hab keine Angst. Zwar gibt es solche und solche Gutachter. Ändern wirst Du das mit keiner noch so besonderen Vorbereitung. Ich denke, das Wichtigste ist, Dich so präsentieren, wie Du bist und wie es Dir geht. Eine so vermittelte Glaubwürdigkeit ist immer gut. Ferner würde ich Dir raten, Kopien über die Erkrankung (die V.Form) und die sich daraus ergebenden Beschwerden/Einschränkungen mitzunehmen.
Wenn Du in Google "Verhalten beim Gutachter" eingibst, findest Du noch gute allgemeine Hinweise,
z.B. www.diebandscheibe.com/pdf/Beim%20Gutachter.pdf,
oder auch von RA Putz, München, verfaßte, die ich gerade nicht finde.
Ob Du jemand mitnehmen sollst? Ja und Nein. Ich weiß nicht. Vielleicht schreibt jemand hierzu noch eine gute Begründung.
Viel Erfolg.
Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
Lass dich nicht aus der Ruhe bringen. Die wollen dich untersuchen, sie wollen dir keine Falle stellen.
Hat man dir mitgeteilt, ob du nüchtern kommen sollst? Wenn nicht, wird wohl kaum viel Blut abgenommen werden. Du kannst ja zur Vorsicht vorher anrufen und fragen, ob du nüchtern sein sollst.
Ich musste 2 Gutachter besuchen und bin da ganz vorbehaltlos hin, aber ausgerüstet mit allen med. Unterlagen in Kopie und ein paar wiss. Artikeln in Kopie. Die habe ich dann auch direkt übergeben und beide Ärzte haben sich dafür bedankt.
Zugegeben war ich an den Tagen dann auch angespannt, aber das war ja zu erwarten. Ich bin alleine hin, ob eine zweite Person mit ins Arztzimmer darf?
Im schlimmsten Fall triffst du auf einen Arzt, der keine Ahnung hat. Aber ein Internist ist schon mal besser als ein Sportnediziner wie bei mir.
Anscheinend gibt es zur Möglichkeit, jemanden mit in die Untersuchung zu nehmen, unterschiedliche Gerichtsentscheidungen.
Also, Du kannst ja jemanden mitnehmen und fragen, ob derjenige dabei sein darf, natürlich mit schlüssiger Begründung (sonst zu nervös oder besseres, was stimmt!). Bei negativer Antwort würde ich lieber darauf verzichten, sonst verdirbt man es sich wahrscheinlich gleich mit dem Gutachter.
ich hatte vor meinem Termin im letzten Jahr auch riesen Bammel. Wie sich hinterher herausstellte, völlig zu unrecht. Ich hatte das Glück an einen sehr kompetenten und einfühlsamen Doktor zu geraten, da mir ein für mich super Gutachten schrieb.
Ich mußte damals zur Mittagszeit zum Termin und Blut wurde mir auch abgenommen. Desweiteren mußte ich einen Fragebogen mit persönlicher Einschätzung meiner körperlichen Leistungsfähigkeit ausfüllen. Meine komplette Krankenakte hatte ich in Kopie dabei und der Gutachter hat sie zur Durchsicht da behalten.
Zum Gutachtertermin mußte ich damals meinen 6jährigen Sohn mitnehmen, weil ich niemand hatte, der auf ihn hätte aufpassen können. Der Gutachter fand das sogar positiv und hat sich kindgerecht mit ihm unterhalten und ihm auch ein paar Fragen über Mama und unseren Alltag gestellt.
Die Untersuchung war recht gründlich. Erst messen und wiegen. Dann hat er mich körperlich begutachtet. Die Haut, die Gelenke auf Beweglichkeit getestet. Er hat mir einige Übungen vorgeturnt, die ich nachmachen sollte, was mir je nach dem mehr oder weniger gelang. Auf das Belastungs-EKG hat er verzichtet, weil er merkte, dass ich mit meinen linken Fuß nicht in der Lage bin in die Pedale zu treten.
ich war bisher bei 3 Gutachtern. Eine davon hatte echt keinen Schimmer von meiner Erkrankung (GPA), wogegen die anderen zwei wirklich kompetent waren.
