Psyche schuld an Vaskulitis???

Forumsbeiträge, die vor dem 06.06.2018 erstellt wurden
Ingeborg
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Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von Ingeborg »

Hallo buban,

Dein Beitrag hat mich sehr berührt. Ich kann mir vorstellen, wenn Du jahrelang zwischen zwei Feuern branntest, wie Du bildlich so schön schreibst, dass das Spuren hinterläßt. Da kann das Immunsystem durchaus in die Knie gesackt sein. Manchmal sollte man aber auch die Beine in die Hand nehmen, um dem Feuer zu entgehen (um im Bild zu bleiben).

Psychologisch betrachtet heißt das, das habe ich auch gelernt : Konflikte löst man durch Stellungnahme. Mit anderen Worten: man entscheidet sich.

Was Du aber,(ich erlaube mir die persönliche Form der Anrede) bitte, nie tun solltest, Dir für ein als falsch erkanntes Verhalten die Schuld zu geben. Falsch wird etwas doch immer nur im Rückblick so gesehen. In der Situation ist eine Entscheidung für ein Verhalten doch richtig. Also bitte keine Schuldgefühle, etwas falsch gemacht zu haben, falsch gelebt zu haben usw. Denn Schuldgefühle machen nicht nur ungute Gefühle. Sie neigen überdies dazu, einen nicht mehr loszulassen -wenn man nicht aufpaßt.

Deshalb und überhaupt, paß auf Dich auf.

Gruß Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
buban (Archiv)
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Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von buban (Archiv) »

Danke
dsabine (Archiv)
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Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von dsabine (Archiv) »

Also der Aspekt mit der "Schuld", den finde ich ganz grauenvoll und das bringt mich jedes Mal aus der Fassung. Wer strickt den sowas zusammen?



Auch so mitleidig herablassende Kommentare von Menschen, die so super gesund leben (und es womöglich auch sind), weil sie angeblich jeden Tag Ingwertee trinken und das Gras wachsen hören. Inzwischen kann ich freundlich lächeln, wenn da wieder mal so ein gute Rat kommt, Hafergrastee oder barfuß laufen, weiß der Geier. Warte nur ab, mein Freund, so waren wir alle mal drauf, denke ich mir dann.



Was mich allerdings beeindruckt, sind wissenschaftliche Studien zu zwei Aspekten:



1. Achtsamkeitsmeditation. Nicht das esoterische Guruzeugs, sondern eine Methode der Entspannung, die nach und nach das Gehirn und damit z.B. Stress- und Schmerzfuntionen positiv beeinflusst.

http://www.lifeline.de/news/medizin-gesundheit/meditieren-fuer-die-wissenschaft-id125064.html



2. Der (mögliche) Einfluß von frühkindlichen Traumas. Ich sehe das nicht als verdammendes Urteil, sondern eher als Chance.



http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-02/trauma-kindheit-folgen-studie



Allerdings gilt wie bei allen Sachen: In der Wissenschaft gibt es niemals endgültig gesichertes Wissen, nur einen aktuellen Stand, eine mehr oder weniger starke Beweiskette für dies oder jenes. Und das, was Wissenschaft ausmacht - und von so Gedusel wie Schuld usw. unterscheidet - ist, dass immer weiter neue Daten dazukommen und neue Fakten und dass Forschung immer ergebnisoffen ist. Mich beruhigt das.
SiMONE00 (Archiv)
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Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von SiMONE00 (Archiv) »

@Buban,

deine Geschichte machte mich total traurig. Was hast du schon durch und Hut ab das du dein Leben so meisterst.

Dann nun noch diese Erkrankung aber wie ich herauslesen konnte lässt du dich nicht unterkriegen. Solltest du auch nicht also weiterhin Kopf hoch!



Ja das stimmt mit der Psyche. Aber ich finde nicht dass man Vaskulitis bekommt bei psych. Problemen.

Dann würde ja die Rate steigen.

In der heutigen Zeit ist überall Stress, alles muss schneller gehen, Perfektion wird arbeitsmässig gefordert...Burn outs´ steigen. Doppelbelastung für Frauen, Haushalt, Kinder, Arbeit.



So heisst es für uns ganz besonders gut auf uns achten. Selber unsere Ruheinseln zu schaffen.

Vor allem nicht unterkriegen zu lassen. Wir haben nun mal die Vaskulitis, ändern können wir diese nicht sondern versuchen so gut wie möglich damit zu leben.



Eure Simone
buban (Archiv)
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Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von buban (Archiv) »

Lieben Dank für eure Anteilnahme, ich wollte aufgrund meiner Geschichte nur darauf aufmerksam machen wie chronischer Streß sich auf das Immunsystem auswirkt nähmlich katastophal. Unter chronischem Streß wird das Immunsystem ünterdrückt man kann es im Internet bei aktuellen Forschungen nachlesen.
S. (Archiv)
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Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von S. (Archiv) »

Soweit ich bisher die wissenschaftliche Diskussion vefolgen konnte, wurde das Gegenteil festgestellt;das Immunsystem wird durch Stress angekurbelt. Auf welche Untersuchungen beziehst Du Dich buban?
buban (Archiv)
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Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von buban (Archiv) »

Google Eingabe kann Streß Immunsystem schwächen dann kommen die Ergebnisse.
buban (Archiv)
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Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von buban (Archiv) »

Noch was intersannt ist Mitochondriopathie
S. (Archiv)
Beiträge: 2490
Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am

Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von S. (Archiv) »

Ich habe das nochmal nachgelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass das, was mir da auf der ersten Google-Seite angezeigt wird, stark vereinfachte Darstellungen sind. Ich denke, da muss man schon genauer hinschauen.

Zunächst wird durch STress das Immunsystem angeregt. Erst durch langanhaltenden Stress kommt es einerseits wohl zu einem Abflauen der REaktionsfähigkeit bestimmter Teile des Immunsystems einerseits und zu einer Überbelastung bestimmter Teile des Körpersystems andererseits. Das kann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen, die ihrerseits z.B. bei GPA die vermutete fehlerhafte Reaktion auf den Staphylococcus Aureus begünstigen könnte. Als Auslöser würde ich, auch den langhaltenden, Stress allerdings nicht bezeichnen, wohl als Begünstiger.
Xanny (Archiv)
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Re: Psyche schuld an Vaskulitis???

Beitrag von Xanny (Archiv) »

Normalerweise ist unser Immunsystem in der Lage,körperfremde Substanzen oder Krankheitserreger zu erkennen und zu bekämpfen.Ist diese Funktion gestört greift das Immunsystem auch körpereigene Eiweißstruckturen an,dadurch kommen Entzündungsprozesse in Gang und es entstehen verschiedene Autoimmunerkrankungen.Welche Faktoren zu einer Autoimmunerkrankung führen ist bisher unklar,zwar gibt es eine gewisse erbliche Empfindlichkeit man nimmt jedoch an , daß auch Gifte, Ernährung und Vitalstoffmangel eine Rolle spielen.

Mfg.Xanny
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