Verwirrung bei Medikamenten

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
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Ralf N (Archiv)
Beiträge: 435
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von Ralf N (Archiv) »

Habe mir heute wieder meine vierteljährliche Wagenladung aus der Apotheke geholt.

Diesmal alles auf rotes Rezept ;)

Die Apothekerin wollte mir zuerst die Vitamine und Mineralien nicht geben, die müsse ich voll bezahlen.

Daraufhin habe ich sie gefragt ob es nicht doch möglich sei bei Kortison Dauereinnahme. Und siehe da - nach einigen Recherchen brauchte ich nur zuzuzahlen.

Konnte also über die Hälfte an Kosten einsparen...

Warum ist das bei jedem Arzt anders?

Weiß einer von Euch genau Bescheid in diesem Bürokratiedschungel?

LG

Ralf
Patricia (Archiv)
Beiträge: 46
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von Patricia (Archiv) »

Hallo

Bei mir schreibt der Arzt immer Vitamin D und darunter kortisondauertherapie, ich bestelle immer das Aza von der gleichen Firma (krankenkasse übernimmt die Firma )Kortison und Magentabletten ist mir egal. Habe auch eine zuzahlungsbefreigung seit diesen Jahr.
Linchen88 (Archiv)
Beiträge: 392
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von Linchen88 (Archiv) »

Hallo Ralf,



ich glaube, dass es damit zu tun hat, dass Ärzte (und Arzthelferinnen) selbst unwissend sind.. ich habe neulich einer Arzthelferin erklärt, dass Folsäure unter MTX Therapie bezahlt wird. Und obwohl sie SELBST MTX spritzt, wusste sie das nicht... ich lasse mir daher alles auf dem rosanen Rezept geben :)
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von Ingeborg »

Vitamine usw. für ein Gut-Fühl-Gefühl (was fürn Wort, ich hoffe, Ihr wißt, was ich meine), so was gibt es nicht auf Kosten der Versichertengemeinschaft. Das hat wohl wieder der Gemeinsame Bundesausschuß, der Boss der Krankenkassen, diesen verschrieben.

Zur Beruhigung: es geht den Privatversicherten nicht anders. Die gute Nachricht: es gibt beschriebene Ausnahmen, jedenfalls für Vitamin D3, auch für Calcium + Vit.D3, soviel ich weiß.
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Hartmut (Archiv)
Beiträge: 1674
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von Hartmut (Archiv) »

Falscher Titel

"Verwirrung bei Apotheker" wäre richtig.

Zuviel PC , zuwenig eigenständiges Denken.

LG. Hartmut
susanne (Archiv)
Beiträge: 124
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von susanne (Archiv) »

Hallo



Welche nicht verschreibungspflichtigen Substanzen (z. B. Folsäure, Vit. D u.s.w.) verordnungsfähig und damit auch erstattungsfähig sind kann mann in der OTC-Liste nachlesen.

https://www.g-ba.de/downloads/83-691-323/AM-RL-I-OTC-2013-06-05.pdf

Diese Liste wird regelmäßig überarbeitet und gilt für alle gesetzlichen Krankenkassen.

Auf diese Liste kann man, als gesetzlich Versicherter, in der Arztpraxis hinweisen. Die privaten Versicherungen brauchen sich nicht daran zu halten, d.h. brauchen nicht zahlen.



LG Susanne
Xanny (Archiv)
Beiträge: 113
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von Xanny (Archiv) »

Hallo Ralf,

was für Vitamine und Mineralien schreibt Dir dein Arzt auf,wenn ich fragen darf.Diese Sachen muß ich alle privat bezahlen weil ich die vom Heilpraktiker habe.



Bis 150.00 Euro im Monat muß man selber zuzahlen sagt meine KK ,daß erreiche ich niemals also kann ich immer schön bez.



Die Behandlung beim Heilpraktiker werde ich noch einreichen mal schauen was ich wiederbekomme.

Mfg. Xanny
Ralf N (Archiv)
Beiträge: 435
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von Ralf N (Archiv) »

Hallo Xanny,

Die Höhe der Zuzahlung ist abhängig vom Einkommen - wenn Du chronisch krank bist ist es 1 %. Verdient Ihr etwa 15.000 (fünfzehntausend) Euronen im Monat?

Ich nehme Kalzium und Vitamin D, dazu gegen PNP und Muskelprobleme Magnesium und Vitamin B...

LG

Ralf
Ingeborg
Beiträge: 4220
Registriert: Mi Jun 06, 2018 11:33 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von Ingeborg »

der Steuer-Tipp für Steuerzahler nebenbei:

sofern man nicht eine entsprechende Vereinbarung mit der Apotheke hat, sammelt man am besten für alle nicht erstattungsfähigen Medikamente des Jahres die Quittungen/Kassenzettel von der Apotheke und gibt den Gesamtbetrag bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung an, aber Achtung: Eigenanteil (meist wohl 6% der Einkünfte). Doch immer angeben, streichen tut das FA selbst, muß man ihm nicht vorher schon abnehmen. Aber auch einen jährlichen Zuzahlungsbetrag bei der Steuer angeben, außerdem Fahrtkosten zu Ärzten, Apotheke x o,30 €/km. Daneben 3.000 km/Jahr für Privatfahrten ohne Nachweis ab einem GdB von 70 + G oder ab 80 (ohne G) x o,3o €.
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
dsabine (Archiv)
Beiträge: 507
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Verwirrung bei Medikamenten

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Noch ein Steuertipp:



Auch wenn es noch nicht ausreicht, um die Kosten, die die Krankheit mit sich bringt, steuerlich geltend zu machen, sollte man dennoch bei jeder Steuererklärung alle Kosten mit einreichen.

Inkl. Reisekosten, Zuzahlungen und Kosten für nicht erstattungsfähige Medikamente, Zuzahlungen zum KH Aufenthalt, Physio usw.

Zunächst bekommt man dann zwar einen negativen Bescheid, aber:



Es stehen mehrere Gerichtsverfahren an und falls diese zu unseren Gunsten entschieden werden, dann erhält man rückwirkend Erstattungen.



Allerdings nur, wenn man die Kosten in den jeweiligen Steuererklärungen angegeben hat.
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