Frage
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Maxima (Archiv)
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Frage
Hallo zusammen,
hab mal eine Frage die die Augen betrifft. Hat schon einmal jemand gehört das es im Zusammenhang mit Vasculitis/Rheuma zu einer Regenbogenhautendzündung kommt? Auch die wird häufig als Immunkrankheit gesehen und mit Immunsuppressiva behandelt.
LB Gruß von Maxima
hab mal eine Frage die die Augen betrifft. Hat schon einmal jemand gehört das es im Zusammenhang mit Vasculitis/Rheuma zu einer Regenbogenhautendzündung kommt? Auch die wird häufig als Immunkrankheit gesehen und mit Immunsuppressiva behandelt.
LB Gruß von Maxima
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Ingeborg
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Re: Frage
ja, Maxima, das ist einigen oder auch vielen bekannt. Es kommt dabei nicht nur zu einer Iritis bzw. in Verbindung mit anderen Teilen des Auges zu einer Uveitis. Mir bekannt sind auch die Konjunktivitis, die Episkleritis und die Skleritis (Lederhautentzündung) in Verbindung mit rheumatischen Autoimmunerkrankungen.
LG Ingeborg
LG Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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Maxima (Archiv)
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Re: Frage
Hallo Ingeborg
vielen Dank für Deine Antwort.Hintergrund meiner Frage ist, das mein Bruder schon vor vielen Jahren daran erkrankt ist ohne das es einen Grund dafür gibt, Nun spitzt sich die Lage für ihn sehr dramatisch zu, hatte gerade eine Augen OP wegen zu hohen Druck, nach Entlassung ein paar Tage später wieder in die Klinik Druck zu niedrig. Wieder ein paar Tage später wieder zu hoch. Doch wird sicher in diesem Zusammenhang nicht auf eine Vasculitis untersucht, oder? Bei mir ist ja RZA definitiv diagnostisiert.Nicht auszuschließen ist das es eine erbliche Disposition bei mir sein könnte. Mein Vater hat beide Beine verloren und ist 2003 verstorben. Er ist immer in Gefäßkliniken betreut worden, aber verhindern konnten sie den Verlauf nicht. Er hat nicht geraucht, nicht getrunken weder Diabetes noch Übergewicht gehabt. Er ist über 20 Jahre jeden Tag 25 km Fahrrad gefahren, später jeden Tag Spaziergänge gemacht.Könnte es da einen Zusammenhang geben? Würde es Sinn machen das Thema Vasculitis ins Gespräch zu bringen?
LB Gruß
maxima
vielen Dank für Deine Antwort.Hintergrund meiner Frage ist, das mein Bruder schon vor vielen Jahren daran erkrankt ist ohne das es einen Grund dafür gibt, Nun spitzt sich die Lage für ihn sehr dramatisch zu, hatte gerade eine Augen OP wegen zu hohen Druck, nach Entlassung ein paar Tage später wieder in die Klinik Druck zu niedrig. Wieder ein paar Tage später wieder zu hoch. Doch wird sicher in diesem Zusammenhang nicht auf eine Vasculitis untersucht, oder? Bei mir ist ja RZA definitiv diagnostisiert.Nicht auszuschließen ist das es eine erbliche Disposition bei mir sein könnte. Mein Vater hat beide Beine verloren und ist 2003 verstorben. Er ist immer in Gefäßkliniken betreut worden, aber verhindern konnten sie den Verlauf nicht. Er hat nicht geraucht, nicht getrunken weder Diabetes noch Übergewicht gehabt. Er ist über 20 Jahre jeden Tag 25 km Fahrrad gefahren, später jeden Tag Spaziergänge gemacht.Könnte es da einen Zusammenhang geben? Würde es Sinn machen das Thema Vasculitis ins Gespräch zu bringen?
LB Gruß
maxima
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S. (Archiv)
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Re: Frage
Ja, aber nur, wenn die Augenärzte sich auch damit auskennen, bzw. die Bereitschaft erkennen lassen, sich mit einem Augenarzt kurzzuschließen, der sich mit Vaskulitiden und ihre Auswirkungen auf die Augen auskennt.