Bei der einen musste ich als erstes meinen Tagesablauf schildern, den sie dann als nicht glaubwürdig einschätzte. Dann gab es eine körperlich/orthopädische Untersuchung. Zum Schluss durfte ich dann noch ein wenig auf einem Ergometer fahren.
Blut und Urin wurde abgenommen. So weit ich weiß darf man wohl jemanden mit reinnehmen, aber nur nach vorheriger Anmeldung.
Ich hatte alle Befunde in Kopie mitgenommen. Sie wollte die aber nicht haben und meinte die wären alle schon in meiner Akte. (ohne meine überhaupt gesehen zu haben)
Außerdem hatte ich meine Beschwerden und Einschränkungen aufgeschrieben. Man ist ja doch ein wenig aufgeregt und vergisst dann mal schnell etwas. Leider nahm sie davon auch keine Kenntnis.
Die gute Frau unterstellte mir sogar das ich meine Medikamente nicht regelmäßig nehmen würde.
Die andere zwei Begutachtungen liefen wirklich korrekt ab. Die Ärzte waren nett und haben sich auch viel Zeit genommen.
Kommt eben immer drauf an an was für einen Gutachter man gerät.
Versuche einfach du selbst zu sein und einfach zu schildern wie es Dir so geht. Und wie gesagt ein paar Stichpunkte sind da sicher hilfreich.
Drücke Dir die Daumen das alles so läuft wie Du es Dir vorstellst.
Ich bin schon sehr aufgeregt ud verstehe es auch nich wirklich was ich bei einem internistischen Hausarzt soll, der die Krankheit bestimmt eh nicht kennt.
Vor allem habe ich so viele Berichte von Kliniken und Ärzten mitgeschickt die sich auskennen. Typisch Rentenversicherung oder?
Ich hoffe so, dass er wenigstens nett ist und meine Lage versteht.
Ich bin so oft von Ärzten schlecht behandelt und nicht ernst genommen worden, alles auf Psyche und Übergewicht geschoben. Es reicht langsam.
Sei erst mal nicht voreingenommen und denke einfach, der Gutachter ist Dir gut gesonnen.
Auf keinen Fall irgend etwas vor machen, das merken die sofort.
Wenn Du Deine Beschwerden schilderst (unbedingt vorher Notizen machen, ich vergesse immer die Hälfte wenn es darauf ankommt), genau schildern in der Art: Beim Staubsaugen muß ich immer längere Pausen einlegen - anstatt Staubsaugen fällt mir schwer.
Fatigue ist oft von den Gutachtern nicht gerne gesehen, wenn der nicht von selber drauf kommt, beschreibe einfach wie Du dich dabei fühlst wenn die Kraft nicht mehr weiter reicht.
Ach ja uns Du solltest versuchen, die Kompetenz zu erfragen - etwa wie oft er schon PAtienten mit Vaskulitis gehabt ahbe und ob er sich damit auskennt - vielleicht könne er Dir einen Rat geben z.B. was Du gegen xxx Beschwerden machen kannst.
Ist zwar gemein, sollte Dir aber im Ernstfall (auf den ich nicht hoffe!) Argumente für einen Widerspruch zu sammeln.
Ich werde auf jeden Fall einen Begleiter mitnehmen, schon weil ich die Strecke mit dem Auto nicht alleine schaffe.
Vielen Dank für die Infos. Nimmst du den Begleiter dann auch mit rein? Als Zeuge oder so? Fahren wird mich auch jemand.
Das mit den Notizen finde ich immer komisch und mache es daher nie.
Ich denke das immer der Arzt denkt ich muss ablesen was ich habe und weiß es nichts selbst wie es mir geht. Also er könnte so irgendwie denken es ist erfunden oder so?! Leider vergesse ich im Gespräch auch oft was, vor allem wenn man dann noch aufgeregt ist und eh auch sonst dauernd alles vergisst . aber vielleicht kann ich den Notizzettel dann so begründen.
Ich möchte nur was zu den Notizzetteln sagen: wenn ich zu meinem Rheumatologen oder zum Hausarzt gehe, nehme ich immer einen Zettel mit, auf den ich alles aufgeschrieben habe, was ich sagen will oder auch was ich brauche an Rezepten. Bisher habe ich noch nie erlebt, dass es ein Arzt komisch fand. Im Gegenteil, sie finden es gut.