es im Moment Gott sei Dank so das die Schwestern je länger ich hier bin immer netter werden und ganz oft ein nettes Wort hier und da finden.
Liebe Grüße Petra
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Maxima (Archiv)
- Beiträge: 224
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Hallo Meerschwester,
zum Glück kann ich gut schlafen nachts, bei meinem ersten Aufendhalt zur Diagnosestellung war ich so fertig dass ich fast 20 Stunden geschlafen habe. Das hat sich dann bei den folgenden Klinikauffendhalten geändert.Ich lese sehr viel und höre meinen MP3 Player. Ansonsten quatsche ich mit den Menschen um mich rum. Einen Koller habe ich zum Glück noch nicht gehabt.
LB Grüße von maxima
zum Glück kann ich gut schlafen nachts, bei meinem ersten Aufendhalt zur Diagnosestellung war ich so fertig dass ich fast 20 Stunden geschlafen habe. Das hat sich dann bei den folgenden Klinikauffendhalten geändert.Ich lese sehr viel und höre meinen MP3 Player. Ansonsten quatsche ich mit den Menschen um mich rum. Einen Koller habe ich zum Glück noch nicht gehabt.
LB Grüße von maxima
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Ingeborg
- Beiträge: 4220
- Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Guten Morgen, liebe Meerschwester,
ich hab das Gefühl, schon vor dem Krankenhausaufenthalt nen Koller zu haben, jedenfalls, wenn ich weiß, dass er bevor steht. Dann geh ich mittlerweile zur Schnappatmung über und nehme viele Kilos ab. Im Krankenhaus dann stört mich neben der Fremdbestimmung hauptsächlich die verquere Kommunikation, die alles von mir Gesagte erst einmal umdeutet, um mich dann mit dem von mir Nichtgesagten ins Unrecht zu setzen. So wache ich dann mit einem Blutdruck von 190/100 auf und werde , ganz kraus im Kopf, weil die Antworten der Schwestern und Pflegern noch nicht sortiert und gerade gesetzt sind, schließlich entlassen mit einer Gewichtsabnahme von immerhin 10kg. Bei einem Aufenthalt von 3 Wochen hat es dann schon mal -unter zahlreichen Albträumen- etwa 1/2 Jahr gedauert, bis ich die ungewohnte Fremdbestimmung und all das Verquerte abgestreift hatte. Im allgemeinen kann ich mir immer gut auch mit Musik helfen. Aber hier nicht wirklich.
Wünsche Dir und allen
einen schönen, beschwerdearmen Sonntag.
Herzliche Grüße
Ingeborg
ich hab das Gefühl, schon vor dem Krankenhausaufenthalt nen Koller zu haben, jedenfalls, wenn ich weiß, dass er bevor steht. Dann geh ich mittlerweile zur Schnappatmung über und nehme viele Kilos ab. Im Krankenhaus dann stört mich neben der Fremdbestimmung hauptsächlich die verquere Kommunikation, die alles von mir Gesagte erst einmal umdeutet, um mich dann mit dem von mir Nichtgesagten ins Unrecht zu setzen. So wache ich dann mit einem Blutdruck von 190/100 auf und werde , ganz kraus im Kopf, weil die Antworten der Schwestern und Pflegern noch nicht sortiert und gerade gesetzt sind, schließlich entlassen mit einer Gewichtsabnahme von immerhin 10kg. Bei einem Aufenthalt von 3 Wochen hat es dann schon mal -unter zahlreichen Albträumen- etwa 1/2 Jahr gedauert, bis ich die ungewohnte Fremdbestimmung und all das Verquerte abgestreift hatte. Im allgemeinen kann ich mir immer gut auch mit Musik helfen. Aber hier nicht wirklich.
Wünsche Dir und allen
einen schönen, beschwerdearmen Sonntag.