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Ingeborg
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Re: Frage
Hi Maxima,
vor dem Hintergrund einer möglichen erblichen Anlage zu einer rheumatischen autoimmunen Erkrankung und der Tatsache, dass nicht selten eine Manifestation am Auge stattfindet, sollte man es unbedingt nicht auslassen, nach einer rheumatischen Ursache zu forschen. Es sind jedoch nicht nur Vaskulitiden, die als Ursache infrage kommen.
Unter anderen Infos findest Du hier was dazu: www.uveitis-zentrum.de/rheuma%20u%20auge.htm
Dein Bruder sollte also ein erfahrenes Uveitis-Zentrum aufsuchen.
Alles Gute für Deinen Bruder.
Grüße, Ingeborg
vor dem Hintergrund einer möglichen erblichen Anlage zu einer rheumatischen autoimmunen Erkrankung und der Tatsache, dass nicht selten eine Manifestation am Auge stattfindet, sollte man es unbedingt nicht auslassen, nach einer rheumatischen Ursache zu forschen. Es sind jedoch nicht nur Vaskulitiden, die als Ursache infrage kommen.
Unter anderen Infos findest Du hier was dazu: www.uveitis-zentrum.de/rheuma%20u%20auge.htm
Dein Bruder sollte also ein erfahrenes Uveitis-Zentrum aufsuchen.
Alles Gute für Deinen Bruder.
Grüße, Ingeborg
Man muß sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.
(Viktor Frankl, 1905-1997)
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Maxima (Archiv)
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Re: Frage
Hallo zusammen,
habt erstmal vielen Dank für Eure Infos, besonderen Dank an Hartmut. Werde alles weitergeben vielleicht kann man ja noch was machen. Erblinden ist schrecklich.
wünsche Euch Allen einen schönen 4. Advent
PS: ich hatte heute schon ein schönes Geschenk. Ich bin seit 2 Tagen aus dem Krankenhaus raus und mein Mann und Sohn habe den Wohnbereich geputzt und den Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. Ich brauchte nur sagen wie sie was machen sollten.
))
habt erstmal vielen Dank für Eure Infos, besonderen Dank an Hartmut. Werde alles weitergeben vielleicht kann man ja noch was machen. Erblinden ist schrecklich.
wünsche Euch Allen einen schönen 4. Advent
PS: ich hatte heute schon ein schönes Geschenk. Ich bin seit 2 Tagen aus dem Krankenhaus raus und mein Mann und Sohn habe den Wohnbereich geputzt und den Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. Ich brauchte nur sagen wie sie was machen sollten.
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isi (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Frage
Hallo Maxima,
unser Sohn (8 Jahre) hat seit er 1 1/2 ist Rheuma (Juvenile idiopathische Arthritis). Er nahm lange MTX und hatte dann keine Probleme mehr mit den Gelenken, aber immer häufiger Regenbogenhautentzündung. Die wurde dann immer mit Cortisontropfen behandelt. Seit Januar 2014 wird er jetzt mit Humira behandelt und hat seither keine Regenbogenhautentzündung mehr.
unser Sohn (8 Jahre) hat seit er 1 1/2 ist Rheuma (Juvenile idiopathische Arthritis). Er nahm lange MTX und hatte dann keine Probleme mehr mit den Gelenken, aber immer häufiger Regenbogenhautentzündung. Die wurde dann immer mit Cortisontropfen behandelt. Seit Januar 2014 wird er jetzt mit Humira behandelt und hat seither keine Regenbogenhautentzündung mehr.
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Dana_HH (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Frage
Hallo Maxima,
ich habe seit gut 2 Jahren leukozytoklastische Vaskulitis. Ich bin mit Kortision und 15 mg MTX-Spitzen (Metex) behandelt worden. Kurz nach den ersten Spritzen bekam ich Augenprobleme... Farbsehstörungen, tränende Augen, Probleme in der Duneklheit.
Ich wurde ausgiebig im Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) in der Augenklinik untersucht, ob diese Probleme vaskulitisbedingt sind. Die Ärzte kamen zu dem Schluss, dass die Vaskulitis meine Augen nicht angegriffen hat. Ich habe Retinits pigmentosa (RP), die vermutlich all die Jahre in meinen Genen schlummerte und durch das MTX begünstigt zum Ausbruch gekommen ist. Inzwischen habe ich erfahren, dass RP-Erkrankte Rheumamedikament tunlichst meiden sollen, weil diese die ohnehin geschädigte Netzhaut noch weiter beanspruchen. Somit werde ich zur Zeit nur noch mit Kortision behandelt.
Da diese Erkrankung meist erblich ist, habe ich mich aus Sorge um meine Kinder in der Humangenetik des UKE beraten lassen. Dort habe ich erfahren, dass einige meiner Beschwerden, die bis jetzt der Vaskulitis zu gerechnet wurden, vielleicht von der RP verursacht worden sind. Hierzu zählen Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit, Missempfindungen und Lähmungen in den Füssen. Mir wurde zur genauen Diagnostik Blut abgenommen und jetzt heißt es warten, bis klar ist, welches meiner Gene aus der Reihe tanzt.
LG Dana_HH
ich habe seit gut 2 Jahren leukozytoklastische Vaskulitis. Ich bin mit Kortision und 15 mg MTX-Spitzen (Metex) behandelt worden. Kurz nach den ersten Spritzen bekam ich Augenprobleme... Farbsehstörungen, tränende Augen, Probleme in der Duneklheit.
Ich wurde ausgiebig im Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) in der Augenklinik untersucht, ob diese Probleme vaskulitisbedingt sind. Die Ärzte kamen zu dem Schluss, dass die Vaskulitis meine Augen nicht angegriffen hat. Ich habe Retinits pigmentosa (RP), die vermutlich all die Jahre in meinen Genen schlummerte und durch das MTX begünstigt zum Ausbruch gekommen ist. Inzwischen habe ich erfahren, dass RP-Erkrankte Rheumamedikament tunlichst meiden sollen, weil diese die ohnehin geschädigte Netzhaut noch weiter beanspruchen. Somit werde ich zur Zeit nur noch mit Kortision behandelt.
Da diese Erkrankung meist erblich ist, habe ich mich aus Sorge um meine Kinder in der Humangenetik des UKE beraten lassen. Dort habe ich erfahren, dass einige meiner Beschwerden, die bis jetzt der Vaskulitis zu gerechnet wurden, vielleicht von der RP verursacht worden sind. Hierzu zählen Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit, Missempfindungen und Lähmungen in den Füssen. Mir wurde zur genauen Diagnostik Blut abgenommen und jetzt heißt es warten, bis klar ist, welches meiner Gene aus der Reihe tanzt.
LG Dana_HH
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Maxima (Archiv)
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Re: Frage
Hallo Dana
na das würde mich auch interressieren wie das mit der Genetik ist. Vielleicht kannst du ja mal was dazu schreiben wenn du die Diagnose hast.
LB Gruß
Maxima
na das würde mich auch interressieren wie das mit der Genetik ist. Vielleicht kannst du ja mal was dazu schreiben wenn du die Diagnose hast.
LB Gruß
Maxima
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Dana_HH (Archiv)
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- Registriert: Do Jan 01, 1970 1:00 am
Re: Frage
Hallo Maxima,
ja, das werde ich tun. Ich halte euch weiter auf dem Laufenden. Meine Gene werden ja auch nicht nur auf RP sondern auf Gendefekte im Allgemeinen untersucht. Ich bin selber gespannt, was dabei raus kommt. Sobald ich ein Ergebnis habe, werde ich es euch wissen lassen.
Liebe Grüße
Dana_HH
ja, das werde ich tun. Ich halte euch weiter auf dem Laufenden. Meine Gene werden ja auch nicht nur auf RP sondern auf Gendefekte im Allgemeinen untersucht. Ich bin selber gespannt, was dabei raus kommt. Sobald ich ein Ergebnis habe, werde ich es euch wissen lassen.
Liebe Grüße
Dana_HH