Herzliche Grüße
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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usino (Archiv)
- Beiträge: 198
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Hallo, was mich im KH gaaanz glücklich macht ist, wenn ein hoffnungsvoller junger Mensch hereinkommt und mir erklärt: Ich bin Student im Praktikum und ich werde Ihnen jetzt Blut abnehmen. Ich habe grottenschlechte Venen und das Herumgestochere geht immer schief, das weiß ich inzwischen aus Erfahrung. Aber was tut man nicht alles für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses.
LG Usino
LG Usino
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Ralf N (Archiv)
- Beiträge: 435
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Das mit den Venen kenne ich nur zu gut, bis zu 3 mal täglich weil noch irgendein Wert nachkontrolliert werden musste - nach 3 Wochen sah mein Arm aus wie eine Landkarte der sieben (lila) Meere - dann hab ich verweigert und die Medizinstudenten nicht mehr rangelassen...
Mit ordentlich Kortison in den Adern ist Nachts auch kaum an Schlafen zu denken, dazu die Alarmklingel die ein renitenter Patient die ganze Nacht betätigte. Und das Zimmer neben der Dialysetür die ununterbrochen geöffnet und geschlossen wurde. Der blanke Horror.
Hab meinen Kindle mitgehabt, nicht zum Lesen, das war zu anstrengend - mehr als 1 Seite hab ich nie geschafft, dafür aber ordentliche Musik und Loriot-Videos als Stimmungsaufheller (Weihnachten bei Hoppenstedts - da saugt und bläst der Heinzelmann
).
Dazu ordentliche Ohrhörer von Sennheiser damit dei Mitpatienten nicht gestört werden.
Nach 37 Tagen dann die Erlösung.
Wünsche allen, das KH nur von aussen erleben zu müssen.
LG
Ralf
Mit ordentlich Kortison in den Adern ist Nachts auch kaum an Schlafen zu denken, dazu die Alarmklingel die ein renitenter Patient die ganze Nacht betätigte. Und das Zimmer neben der Dialysetür die ununterbrochen geöffnet und geschlossen wurde. Der blanke Horror.
Hab meinen Kindle mitgehabt, nicht zum Lesen, das war zu anstrengend - mehr als 1 Seite hab ich nie geschafft, dafür aber ordentliche Musik und Loriot-Videos als Stimmungsaufheller (Weihnachten bei Hoppenstedts - da saugt und bläst der Heinzelmann
Dazu ordentliche Ohrhörer von Sennheiser damit dei Mitpatienten nicht gestört werden.
Nach 37 Tagen dann die Erlösung.
Wünsche allen, das KH nur von aussen erleben zu müssen.
LG
Ralf
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SiMONE00 (Archiv)
- Beiträge: 991
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Auweia das mit dem Blut abnehmen kenne ich auch. Bei mir sind schon einige so vernarbt. Aber stellenweise liegt es manchmal auch an der Geduld...der die Blut abnehmen.
Habe da ja auch schon etliche Erfahrungen machen müssen. Am schlimmsten fand ich aber wo ich für meine grosse OP fertig gemacht wurde da hatte ich so viele Pipeline gelegt
?!! So schnell mag ich auch nicht mehr ins Krankenhaus . Tipps, Tricks und so gab es ja aus reichend.
Habe da ja auch schon etliche Erfahrungen machen müssen. Am schlimmsten fand ich aber wo ich für meine grosse OP fertig gemacht wurde da hatte ich so viele Pipeline gelegt
?!! So schnell mag ich auch nicht mehr ins Krankenhaus . Tipps, Tricks und so gab es ja aus reichend.
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dsabine (Archiv)
- Beiträge: 507
- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Was macht ihr gegen Krankenhauskoller?
Aber die jungen Mediziner haben einen Vorteil: Sie gehen und gingen bis vor kurzer Zeit in Vorlesungen, Seminare, haben sich auf diverse Examen vorbereitet usw., d.h. sie sind u.U. auf dem neuesten Stand und haben durchaus auch die ein oder andere neue Information - im Vergleich zu so manche eingefahrenenen älteren Kollegen, die als Klinikärzte mit langen Diensten auch kaum Zeit haben, sich fortzubilden oder mal einen Forschungsbericht zu lesen.